Posts mit dem Label Time Machine werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Time Machine werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 24. Juni 2014

Welche Verzeichnisse sollten ggf. von TimeMachine-Backups ausgeschlossen werden

Time Machine ist eine nützliche und einfach zu nutzende Backuplösung für den Alltag. Wer jedoch viel Daten produziert, umkopiert, usw. wird leider auch bei einer großen Backup-Platte feststellen müssen, dass diese zusehends vollläuft.

Man muss jedoch nicht alles auf seinem Rechner mit TM sichern lassen. Schließt man einige Verzeichnisse vom Backup aus, geht das Backup schneller und verbraucht wesentlich weniger Platz. Da der Inhalt von ausgeschlossenen Verzeichnissen nicht gesichert wird, besteht allerdings die Gefahr, dass bei einem Festplattencrash o. Ä. Daten verloren gehen. Es kommen daher vor allem jene Verzeichnisse zum Ausschließen in Frage, die aus anderen Quellen (Internet, Installationsmedium, etc.) leicht wieder hergestellt werden können. Wichtige Dinge, die sonst nicht gesichert sind, sollten freilich nicht ausgeschlossen werden (außer Datenschutzbestimmungen verlangen dies explizit, aber das ist ein Spezialproblem.).

Was soll oder könnte m aber ausschließen? Hier eine Liste der interessantesten Ordner mit einem kurzen Kommentar dazu:

/Applications – der Anwendungsordner ist wahrscheinlich ein ziemlich dicker Fisch. Falls man für die Installationspakete von allen Programmen sowieso gespeichert hat, kann man auf vielleicht auf die Sicherung des Ordners verzichten. Ich würde es allerdings nicht empfehlen, da so manches (automatische) Update unliebsame Überraschungen bereithält und man lieber wieder die alte Version wiederherstellt.

~/Downloads – je nach Fleiß liegen in diesem Ordner Tonnen von Dateien. Vieles lohnt wahrscheinlich nicht der Sicherung und bläht das Backup nur unnötig auf. Alle Downloads mag ich allerdings auch nicht ausschließen; ich verwende daher für tendenziell unwichtige Downloads einen (bzw. mehrere) Exclude-Ordner, die ich explizit aus dem Backup ausschließe.

/Users/[user]/Library/Caches & /Library/Caches – Caches können sehr viel Platz beleben und brauchen nicht gesichert werden, da es sich (in aller Regel) nur um Vorgangsdaten, wie etwa dem Browser-Cache, handelt.
Selbst wer sehr vorsichtig ist, sollte trotzdem die dicksten Brocken in den Cache-Ordnern (Browser, Converter & Telefon-Software, etc.) ausschließen.

/Users/[user]/.Trash & /.Trashes
 – Hier scheiden sich die Geister. Manche Leute finden es sinnvoll den Papierkorb zu sichern, manche finden es gerade zu bedenklich. Ich sichere.

Hier noch einige weitere Kandidaten:

/Library/Audio – Hier kann sich auch sehr viel Müll verbergern, insbesondere wenn man GarageBand samples erstellt.

/Users/[user]/Music/iTunes/iTunes Music/Podcasts – Wer Podcasts nicht für die Nachwelt aufbewahrt, sondern nur einmal durchhört, kann hier wahrscheinlich einiges sparen; die Podcasts können zudem bei Bedarf neu geladen werden (wer keine schnelle Internet-Verbindung hat, kann über eine Sicherung nachdenken).

Schließlich währen noch einige Apps zu benennen, die eine Menge (unnötigen) Platz im Backup belegen können.

Virtualisierungssoftware

Parallels (/Users/[user]/Library/Parallels) / VMware (/Users/[user]/Documents/Virtual Machines) – die Images virtueller Maschinen sind mittlerweile häufig so groß (25GB+), dass diese sich nicht mehr sinnvoll einfach mal so sichern lassen, ohne Gefahr zu laufen, ständig mit einem vollen Backup-Drive kämpfen zu  müssen. Ich sichere meine Images daher in regelmäßigen Abständen in einem Zug, und nicht inkrementell mit Time Machine.

