Donnerstag, 16. Oktober 2014

Endlich: Mac Mini 2014 von Apple vorgestellt

Eine gefühlte Ewigkeit hat es gedauert, doch heute war es endlich soweit: Apple hat den neuen Mac Mini vorgestellt.

Mit dem neuen Mini kommt nicht nur frische Hardware, sondern – wie vermutet – ein etwas niedrigerer Preis: Schon ab 519 Euro kann man den kleinsten aller Macs ab sofort bestellt.

Mac Mini 2014

Optisch bleibt alles beim Alten: 3,6cm niedrig, 1,2kg leicht – und trotz der kompakten Maße ein richtiges Arbeitstier.

Unter der Haube kommen wieder Intels Core i5- und i7 zum Einsatz. Es gibt drei Basis-Varianten mit 1,4, 2,6 und 2,8 Gigahertz Leistung.

Die kleinste Variante ab 519,- € mit 1,4GHz und 4 Gigabyte Arbeitsspeicher ist meiner Meinung nach indiskutabel und nur etwas für Leute, die auch mal einen Mac ausprobieren wollen. Arbeiten möchte ich damit allerdings nicht müssen. Die i5 CPU kann leistungsmäßig mithalten (man soll sich hier nicht von den 1,4 GHz irreführen lassen), aber 4GB RAM sind bei einer Shared-Memory-Grafikkarte, mit bis zu 1,5 GB Speicherverbrauch, ein No-Go. Wer sich für die kleinste Variante entscheidet, sollte deshalb auf 8 GB RAM erweitern. Denn, anders als früher, kann man scheinbar nicht nachträglich selbst aufrüsten! Siehe unten.

Die mittlere Build-Variante mit 2,6 GHz-CPU inklusive 8 GB RAM und schneller Iris-Grafikkarte ab 719,- € ist dagegen genau richtig. Auch ohne Upgrades ist dieser Mini ein toller Arbeitsrechner! Vergesst nur nicht den obligatorischen Adapter passend für euren Monitor mitzubestellen (hat man schnell verschusselt.…). Wer will, kann aber auch hier noch kräftig upgraden.

Wer noch mehr Power will, wählt dagegen den großen Bruder mit 2,8 GHz-Basis, 1TB-Fusion-Drive und Iris-GPU ab 1019,-€. Mit weiteren Upgrades lässt sich aus dieser Variante ein echtes Monster machen. Sicher kein schlechtes Gerät, aber in der Preisregion würde ich wahrscheinlich eher zu einem anderen Mac greifen.

Der Arbeitsspeicher beträgt nun also mindestens 4 GB, was ansich nicht schlecht ist. Per Upgrade kann man auch 8 oder 16 GB RAM verbauen lassen. Der Aufpreis dafür beträgt allerdings 100,- bzw. satte 300,- €. Hat man nun aber darauf spekuliert, den geringen Arbeitsspeicher selbst aufzurüsten, wird man leider enttäuscht, den der verbaute Arbeitsspeicher soll laut Berichten fest verlötet und somit nicht vom Kunden austauschbar sein! Apple verteidigt hier seine Gewinnmarge auf die harte Tour.

Bei der Festplatte hat man die Wahl zwischen einer konventionellen 500-GB-Festplatte, einem 1000-GB-Fusion Drive oder SSDs mit einer Kapazität von 256, 512 Gigabyte oder einem Terabyte. Die Preise hierfür sind zwar mit bis zu 800,- € happig, aber man bekommt alles, was das Herz begehrt. Die Festplatte soll zwar nach wie vor auch selbst austauschbar sein, ganz einfach ist dies allerdings nicht.

Auch hinsichtlich der Grafikkarte hat sich etwas getan: je nach gewähltem Grundmodell kann man sich  zwischen einer Intel HD 5000 oder einer Intel Iris GPU entscheiden. Von der Leistung her sind beide für heutige Anwendungen und nicht allzu aufwendige Spiele völlig ausreichend. Die Intel Iris (5100) ist letztlich kaum schneller. Beide sind etwa doppelt so schnell, wie die in älteren Modellen zu findende Geforce 9400(M GO). Festzuhalten für die Konfiguration des eigenen Systems bleibt hier aber, dass es sich bei beiden um Shared-Memory-Grafikkarten handelt.

Auch bei den Anschlüssen gibt es Neuerungen: So gibt es nach wie vor vier USB-3.0-Ports, einen Kartenleser, sowie zwei ThunderBolt 2-Anschlüsse (MiniDisplayPort), einen HDMI-Out und den gewohnten Ethernet-Port nebst Audio-Eingang und Kopfhöreranschluss. Das WLAN-Model unterstützt die neusten Standards, ebenso gibt es Bluetooth 4.0.
 

Mac Mini Rückseite 2014

Mit dem Update macht endlich auch der kleinste Mac den Sprung ins Jahr 2014 und wird damit auch fit für das ab Werk installierte Mac OS X Yosemite gemacht, das ebenfalls ab heute ausgerollt wird. 

Update

Erst jetzt hat sich der Umstand, das der Arbeitsspeicher in den neuen Mac Minis festverlötet herumgesprochen, auch wenn Apple den Sachverhalt nicht wirklich hinter'n Berg gehalten hat. Wer die Spezifikationen genau liest, stellt fest, dass aus Arbeitsspeicher LPDDR3 angegeben ist. Dieser sogenannte Low Power DDR-Speicher kann direkt auf das Mainboard gelötet werden. Die Bestätigung folgte auf den Fuß. Verlöteter LPDDR-Speicher ist in vor allem Notebooks sinnvoll, da sich so etwas Strom sparen lässt. In einem Desktop-Computer, der immer am Stromkabel hängt, macht es dagegen erstmal keinen Sinn – außer für Apple, die damit auf die harte Tour zeigen, wie man seine Gewinnmarge verteidigt. Wenn man als Käufer weiß, dass der RAM nicht erweiterbar ist, beißt man notgedrungen in den “sauren Apfel” und kauft gleich ein Modell mit teurer Ausstattung.

