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Freitag, 10. Mai 2013

Do-it-yourself: Take five Script für iTunes

Hier wieder ein kleiner Beitrag aus der Rubrik DIY (gesprochen: dē-i-ˈwi – als Lerneinheit des Tages).

Der ein oder andere ist vielleicht schon auf die nützliche App Take Five für iOS und mittlerweile auch OSX gestoßen, mit der sich die Musikwiedergabe auf Wunsch eine gewisse Zeit pausiert lässt und dann wieder von alleine anspringt. Eine Comic-Illustration auf der Webseite macht das Problem sehr schön deutlich: 

NewImage

Keine schlechte Idee, wird nun derjenige sagen, der es gewohnt ist, mit Musik zu arbeiten oder zu lernen (wobei die moderne Lernpsychologie nicht all zu viel davon hält beim Lernen / Arbeiten ständiger Musik zu hören; aber es kommt auch etwas auf die Musik und die individuellen Gewohnheiten an). 

Takefive

(C) Take Five Logo 

Das schöne an der App ist, dass es mit praktisch allen gängigen Musikapps, von iTunes über Radium bishin zu Spotify und Rdio, arbeitet. Wer das beschriebene Problem kennt und nicht nur mit iTunes hört, dem sei dieses wirklich schön designte App ans Herz gelegt; zumal es fast nichts kostet.

Wer aber sich aber von iTunes unterhalten lässt und vielleicht auch ein LauncherApp wie Alfred oder Quicksilver installiert hat, der kann sich das Geld sparen und eine DIY-Lösung basteln. Besonders für diejenigen, die keine tolle Oberfläche brauchen, sondern nur die Pause/Auto-Resume Funktion benötigen eine praktische (ergänzende) Sache, wie ich meine.

Ich mache es kurz und beschreibe, wie ich es gemacht habe: 

In Alfred in den Einstellungen unter Extensions eine Applescript-Erweiterung hinzugefügt und folgenden Quelltext eingefügt:

on alfred_script(q)
tell application "System Events" if (name of processes) contains "iTunes" then tell application "iTunes" if player state is playing then pause delay q*60 play end if end tell end if end tell
end alfred_script

Als Schlüsselword habe ich itake verwendet und damit das Skript nicht die Eingabe (von Alfred) blockiert, die Option Background, sowie die Parametereinstellung: Required.
Das Logo hier auf der Seite oder eines aus der Google-Bildersuche lässt sich zudem bei der Erstellung der Extension per Drag&Drop als Icon verwenden.

Alfred Extension iTake Preferences

Und fertig ist die Laube.

Im Launcher lässt sich der Befehl mit der gewünschten Pausenzeit nun ganz einfach aufrufen: Beispielsweise 6 Minuten.

Launch itake 6

 

 

 

 

 

 

Auch ohne speziellen Launcher lässt sich Ähnliches mit AppleScript und Spotlight erzielen.

Hierzu den (angepassten) Quelltext in den AppleScript-Editor einfügen, übersetzen und als "Programm" unter einem sinnigen Namen (wie Take Five) speichern. :)
Statt fünf Minuten bzw. 300 Sekunden lässt sich auch jede andere Zeit verwenden. Aber anders als beim AlfredScript, bei dem wir die Zeit direkt eingeben können, muss man sich hier beim Übersetzen / Speichern für ein festes Zeitintervall entscheiden. Man kann sich natürlich mehrere solche Apps anlegen, z. B. Take 5, Take 10, etc.

tell application "System Events"

if (name of processes) contains "iTunes" then

tell application "iTunes"

if player state is playing then

pause

delay 300

play

end if

end tell

end if

end tell

Have fun.