Wer ein fleißiger Schreiber ist (oder fauler Sortierer) hat wahrscheinlich auch so manches Päckchen in seinem Email-Datenordner liegen. Die Emails sollten auf jeden Fall gesichert werden, allerdings braucht man den Download-Ordern für geöffnete Anhänge nicht mit sichern; das ist nur doppelt gemoppelt. Man kann den Ordner auch öfter mal ausmisten.
/Users/[user]/Library/Mail Downloads

Negativ aufgefallen sind mir auch die Desktop-Suits von verschiedenen Handys (Windows Phone Connector, Nokia-Suite, etc in ~/Library/Application Support/...). Diese erstellen oftmals Kopien der übertragenen Dateien und legen bei Updates teilweise Backup-Images der Phone-Installationen an. Da sind schnell einige Gigabyte zusammen.

Es gäbe noch einige System-Ordner mit temporären Dateien, aber hier kann man in der Regel nicht viel Einsparen, sodass der Aufwand m.M. nicht lohnt.

Noch ein Wort der Warnung: Wer nicht genau weiß was er tut, sollte lieber keiner Änderungen vornehmen und Time Machine einfach machen lassen.

Samstag, 4. Februar 2012

Warnung vor dem Rosetta-Töter: Apple Sicherheitsupdate 2012-001 Version 1.0

Das Securityupdate 2012-001 für Snow Leopard, MAC OS 10.6, hat sich für viele als Danaergeschenk erwiesen.

Aufgrund eines Fehlers im Security-Update Version 1.0 funktionierte alte Anwendungen, die auf Rosetta / PowerPC-Code oder bestimmte APIs zugreifen zuverlässig nicht mehr.
Besonders ältere Versionen von MS Office (2004), Freehand aber auch AppleWorks stürzten entweder sofort ab oder die Speichern / Öffnen / Druck-Dialoge wurden nicht  angezeigt - was natürlich genauso der Super-GAU ist.

Auslöser war scheinbar ein Bug bzw. die Verschärfung von Sicherheitsregeln im ImageIO-Framework, die besagte Probleme zur Folge hatte. Diese Änderungen wurden nun scheinbar wieder entfernt. Was aufgrund von Sicherheitsaspekten vielleicht auch nicht uneingeschränkt positiv zu bewerten ist.

Ich hatte das Update in der verbuggten Version leider schon installiert und dann – aus bedachte, dass Apple vielleicht keinen Fix oder erst nach längerer Zeit bringt – mein System zurückgesetzt, auch wenn ich erst nach einem Tag dem Übeltäter auf die Schliche gekommen bin und damit nicht einfach das neuste Time Machine Backup verwenden konnte. Dazu später mehr.

In der zwischenzeit hatten nämlich auch findige Studenten selbst einen Patch namens RosettaFix geschnürt. Auch bei denjenigen, die diesen Fix oder selbst Hand angelegt haben, scheint laut der Aussage Betroffener in Apple-Supportforen das Sicherheitsupdate 2012-001 in der Version 1.1 alle Probleme zu lösen.

Hier jedoch einige warnende Worte, die ich von Frank_m zitieren möchte (Hervorhebung von mir):

"Think twice before using the solution above. I got it to work, but then I realized that this was altering my OS at the deepest level- and their is no uninstaller provided as of this writing. That could have ramifications when Apple releases a fix of their own: your system will then be left in an uncertain state.
If you can get by a few days without printing from Rosetta apps, or a fix for other issues you are having, it might be best to wait for the official fix."

Das Problem und das ganze Drumherum hat sich nun zwar als harmlos erweisen, allerdings muss ich Frank hier vollkommen recht geben: Ein Quickfix kann schnell nach hinten losgehen - weshalb ich mich, trotz des mehraufwands, für die sichere Variante entschieden habe und mein System per Time Machine zurückgesetzt habe. Da ich nun den gestrigen Abend verbracht habe, ärgere ich mich zwar etwas, dass Apple doch so schnell reagiert hat; aber im Grund freue ich mich doch – für die Apple-Community und für Apple als Unternehmen. So brauche ich mich weniger den quälenden Gedanken fahnenflüchtig zu werden, und das OS-Lager auf kurz oder lang zu wechseln, aussetzen. :)

 