Da man den Arbeitsspeicher nun auch nicht mehr austauschen kann, wenn irgendwann im Laufe des Computerlebens Speicherfehler auftreten, bleibt einem als Laie nur der Weg zum Fachmann. Angesichts dieser Entwicklung ist es mehr als angebracht mit Apple Care die Garantie auf drei Jahre zu verlängern, was allerdings noch einmal mit 89,- .€ zu Buche schlägt.

Die Festplatte lässt sich weiterhin wechseln, wie gehabt verfällt dabei allerdings die Garantie. (Es wird allerdings vermehrt eingewendet, dass diese Regelung nicht mit deutschem Recht vereinbar ist. Die Wenigsten werden aber wohl deswegen vor Gericht ziehen und entsprechend die Sachlage erstmal so hinnehmen.)

Der günstigste sinnvolle Mac Mini mit 1,4GHz, 8GB RAM + Apple Care ohne Peripherie  kostet damit 708,- TEURO. In der mittleren Variante mit 2,6Gz, 8GB RAM + Apple sind wir nach Adam Riese bei 808,- TEURO. Da wird sich so mancher, der sich zunächst gefreut hat, enttäuscht abwenden und bei seinem bisherigen Modell bleiben oder weitersehen…

Freitag, 10. Oktober 2014

Kehraus im Play Store: Google löscht 10.000de Chyans-Apps


Palystore clean

Wo gehobelt wird, da fallen Späne, heißt es schon bei Stalin. So auch im Fall der jüngsten Aufräumaktion im Play Store von Google, dem der App-Build Service Chyans von Tobit.Software und andere zum Opfer gefallen sind.

Chyans wurde von zahlreichen kleinen Vereinen, Bloggern und Unternehmen genutzt, um ihre Facebook-Seite oder ihr Blog auf schnell und günstig als eigene App in den Play Store zu bringen. Nach einer Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Google ist damit Schluss. Jeder Betreiber soll selbst als Herausgeber auftreten und nicht mehr unter fremder Flagge segeln – verlangt wird dafür ein nunmehr eigener, kostenpflichter Entwickler-Account. Von dem Kahlschlag betroffen waren allerdings nicht nur tausende Kleinkunden, sondern auch namhafte Vereine wie der 1. FC Köln, Schalke 04 und der L’Oreal-Konzern.

In der Mobile-First Welt braucht jeder, der seine Kunden und Anhänger erreichen will eine eigene App. Der einfachste Weg hierzu ist für viele ein bestehendes Blog oder Facebook-Profil in eine App für Android & Co. verpacken zu lassen. Genau dabei helfen Chyans-Apps, die den technischen Teil der App-Erstellung für ihre Kunden übernehmen. Die Betreiber selbst brauchen nichts zu programmieren, eine Content-Seite – und sei es nur ein Facebook-Profil – reicht schon aus. Vergleichbare Anbieter bringen u. a. WordPress-Seiten aufs Handy. 

Der Kahlschlagaktion ging eine Änderung der AGB des Play Stores voraus. Mit dem Argument die Nutzer besser vor Spam und Malware zu schützen, verlangt Google von nun von jedem App-Betreiber ein eigenes Entwickler-Konto. Apps, die nicht von ihren Betreibern, sondern von Drittanbietern herausgegeben wurden, sind somit nicht mehr erlaubt. Zudem gilt nun, wer als Herausgeber auftreten will, muss einen kostenpflichtigen Entwickler-Account besitzen, für den einmalig 25 Dollar anfallen.

Vergangene Woche war es dann soweit: Kehraus im Play Store

Zehntausende Apps, die diesem Kriterium nicht entsprachen, wurden still und heimlich aus dem Play Store entfernt. Obwohl eine große Anzahl von Kunden betroffen war – es ist die Rede von 50.000 – gab es scheinbar seitens von Tobit.Software als auch seitens von Google keine Benachrichtigung über den Vorgang. Ein Sprecher von Tobit.Software verweist jedoch darauf, dass Google bereits vor der Änderung der AGB mit der Entfernung der Apps begonnen habe. Einige der vom Google in Anschlag gebrachten Gründe für die Entfernung aus dem Play Store Regeln gelten scheinbar bereits seit 2012. Dienstleister wie Chyans wurden insofern bislang nur geduldet. Betroffen sind auch andere Anbieter, die ähnliche Dienste anbieten.

Die Verärgerung der Betroffenen ist leicht nachvollziehbar. Den zahlungskräftigen Kunden und Unternehmen werden die 25 Dollar für ein Entwickler-Konto kaum wehtun. Viel eher stört der Umstand – zeitweise – aus dem Store verschwunden zu sein. Für so manchen Blogger oder Kleinstunternehmer wird sich dagegen nun aber auch die Frage stellen, ob es ihnen tatsächlich Geld wert ist, weiterhin im Play Store aufzutauchen. Für einen Blogger mag es durchaus eine offene Frage sein, ob die Kosten für eine eigene App durch zusätzliche Leser zu rechtfertigen sind.