Sonntag, 16. Januar 2011

Im Finder nicht darstellbare .Icns "reparieren" für Copy & Paste Icon Tausch: Beispiel für Twitter aus dem Mac App Store

Immer mal wieder bekommt lädt man sich ein neues, hübsches Icon als .icns für sein Lieblingsprogramm aus dem Netz. Manche von diesen .icns-Dateien zeigen im Finder nicht das Icon an, das in der Datei auch so steckt. Steckt man das .icns zum Paketinhalt eines Apps, wird es auch wunderbar dargestellt. Aber bei solchen Icons funktioniert es nicht, die Icons über den Informationen-Dialog im Finder per Copy & Paste auszutauschen (die eigentlichen Icons werden im Finder ja nicht angezeigt.)

Abhilfe schafft hier das App Icns2Icon. Man muss eine widerborstige .icns-Datei auf das App ziehen und das "Wunder" passiert. Via Mac OS X Hints von Mac World)
[Upate #1:  Bei dem verlinkten Programm scheint es sich um eine veraltete PowerPC-Anwendung zu handeln, die unter Lion ihren Dienst versagt…]

Bei aus dem Mac App Store Programmen muss man leider noch etwas weiter gehen, um Icons per Copy & Paste zu ändern, wie ich jüngst beim Update des Twitter.app feststellen musste. 
Statt dem stylischen schwarzen Twitter-Icon gab es gleich beim ersten Update ein grelles, blaues (wie es die AGB scheinbar verlangt.)

Zuerst habe ich den Informationen-Dialog von Twitter.app geöffnet.

Dann entsperrt. Dazu muss man auf das kleine Schloss in der Ecke rechts unten klicken und sein Passwort eingeben.

Dann ändere ich die Rechte in der Zeile "everyone" auf Lesen & Schreiben.

Nun lässt sich ein Icon wie gewohnt in Info-Dialog zu Info-Dialog kopieren.

TwitterGetInfo.jpgLesenSchreibenEveryone.png

Am Ende ändere ich die Rechte wieder zurück und sperre die Datei wie vorher. Fertig.

Wer kein Time Machine Backup des Twitter.apps mit dem schwarzen Icon hat, kann es sich hier laden (dort findet sich auch eine alternative Wiederherstellungsanleitung).

Nachtrag:
Wer stattdessen mit dem Problem kämpft, dass seine Icons auf dem Desktop oder im Finder teilweise nicht richtig dargestellt werden, dem hilft eventuell folgenden Tipp von mir weiter.

Freitag, 23. April 2010

Applescript Droplet für MuPdfs pdfclean

Review PDFKey Pro

Kürzlich gab es bei MacUpdate das Programm PDFKey Pro zur Entfernung lästiger PDF-Restriktionen, die etwa das Kopieren von Text oder Drucken eines PDFs verhindern. Man darf jedoch PDF-Restriktionen bzw. Sicherheitseinstellungen nicht mit dem PDF-Passwort verwechseln. (Auch wenn der Name DPFKey lautet und der Text Unlock auf der Benutzeroberfläche von PDFKey Pro nahelegt, dass PDF-User-Passwöter entfernt werden, die das Öffnen / Betrachten verhindern können, wenn man das entsprechende Passwort nicht kennt.) Damit hat es allerdings nichts zu tun, sowie auch der alternative Ansatz weiter unten nicht.

screenshot-2010-04-23-23-54.jpg

Das heißt, wenn man das Besitzerpasswort nicht hat und die Datei nicht betrachtet werden kann, hat man keine Chance die Restriktionen weg zu bekommen.

(Die Lock-Funktion von PDFKey Pro allerdings setzt tatsächlich ein Eigentümer / Benutzerpasswort, mit dem Betrachter ohne Passwort ganz ausgesperrt werden. Etwas verwirrend, das Ganze.)

Die Demoversion von PDFKey entschlüsselt leider nur eine Seite, sodass man nur beschränkt testen kann, wie leistungsfähig die Software wirklich ist. Ich hatte den Eindruck, dass das Programm seine Arbeit gut macht. Ich habe kein PDF mit Restriktionen gefunden, die nicht entfernt werden konnten. Jedoch hatte ich bei verschiedenen PDFs das Problem, dass das neu angelegte, entschlüsselte PDF irgendwie umcodiert wurde und beim Kopieren von Text aus dem PDF komische Zeichen beim Einfügen im Zieldokument ankamen. Ob dies wie vermutet an einer Umcodierung liegt oder schon am ursprünglichen PDF, kann ich aber nicht sicher sagen. Sei es, wie es sei.