Sonntag, 10. April 2011

Itunes: Geräte deaktivieren, die man nicht mehr besitzt

Ich hatte mir vergangenen Herbst einen neuen Mac Mini zugelegt und das zuvor erstandene Modell weiterverkauft.
Leider hatte ich vergessen, meinen alten Mini bei iTunes zu deaktivieren. In so einem Fall muss man den Apple bzw. iTunes Support um Hilfe bitten.
Der Support hat in so einem Fall leider nicht die Möglichkeit einzelne Computer zu deaktivieren, werden alle mit dem eigenen iTunes Store Account verbundenen Computer deaktiviert. Man kann / muss im Anschluss die Computer und Geräte, die man weiter verwenden möchten, erneut aktivieren.
Eine genaue Anleitung zum Aktivieren und Deaktivieren von Computern für die Wiedergabe Ihrer iTunes Einkäufe findet man in folgenden Support-Artikel.
Wenn man ein mit iTunes verbundenes Gerät repariert oder ersetzt, sollte man es also am Besten vorher deaktivieren. Näheres in folgenden Support-Artikel.
Einmal im Jahr kann man, wenn die fünf Aktivierungen erreicht sind, den Aktivierungszähler zurücksetzen. Dazu klickt man in iTunes auf dem Bildschirm mit den Account-Informationen auf "Alle deaktivieren". Die Taste "Alle deaktivieren" wird nicht angezeigt, wenn weniger als 5 Computer aktiviert sind oder falls die Option bereits in den letzten 12 Monaten verwendet wurde.
Ich hatte meinen neuen Mini einfach per Timemachine-Backup wiederhergestellt und gar nicht gemerkt, dass die iTunes-Aktivierung verloren ging. Aufgefallen ist mir dies erst als ständig die Meldung: ''Verbindung zum iTunes Store wird hergestellt ...''

Samstag, 10. Juli 2010

Time Machine Backup verzögert

TMVerzoegert-2010-07-10-18-04.jpg

So genial Time Machine sein mag, ab und an läuft auch hier etwas schief.

Deshalb hier wiederum einen kleinen Beitrag zu der recht häufig auftretenden Warn- bzw. Fehlermeldung: Time Machine Backup verzögert.

Wenn man eine zeitlang kein Backup mit Time Machine angelegt hat, zeigt das Logo in der Menüleiste ein Ausrufezeichen und der Backup-Status im TM-Fenster lautet „Verzögert“, um einen daran zu erinnern wieder einmal ein Backup anzulegen.

Hier einige Fälle bei denen die die Warnung „Backup verzögert“ anzutreffen ist:

1) Am häufigsten tritt diese Meldung auf, wenn man sein Backupvolumen auf einer externen Festplatte hat und diese schon länger nicht mehr eingeschaltet hat.

2) Ebenfalls erscheint die Warnmeldung, wenn man das automatische Backup mehrmals per Hand angehalten hat.

In beiden Fällen ist die Lösung einfach, man muss Time Machine seine Arbeit machen lassen und sicherstellen, dass dies auch möglich ist, zum Beispiel indem man die Platte zum Sichern anschließt bzw. aktiviert.

3) Manchmal bekommt TM den Wechseln des Sicherungslaufwerks nicht ganz mit und es erscheint trotz des (neuen) angestöpselten Laufwerks der Warnhinweis. Ob dies der Fall ist, kontrolliert man in den Systemeinstellungen: in der Reihe System > Time Machine öffnen und „Volume auswählen...“ anklicken. Hier ist nun zu überprüfen, dass das neue Laufwerk auch in der Liste ist. Ist dies nicht der Fall, wählt man es aus und kann daraufhin auch gleich das Backup starten bzw. wartet, bis es von alleine startet (teilweise besser).

4) In seltenen Fällen kommt die Konfiguration von TM durcheinander (siehe Punkt 3). Manchmal hilft auch der Tipp bei Punkt drei nicht. Teilweise wird dann empfohlen, die Time Machine Voreinstellungsdatei (.pref) im Ordner Preferences löschen und die gewünschten Einstellungen danach erneut vorzunehmen.

Backups sind unbestritten wichtig. Nicht zuletzt deshalb sollte man versuchen Sicherungen ohne längere Verzögerung parat zu haben. Auch wenn man nur sehr selten auf die Sicherung zurückgreifen braucht, erweist sich ein möglichst aktuelles Backup im Fall des Falles als umso nützlicher.

Samstag, 15. Mai 2010

Probleme mit Time Machine: Kein Platz für Backup?