Ein Trostpflaster bleibt den Betroffenen: So können die aus dem Play Store entfernten Apps unabhängig von einer kostenpflichtigen Neueinstellung im Play Store weiterhin privat als APK verteilt und per Sideload installiert werden. Die iOS-Versionen sind übrigens weiterhin verfügbar!

Das Geschäftsmodell von App-Erstelldienstleistern ist damit nicht am Ende. Wer jedoch gerade jetzt günstig an eine eigene App mit Hilfe eines Drittanbieters kommen möchte, sollte lieber ganz genau hinschauen oder warten, bis sich die Lage geklärt hat, sonst erwischt man vielleicht einen Anbieter, bei dem einem am Ende noch zusätzliche Kosten in Form eines Entwickler-Accounts ins Haus stehen.

Perspektiven für den Play Store

Eins ist klar: Google kann angesichts der schieren Masse an Spam und Abzocker-Apps nicht länger wegschauen. Mittlerweile steht der langfristige Ruf der Google-Plattform auf dem Spiel. So wird etwa von verschiedenen Seiten immer wieder darauf verwiesen, dass aktuell bis zu 99% der Malware auf mobilen Geräten auf Googles Plattform zu finden sind. Auch wenn die Zahl nicht völlig akkurat ist, zeigt sie doch, wie dringlich der Handlungsbedarf ist und welchen weiten Weg Google noch zu gehen hat. Auf diesem Weg wird es Opfer geben und teilweise die vielleicht auch die Falschen treffen, wie die aufgezeigte Aktion verdeutlicht.

Eine seriöse Plattform möglichst ohne Betrüger und Spammer ist nicht ohne Kompromisse und Einschränkungen der Freiheit zu bekommen. Diese schmerzliche Erkenntnis scheint sich nun auch beim Suchmaschinengiganten durchzusetzen. Mit dem Verlust der Freiheit könnte Android allerdings am Ende eines seiner wichtigsten Alleinstellungsmerkmale verlieren; zumindest was das Angebot im Play Store unter der Schirmherrschaft von Google angeht.

Blick zu iPhone & Co.

Probleme mit Scam-Apps gibt es freilich auch auf anderen Plattformen, da machen auch die App Stores von Microsoft und Apple keine Ausnahme. Probleme gab es in letzter Zeit unter anderem mit Fake-Apps: Bekannte Titel, wie VLC, Opera und Google Apps werden immer wieder von einer Vielzahl von Scammern kostenpflichtig angeboten

Es bleibt dennoch zu hoffen, dass die strengeren Richtlinien im App Store von Apple und Microsoft die Gefährdungen durch Malware auch weiterhin fernfhalten können – und Google sein Haus irgendwann mal sauber bekommt.

via meedia.de, stadt-bremerhaven.de, bitpage.de, thewphub.de

Dienstag, 7. Oktober 2014

iPhone 6 Give-away

Kaum ist ein neues iPhone oder iPad erschienen, schon wimmelt es im Internet von Gewinnspielen, welche die neue Hardware mit möglichst viel Aufmerksamkeit wohltätig verteilen wollen. So auch im Fall von etikett.de de, deren iPhone 6 Verlosung sich dem Ende nähert.

Noch bis zum 10.10 habt ihr Zeit per Twiter, Facebook, G+ und Blog euer Fähnchen in den Wind zu hängen und damit am Gewinnspiel teilzunehmen. 

Jeder kann mitmachen und das iPhone gewinnen. Die Teilnahme zum Gewinnspiel kann über verschiedene Aktionen erfolgen. Für jede Aktion bekommst du ein Los, mit mehreren Gewinnchancen steigt die Gesamt-Gewinnchance.

Hier geht’s zum Give-away von etikett.de.

Montag, 6. Oktober 2014

Windows 95 auf einer Smartwatch! Update: auch auf iPhone & Co.

Windows 95 on Gear Live

Was wie ein skurriler Scherz wirkt, ist das Werk eines 16-jährigen Schülers, der in letzter Zeit durch ähnliche Projekte für Aufsehen gesorgt hatte. Nach Doom & Minecraft PE, nun Windows 95.

Mit der Installation des 20 Jahre alten PC-Betriebssystems auf einer Samsung Gear Live hat Corbin Davenport es nun in alle Medien geschafft.

Vollbracht wurde das Kunststück mithilfe des Emulators aDosBox für Android, welcher einen x86-Prozessor nebst DOS-Dateisystem emuliert. Nach dem die APK per Sideload auf die Smartwatch aufgespielt wurde, konnte die Installation von Windows 95 beginnen. Die genauen Schritte erklärt Davenport auf seinem Blog leider nicht. Die Installation wurde aber auf Video dokumentiert.

Das Ganze sieht nicht schön aus und zieht sich wie Gummi, zeigt aber was heutige Kleinstcomputer zu leisten vermögen. Nach dem das System hochgefahren ist, lässt sich tatsächlich der Mausecursor von Windows 95 auf dem 1,6-Zoll-Bildschirm per Touch-Eingabe bewegen, wenn auch nur mit Mühe. Programme lassen sich bislang nicht ausführen, da aufgrund von Beschränkungen des Emulators kein weiterer Arbeitsspeicher zugewiesen werden kann, was aber in zukünftigen Anläufen noch werden kann.