Ein Programm zum Entfernen von PDF-Restriktionen kann sehr nützlich sein. In der Regel wird es aber für die meisten Anwender so sein, dass man diese Art von Funktionalität nur ein paar Mal im Jahr braucht, wenn es hoch kommt. Und ob man sich dann ein Programm für 25 $ kaufen mag, ist sicher fraglich. Ab und an gibt es natürlich irgendwo eine Promoaktion oder ein Bundle, aber zum Vollpreis bin ich nicht an Board.

Do-it-yourself: PDF-Restriction-Cleaner Droplet

In MacUpdate-Forum hatte ein Benutzer darauf hingewiesen, dass man auch mit Hilfe von MuPDF, einer grob gesagt auf Ghostscript basierenden opensource PDF-Parsing-Library, die Restriktionen von PDFs entfernen könne. Und das stimmt auch.

Bei MuPDF für Mac OS X ist unter anderem das Kommandozeilenwerkzeugen pdfclean enthalten, dass genau diese Aufgabe erfüllt.

Hier noch ein vorher / nachher Bild eines mit pdfclean bearbeiteten PDFs:

restrictedpdf-2010-04-23-23-54.pngunrestrictedpdf-2010-04-23-23-54.png

Nach der Anwendung von pdfclean hat man die vollständigen Zugriffsrechte und das PDF kann geändert werden und Kommentare und Notizen (nativ) hinzugefügt werden.

Da die Bedienung von pdfclean vom Terminal aus aber nicht immer so viel Spaß macht, habe ich ein kleines AppleScript Droplet geschrieben, das die Sache noch einfacher macht. Im Folgenden findet sich eine verbesserte Version meines Codes wieder.

Handlungsanweisung: (Version 2)

  1. Man lade sich MuPDF, entpacken es und lege es an einem Ort seiner Wahl ab.
  1. Man nehme den AppleScript-Editor und füge folgenden Code ein und passen den Pfad „/Applications/Tools/mupdf/pdfclean“ nach den eigenen Gegebenheiten an:

-- if applet is double-clicked

set this to the POSIX path choose file with prompt "Select PDF-file to clean:"

set this_path to the POSIX path of this

#display dialog (this_path)

do shell script "/Applications/Tools/mupdf/pdfclean " & this_path & " " & this_path & "_unrestricted.pdf"

-- or if the file is drag and dropped

on open these

        repeat with this in these

                set this_path to the POSIX path of this

                #display dialog (this_path)

                do shell script "/Applications/Tools/mupdf/pdfclean " & this_path & " " & this_path & "_unrestricted.pdf"

        end repeat

end open

  1. Man übersetzte das Script (mit dem Hammer, ^_°) und speichere es unter einem gefälligen Namen, z.B. PdfClean, als „Programm“ im AppleScript-Editor.

PDFs können nun auf das neue Droplet-Programm per Drag&Drop abgelegt werden. Die neuen Dateien erscheinen an dem Ort an dem auch die Ausgangsdatei befindet mit dem Anhängsel _unrestricted.pdf.

Nachtrag: Mit der neuen, zweiten Version des Codes kann man das AppleScript-Programm nun auch direkt starten und dann einen zu Entsichernde PDF-Datei auswählen.

Select-PDF-file-to-clean-2010-04-23-23-54.jpg

Wer Probleme mit dem AppleScript-Editor hat, findet Hilfe in folgendem Video. Mir hat es geholfen.

Wer Ästhet ist, kann auch noch ein schickeres Logo für das neue Droplet - wie gewohnt bei Mac OS X Apps - vergeben. Hier ein Versuch von mir als PNG. Img2icns kann bei der Umwandlung in ein Mac Icon helfen.

PDF-Locked-128-2010-04-23-23-54.png

Viel Spaß damit.