Probleme mit Time Machine gibt es gar nicht so selten, beziehungsweise fallen diese stärker auf. Das liegt nicht zuletzt daran, dass man sich sonst gar nicht um seine Backups kümmern muss und dann umso weniger erwartet, dass plötzlich Fehler auftreten.

Insgesamt ist die Bandbreite möglicher Fehler relativ groß, sodass man kaum allgemeine Lösungsvorschläge unterbreiten kann. Häufig kommt man nicht darum herum im Mac Foren (wie MacUser.de, apfeltalk.de oder maccommunity.de) nachzufragen. Immer zu empfehlen und gut ist es natürlich auch ein (zweites) Backup zu haben, dass man einspielen könnte. Als Ergänzung zu Time Machine empfehlen sich hier SuperDuper und Carbon Copy Cloner. Damit lassen sich auch bootbare Backups anlegen. (Clonen kann man eine Festplatte jedoch auch sehr gut mit Bordmitteln, mit dem Festplatten-Diestprogramm über „Wiederherstellen“, durchführen.)

Um etwas mehr über die von Time Machine angezeigte Fehlermeldung zu erfahren, kann man Programme wie TM Error Logger zu Rate ziehen. Es verrät, was hinter der Fehlernummer der Logfiles von Time Machine steckt, wenn auch nur in English. Dazu wird das aktuelle Protokoll von Time Machine angezeigt und man kann ggf. den problembeladenen Ordner öffnen. Insgesamt ist aber auch diese Hilfestellung nur sehr gering.

Zur alltäglichen Überwachung von Time Machine kann etwa BackupLoupe, das anzeigt, welche Änderungen ins aktuelle Backup eingeflossen sind, nützlich sein (wirklich zu empfehlen und auch die 1,5 „Spende“ Wert); noch hübscher erledigt Back-in-Time diese Aufgabe.

Soviel zu den allgemeinen Hinweisen. Hier nun zum konkreten Problem.

Gestern schlug bei mir das automatische Time Machine Backup fehl. Als Meldung wurde ausgegeben:

Dieses Backup ist zu groß für das Backup-Volmen. Für das Backup werden X GB benötigt, aber nur x GB sind verfügbar.

395694-1-2010-05-15-20-45.jpg

Wie kam es dazu?

Ich hatte einige DVD-Images, die zuvor von TM ausgeschlossen waren (unter Optionen ...) verschoben. Dadurch waren diese nicht mehr ausgenommen und beim nächsten automatischen Backup wurden diese Daten mit in die zu sichernden Änderungen aufgenommen. Mein Backup ist damit sprunghaft um 40 GB angewachsen.

Time Machine hatte nun versucht Platz zu schaffen und hat alle älteren Backups gelöscht. Bis auf das letzte.

Danach reichte der Platz aber immer noch nicht.

Nun befand sich TM in einer Zwickmühle: Um genügend Platz für das neue (aufgeblähte) Backup zu schaffen hätte es auch noch die letzte vollständige Sicherung löschen müssen. Dies ist TM aber nicht möglich, was sinnvoll ist. Denn wenn bei dem neuen Backup etwas schief geht, steht man ohne funktionierendes Backup da.

An dieser Stelle muss nun also der User tätig werden.

  1. Man kann nun, wenn die zu sichernden Daten wirklich stark angewachsen sind, das letzte Backup per Hand löschen. (z.B. mit dem Festplatten-Dienstprogramm) oder das TM Volume vergrößern.
  2. Wenn sich irgendwelche ungewollten Daten in das Backup eingeschlichen haben, wie bei mir, kann man diese wieder ausschließen oder ggf. löschen. Man kann auch einzelne Sicherungsstände aus der TimeMachine-Sicherung löschen. Dazu wird Time Machine gestartet, zu einem bestimmten Datum / Sicherung navigiert und über das Zahnrad des Finders „Sicherung löschen“ gewählt.TMBackupRemove2-2010-05-15-20-45.jpg
  3. Als Versuch bei Problemen habe ich gelesen hilft es auch manchmal das Time Machine Volumen neu auszuwählen. Teilweise kann TM dann seinen Probleme beim nächsten automatischen Backup selbst lösen.

Dieser Fehler sollte rein logisch nicht auftreten können, wenn das Time Machine Volume mindestens doppelt so groß ist wie die zu sichernde Festplatte.