 

Update

Wie sich zeigt, gab es derartige Experiment schon füher: So findet sich auf Youtube Videos, in denen Windows 3.1, Windows 95 und Windows 98 auf älteren Nokia-Handys sowie Win3.11/Win95, und sogar  Windows XP und Windows 7 auf gejailbreakten iPhones auf die gleiche Art – mehr oder weniger erfolgreich – installiert wurde. Vielleicht kommt jetzt auch der ein oder andere von euch auf spannend-gruselige Ideen und startet ein ähnliches Projekt.

Have a lot of fun!

Samstag, 27. September 2014

Neuer Mac Mini im Oktober?

Lange nichts gehört, doch nun soll es mal wieder so weit sein. Nach zwei Jahren soll es wieder ein neues Modell des Mac Mini geben.

Macmini 1

Orientiert man sich an den Hardware-Updates von Apple in den vergangenen Monaten, so ist nicht nur eine Aktualisierung der Hardware auszugehen, sondern vielleicht auch eine Reduzierung des Preises.

Hinweise auf ein neues Modell finden sich bereits seit einiger Zeit auf den Apple Support-Seiten, die das neue Modell erwähnen.

Einige Stimmen hatten erst mit einer späteren Ankündigung eines neuen Modells gerechnet, da die nächste, stark verbesserte Intel-CPU-Generation namens Broadwell noch nicht bereitsteht.

Nun verdichten sich die Gerüchte, dass der die aktualisierte Fassung des Mac Mini bereits im Rahmen des iPad-Events im Oktober vorgestellt werden könnten, da hier – wie bereits bekannt wurde – die neue Version des Betriebssystems Mac OS X Yosemite – vorgestellt wird.

Preise, Termine und technische Daten sind freilich noch nicht bekannt, alles also noch Gerücht. Es bleibt nur zu hoffen, dass Apple vom Salzstreuer ablässt. :)

Montag, 22. September 2014

At Last: VLC 2.2/3.0 Nightly mit Resume gelandet!

Lange hat es gedauert, aber endlich steht eine funktionierender Nightly-Build der kommenden VLC 2.2/3.0 Version mit der lange vermissten "Resume / Continue Playback from Last Scene" zum Download bereit! Der Mangel war in den letzten Monaten um so schmerzlicher, als eine vormals funktionierende Resume-Lösung per Lua-Erweiterung seit v2.1.x nicht mehr unterstützt wird: Wir haben berichtet: VLC Wiedergabe an letzter Position fortsetzen: Resume per Extension

Was ist neu, wie sieht die Film-Fortsetzen-Funktion aus?
Bricht man in der kommenden VLC Version 2.2/3.0 ein Video an einer beliebigen Stelle ab, so wird beim nächsten Öffnen ein modaler Dialog angezeigt, wie ihr unten seht.

Angeboten den Film an der letzten Stelle fortzusetzen, dies in Zukunft immer zu tun, oder von vorn zu beginnen (Restart).
Eine Übersetzung scheint es für die Funktion noch nicht zu geben, was wohl dem unfertigen Entwicklungsstand geschuldet ist.

VLC3 Resume

Anmerkung: Der Build lässt sich auch parallel zu einer vorhandenen Installation von VLC (2.1) nutzen!

Ich für meinen Teil bin etwas erleichtert und habe für Weihnachten schon eine Spende an das VLC-Team vorgemerkt (Wikipedia bekommt diesmal nix!)

 

Sonntag, 21. September 2014

Frischer WebKit-Browser für ältere Macs

 Apple aktualisiert seinen Safari-Browser für ältere Mac OS X Versionen nach erscheinen einer neuen Hauptversion leider nicht mehr. Besonders eklatant ist dies unter Mac OS 10.5 (Leopard), das letzte Betriebssystem, das PowerPC-Macs unterstützt; sowie auch unter 10.6 (Snow Leopard), das zwar noch immer eine relativ große Anzahl an Nutzer hat, aber mit dem veralteten Safari 5.1 auskommen muss. Doch es gibt Abhilfe:

Wer auf einem älteren Mac auf der Suche nach einem aktuellen Ersatzbrowser für Safari mit WebKit-Basis ist, dem wird mit dem Open-Sourceprojekt Leopard WebKit weitergeholfen. 

Webkit Logo

Die App liefert intern die jeweils neuesten vorhandenen WebKit-Builds aus Apples Open-Source-Repository, verfügt über einen schnellen und aktuellen JavaScript-Kern und – was das entscheidende ist – wird regelmäßig aktualisiert.
Verfügbar ist Leopard WebKit über die Projektseite oder als Direkt-Download bei MacUpdate. Auf der Projektseite gibt es neben der aktuellen stabile Version auch unstabile Nightlys zu haben.

Mittels Leopard WebKit lassen sich auch aktualisierte Sicherheitszertifikate auf den Snow/Leopard-Mac holen, die dem Stand von OS X 10.9 entsprechen. Zudem soll auf ausreichend schnellen Maschinen auch eine Wiedergabe von HTML-5-Video im Vollbild möglich sein. Leopard WebKit ist kostenlos, der Entwickler Tobias Netzel würde sich aber sicher über etwas Unterstützung oder eine kleine Spende freuen.

Um den Browser unter Mac OS 10.6 / Snow Leopard nutzen zu können, muss Safari leider erst auf Version 5.0.5 zurückgesetzt werden. Eine Anleitung hierfür findet sich im Download-Archiv "Universal 10.5-10.6" auf der Projektseite.

Roccat Browser Logo

via. Mac&i

#Update 1: Als aktiv gepflegte Safari-Alternative für Snow Leopard kann ich zudem Roccat-Browser sowie die ggf. die hier genannten empfehlen.
(Raccot ist kürzlich in Version 4.0 erschienen,  einige Benutzer empfehlen jedoch die Version 3.9 (auch unter neueren Systemen) weiterzuverwenden.)

TenFourFox

 

 PS: Für noch ältere Macs mit OS 10.4 steht der bis heute gepflegte auf Firefox basierende TenFourFox zur Verfügung.
 Es gibt auch einen alten WebKit-Port für 10.4 namens TenFourKit, zu der allerdings nichts sagen kann. 

Sonntag, 14. September 2014

Firefox Schnellstart-Seite anpassen: mehr als 9 Quick Links

Seit ich Firefox wieder öfter verwende, treibt mich selbstredend das Verlangen einige Dinge in meinem Sinn anzupassen. Firefox 30 Mac OSXIch finde es gut, dass Firefox seit einiger Zeit wie andere Browser eine übersichtliche Schnellstart-Seite mit Links zu den am häufigsten verwendeten Seiten zeigt – was weitestgehend der Funktionalität von Chrome oder den Top Sites in Safari entspricht. (Früher hatte ich hierfür immer FF-Plugins wie Speed-dail verwendet… but no more)

Leider bietet die eingebaute Startseite nur Links; was für mich doch etwas wenig ist.
Über die interne Konfiguration lässt sich allerdings Abhilfe schaffen: 

Wie üblich: about:config in die Adresszeile eingeben, Warnhinweis bestätigen und nach folgenden Einstellungen suchen:

browser.newtabpage.columns (Standardwert 3 -> empfehle 4)
browser.newtabpage.rows (Standardwert 3)

auf diese Zeilen Doppelklicken und die Werte wie gewünscht anpassen.
Je nachdem welche Werte man für dir Reihen und Spalten einstellt, können die Vorschaubilder verzerrt sein.

Sie auch: http://kb.mozillazine.org/about:config

Wer sich die Finger nicht schmutzig machen will, kann auch zu folgendem Add-On greifen: New Tab Tools 

https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/speed-dial/

Dienstag, 26. August 2014

iTunes-Tipp: Per Script Zum aktuellen Titel in Musik-Sammlung springen

Das schon vor einiger Zeit runderneuerte iTunes 11 machte anfänglich viele Nutzer unglücklich. Dies lag vor allem an der neuen zwangsverordneten Alben-Darstellung der Musik-Sammlung. Nach langem Bitten und Drängeln hatte Apple aber doch Einsicht; und so konnte im Zuge späterer Updates mehr und mehr das alte Look & Feel bei Bedarf wiederhergestellt werde. Ebenso wurden schmerzliche vermisste Funktionen nachgereicht. 
Itunes yosemite mavericksMit OSX 10.10 Yosemite steht bald wieder ein neues Update ins Hause; iTunes bewegt sich (doch): Rot ist das neue Blau, wie sich ein (bunter) Vergleich der Icons zeigt. :)

Dazu gehört(e) bei iTunes 11 zunächst auch die Sprung-Funktion "Zum aktuellen Titel" im iTunes-Menü "Steuerung".
Mancher war es, wie ich, seit Jahren gewohnt zum aktuellen Titel mit dem Kurzbefehl ⌘ + L zum aktuellen Titel in iTunes zu springen.
In Version 11 hatte man den Kurzbefehl für diese nützliche Funktion erstmal vergessen. Doppel-Minus (heute heißt es wohl: Dislike)

Der Kurzbefehl wurde zwar bald wieder zur Verfügung gestellt, macht aber nicht (mehr) immer das, was man eigentlich möchte: mit dem Kurzbefehl ⌘+L gelangt man nun zwar wieder zum aktuell gespielten Titel, jedoch nicht zwangsweise in der Musik-Sammlung bzw. dem zugehörigen Album sondern an die Stelle, von der aus der Titel gerade gespielt wird – dies kann auch eine Playlist, zuletzt gespielte Titel, o. Ä. sein. Das ist zwar kein Totalausfahl, weil so etwa auch die Titel-Informationen (⌘+i) bearbeiten kann.

Manche Dinge, wie z. B. löschen von Titeln, kann man aber nur, wenn man ihn in iTunes in der Bibliothek (Musik, Film, Podcasts, etc.) ausgewählt hat.

Hier hilft einem das Springen zum aktuellen Titel also nicht  weiter, wenn es sich um eine Playlist handelt (man könnte den Titel dann höchstens von Playlist entfernen).

Lange Zeit hatte ich in solchen Fällen dann die Suche in iTunes aufgerufen (⌘+F), den Namen des Liedes eingegeben, Sekundär-Klick auf den Track, um das Kontextmenü zu öffnen und schließlich "Gehe zu Titel" geklickt. *puh*
Ganz schön anstrengend! So kommt man aber wenigstens zum gesuchten Titel in der Musik-Sammlung. Wenn man jetzt aber noch mit Duplikaten zu kämpfen hat, wird die Sache nicht nur anstrengend, sondern schnell auch unübersichtlich & fehlerträchtig.

Zum Glück geht es auch einfacher mit Hilfe eines AppleScripts für iTunes.

1. Dazu muss folgender Code ins AppleScript-Editor.app eingefügt & übersetzt werden

tell application "iTunes"

activate

try

set dbid to (get database ID of current track)

set musicLib to some playlist whose special kind is Music

set theTrack to some track of musicLib whose database ID is dbid

revealtheTrack

end try

end tell

2 und als Script (.scpt) in eurem Home-Verzeichnis unter ~/LibraryiTunes/Scripts abgespeichert werden z. B. als Reveal current song.scpt o. Ä.

3. nach einem Neustart von iTunes findet sich zwischen Fenster und Hilfe im iTunes-Menü nun das Script-Symbol) über das man das Skript aufrufen kann.
Man kann ggf. noch einen eigenen Tastaturkurzbefehl über die Systemsteuerung vergeben.

Alternativ kann man das Skript mittels eines Launchers wie Alfred oder Quicksilver starten; was wohl am komfortabelsten ist…

Statt nun auch noch eine lange Beschreibung zu liefern, wie man dies in Alfred einrichtet, hier nur kurz ein Screenshot meiner Erweiterung
– und, für die ganz Faulen, ein Download-Link zum AppleScript von oben und der Extension (müsste mit Alfred v1 & v2 kompatibel sein).

Lob & Dank an mich.

Alfred Extension Reveal current itunes Song in musik library 1

Dienstag, 19. August 2014

Apps und Prozesse anhalten, fortsetzen und priorisieren - mehr CPU im Nu

Nach einem OSX Update oder der Aktualisierung eines Apps auf eine neue Version stellt man leider häufig fest, dass die Hardware immer mehr ins Schwitzen kommt und die Arbeit zunehmend zäh von der Hand geht. Wer die Zeichen der Zeit richtig deutet, sollte an ein Systemupgrade bzw. eine Neuanschaffung denken; Apple wird es sicher freuen.

Wer aber einen älteren Mac auch ohne Upgrade gerne noch etwas verwenden möchte und trotzdem mit der neuen Software flüssig weiterarbeiten möchte, dem könnte folgender Tipp helfen: anhalten & fortsetzen von Apps & Prozessen

Das ist insbesondere dann nützlich, 
- wenn ein App viel Ressourcen verbraucht, man es nicht beenden möchte, aber kurzfristig etwas anderes machen möchte (Stichwort: Browserfenster mit 50 offenen Tabs)
- oder ein langlaufender Prozess im Hintergrund nicht angehalten werden kann, jedoch die Rechnerkapazität zwischenzeitlich anderweitig benötigt (Stichwort: Videobearbeitung)
- und/oder der Rechner aufgrund hoher CPU-Last unangenehm heiß wird 
- und die Akkulaufzeit optimieren möchte! 

Wie wird’s gemacht? 

Vor einiger Zeit hatte ich beschrieben, wie man Prozesse unter OSX im Terminal anhält & fortsetzt; aber – wie so oft – gibt es hierfür auch ein Reihe von nettens Apps.

Freezer LogoVorstellen möchte ich hier zunächst Freezer (ab 10.4). Damit lassen sich Apps und Prozesse anhalten & fortsetzten sowie in ihrer CPU-Priorität per Mausklick anpassen.

Freezer ScreenShotFreezer findet sich nach dem Start in der Menübar wieder. Es zeigt die  laufenden Apps und ermöglicht diese
- einzufrieren, zu fokussieren & in ihrer Priorität anzupassen:

    FreezerMenu2

1.  Mit Freeze und respektive Unfreeze lassen sich ausgewählte Prozesse anhalten & fortsetzen.

  - Bereits eingefrorene Prozesse werden durch eine blaue LED gekennzeichnet. 

2. Fokussieren bedeutet dabei, alle Prozesse außer dem ausgewählten, angehalten werden. 

3. Mit der Anpassung der Priorität lässt sich erreichen, dass bestimmte Prozesse bei der Zuteilung der verfügbaren Rechenzeit bevorzugt (+) bzw. benachteiligt (-) werden.

Freezer Prioritys

 

 

 

 

 

 

Ein ganz ähnliches Programm, das noch einen Schritt weiter geht, ist App Tamer (aktuell ab 10.7, Versionen 1.3.2 für 10.5/10.6)

AppTamer

App Tamer versucht zu ermitteln, welche Programme gerade nicht benötigt werden und unnötig CPU verbrauchen, um diese dann einzuschläfern und wieder auf aufzuwecken, wenn sie benötigt werden.

AppTamerV2

Damit lässt sich auf älteren Systemen eine Funktion nachrüsten, die Mac OSX selbst erst ab Mavericks bietet.


App Tamer V2 erlaubt in der Version 2 app-spezifische Prozesslimits zu definieren; das kann auch Mac OS 10.9 aka Mavericks nicht.

Meiner Erfahrung nach funktioniert App Tamer ganz gut und kann sich in der Anschaffung durchaus lohnen. Teilweise muss man jedoch per Hand eingreifen, wenn etwa der Finder angehalten wurde.

Hier noch ein Artikel mit Screenshots von App Tamer V1.

 

 Nun noch ein Programm, mit dem sich Prozesse betrachten lassen.

Peekaboost

Peek a Boo ST Process List 1

 

 

Eine nette Alternative zum Aktivitätsmonitor stellt Peek-a-Boo ST dar.

Es zeigt die laufenden Prozesse Liste sowie einer Wolke und erlaubt zusätzlich die Priorität anzupassen.

Leider muss man das Admin-Passwort zur Verwendung der App eingeben und sie verbraucht auch selbst relativ viele Ressourcen. Also eher ein unnötiges Gimmick.

 

 

Fazit: Wer kurzfristig Rechenzeit (CPU) für einzelne Programme freigeben möchte, findet mit diesem kleinen Helfern zum Anhalten & Priorisieren von Prozessen dienstbare Helfer.

Was damit allerdings nicht erreicht werden kann, ist mehr RAM-Speicher zu bekommen. Erwähnt seien deshalb auch so genannte Memory Cleaner, wie FreeMemory, die versprechen, nicht mehr benutzten RAM freizugeben. Letztlich sind Memory Cleaner aber reine Augenwischerei, da der Speicher vom System eigenständig verwaltet wird. Die situationsweise Freigabe von Speicher führt eher zu Fehlern, kostet unnötige viel Rechenzeit und ist bei geringen RAM-Reserven eher kontraproduktiv – wirkliche Abhilfe schafft nur mehr RAM einbauen oder weniger Arbeitsspeicher verbrauchen.

Montag, 18. August 2014

OS X Yosemite – Pastellfarben wohin das Auge sieht

Im Herbst (was nun wohl alljährlich der Fall sein wird) erscheint die nächste Version von OS X: 10.10 – genannt Yosemite, benannt dem großen Nationalpark in Kalifornien. Im Moment läuft noch eine Public-Beta, mit dem finalen Release ist aber schon in wenigen Wochen zu rechnen.

Yosemite 

Freilich soll es mal wieder alles ändern. 

Als Neuerung wird vor allem die überarbeitete Oberfläche angepriesen (wirklich neu ist nun nicht – was vielleicht auch gut so ist). Leider sehe ich dieser Neuerung mit gemischten Gefühlen entgegen, wobei man schon froh sein muss, dass sich optisch überhaupt mal wieder etwas tut.

Während aber vergangene Versionen, insbesondere 10.7 (Lion), mit einem Übermaß an tristem Grau auffielen, erstrahlt die neue Version von OS X in überschäumenden Pastellfarben. Daneben gibt es viele Transparenzeffekte und Flat-Design. Hier eine Bilderstrecke auf MacWelt.

Hier nur kurz ein Screenshot der Systemeinstellungen von Yosemite.

Yosemite System Prefs.

Ich weiß nicht, ob man damit auf den chinesischen Markt abzielt, dort hat man es angeblich gerne bunt; mich erinnert die Farbenpracht jedoch leider all zu sehr an den Oberflächen-Design-Unfall "Windows XP" – insbesondere an das unterirdisches WinXP Transformation Kit FlyakiteOSX von anno 1900:

NewImage

Die Fachpresse scheint den neuen Look zu mögen; ich bleibe erstmal skeptisch. Wie geht es euch? :) 

Sonntag, 10. August 2014

VLC 2.x: Ruckeln bei H264 1080p-Videos verringern

In VLC 2.x wurde auch eine experimentelle Unterstützung für BluRay Discs eingeführt.

Leider laufen BluRays auf VLC nicht gerade performant; was einerseits schlicht an der hohen Datenrate von BD liegt, aber auch am mangelnden Multi-Core-Support von VLC und fehlenden Optimierungen für BD. 

Vlc Logo

Wer keine andere Alternative hat und 1080p-Material unter VLC mit weniger Ruckeln betrachten möchte, der kann folgende Einstellungen probieren:

Unter Einstellungen:

-> erweiterte Einstellungen (rechts unten per Haken aktivieren bzw. Button "Alle einblenden" klicken)
 -> die Knoten Input/Code –> Videocodes -> FFMPEG wählen

----> hier die Option Erlaube Geschwindigkeitstricks anhaken und 
         und im Dropdown-Menu Loop-Filter für H.264-Dekodierung auslassen (skip-filter for H264) die Option Alle wählen

----> bei Encoding: Qualitätsniveau: bits oder einfach (Standard ist rd) – sicher, bringt viel

----> Hardware Dekodierung: Accelerated / GPU wählen (dies Option ist mit Vorsicht zu genießen)

----> Thread: von 0 auf 4 setzen (ggf. nur auf 2, je nach Anzahl der Cores, würde ich sagen, eventuell weglassen)

----> Bei Decoding (& Encoding) die Option: Beeilen wählen

Man soll noch unter Input/Code -> Access Modules -> Datei

----> einen Framepuffer von über 800 ms wählen; ich finde die Option allerdings nicht...

So nun  noch VLC neu starten..

Nun sollten 1080p-Videos flutschen.

 

Suchanfragen: stuttering / coppy / lag / delay: vlc mac 1080p problem, vlc h264 mac, h 264 codec vlc mac, plugin H264 VLC mac, vlc hd codec mac

Dienstag, 15. Juli 2014

Bootcamp: Per Script von OSX in Windows booten und zurück

Wer als Mac-Besitzer häufiger noch auf Windows angewiesen ist, hat eine Reihe von Möglichkeiten, um Windows zu betreiben. Die gängigste Methoden sind dabei Virtualisierung oder eine Boot-Camp-Installation.

Virtualisierung ist die einfachste Methode, um ein Windows-Gastbetriebssystem, etwa mittels Parallels (Klassenprimus), VMWare (meine Empfehlung) oder VirtualBox (kostenlos) zu betreiben.
Wer allerdings die Hardware exklusiv für ein Betriebssystem nutzen möchte (etwa für PC-Spiele) oder mit Software arbeitet, die sich nicht richtig virtualisieren lässt (Stichwort Hyper-V/SLAT), der kann auf eine parallele Installation von Windows ausweichen. Um ein solches Dual-Boot-Szenario zu erleichtern, stellt Apple den Bootcamp-Assistenen zur Verfügung. Der Assistent hilft bei den nötigen Handgriffen (insb. Umpartitionieren & Installation) und – ganz wichtig – stellt die benötigten Windows-Treiber für die eigene Apple-Hardware bereit. (Wer noch zwischen Virtualisierung und Dual-Boot schwankt, dem sei gesagt: Auch wenn man mit dem Bootcamp-Assistenten eine gewisse Hilfe bekommt, ist die parallele Installation von Windows doch aufwändiger.)

Wie der Titel schon sagt, möchte ich hier zeigen, wie man per Script einfach und schnell von OSX in Windows bootet und umgekehrt. 

1. Reboot von Mac OSX in Windows: per AppleScript

do shell script "bless -mount /Volumes/BOOTCAMP -legacy -setBoot -nextonly" with administrator privileges
do shell script "shutdown -r now" with administrator privileges 

Am Terminal:

sudo bless -mount /Volumes/BOOTCAMP -legacy -setBoot -nextonly
sudo shutdown -r now

Damit wird der Rechner ohne weitere Vorwarnung heruntergefahren und die Windows-Partition gestartet.

Man muss im Applescript bzw. beim Terminalbefehl ggf. den Namen der Windowspartition anpassen.
Der Name sollte sich am Bootcamp-Laufwerksamen auf dem Desktop bzw. im Finder ablesen lassen.
Mann kann den Laufwerksnamen auch direkt im Terminal nachgeschlagen:

ls /Volumes

Terminal  bash  80×24  (bei mir heißt die Windowspartition es eben BOOTCAMP)

Insbesondere das AppleScript lässt sich problemlos per Launcher starten oder direkt in Quicksilver, Alfred & Co einbinden. Siehe hier.
Ein kleiner Nachteil an dem Skript ist, dass man stets das Admin-Passwort eingeben muss.
Wem es nicht zu unsicher ist, der findet hier eine Anleitung, wie man sein Passwort im Script mit angibt. 

2. Wer statt eines Scripts lieber kleines Tool verwendet findet in BootChamp einen Freund:

BootChampInSystemMenu

Nützlich und zudem kostenlos – wer also noch Platz in seinem Menü hat, wird hier bedient. :-)

3. Schließlich gibt es hier noch ein Batch-Skript, um von Windows nach Windows zu rebooten:

@echo off
c:\progra~1\Bootca~1\bootcamp.exe -StartupDisk "Windows"
Shutdown /r /t 0 

4. Per Alt-Taste beim Booten

Nicht unerwähnt bleiben soll schließlich auch die Standardmethode zum Wählen des gewünschten Betriebssystems beim Hochfahren:
Gleich nach dem Einschalten des Rechners die ⌥-Taste halten, bis ein Boot-Menü erscheint.

Frohes Schaffen.

Mittwoch, 2. Juli 2014

Wie bekomme ich eine kleinere .WAV-Datei - Convert Audio to GSM6.10, G.711

Es gibt tatsächlich immer noch Situationen, in denen man darauf angewiesen ist, einen Sound als wave-Datei vorliegen zu haben. Dies ist heute teilweise noch in Computerspielen und in Mobile Apps der Fall und alten bzw. eingeschränkten Programmierschnittstellen (APIs) geschuldet.

Da es sich bei WAV um ein unkomprimiertes Format handelt, sind die Dateien leider schnell ziemlich groß (file size). Für Mobile Apps (iOS, Android, Windows Phone, etc) ist das allerdings nicht so schön, da ein kleines App aufgrund eines einzigen Musiksstücks im Wave-Format schnell um 20Mb anschwellen kann.

Am gängisten sind 44kHz 16bit PCM .wav-Dateien. Und die sind groß. Ein Beispiel: Ein 1:35 Minuten Musikstück in diesem Format belegt schlappe 18Mb.
Wenn man jedoch an der Bit-Tiefe, der Sample Rate und den verfügbaren Kanälen (Stereo, Mono) schraubt, kann man auch sehr viel kleinere Wave-Dateien produzieren.

Dabei muss  allerdings immer sichergestellt sein, dass die verwendete .wav auch auf dem Gerät abgespielt werden kann. Hierzu muss man freilich die Dokumentation des Gerätes bzw. der verwendeten API konsultieren. Wenn sie den vorhanden ist.. was leider nicht immer der Fall ist. Und natürlich testen, testen...

Unten finden sich beispielhaft Angaben aus der MSDN-Dokumentation zu Windows Phone 8. Ich hatte auf die schnelle keine andere Zusammenstellung gefunden. Die Angaben können nach meinen Tests aber auch für andere Geräte übertragen werden.

Die kleinstmögliche Datei bekommt man mit der Formatspezifikation WAV GSM6.10.
Das besagte Hintergrund-Musikstück belegt damit statt 18Mb nur 900kb! Der Klang ist noch erträglich, für Mono eigentlich sogar gut.

 Auf dem iPhone kommt dagegen G.711 .wav (a-law, µ-law) für möglichst kleine Wave-Dateien in Frage.

Um Die Dateien zu kodieren (bzw. resamplen), empfehle ich die Audio-Allzweckwaffe XLD oder bei Audacity das entsprechende Export-Format: GSM6.10
(Um die Sample-Rate in Audacity zu senken, sollte man: Tracks->Resample.. wählen, statt im Projekt-Pan: Set sample rate, da dies auch das Tempo ändert.)
 

The following table lists WAV audio formats that are supported starting with Windows Phone 8.

Feature

LPCM

MS ADPCM

IMA ADPCM

GSM 6.10

G.711 (A-Law, µ-law)

Containers

WAV

WAV

WAV

WAV

WAV

Bit depth

16

16

16

8

8

Max bit rate (per second)

1500 kbits

64 kbits

64 kbits

13 kbits

64 kbits

Max sample rate

96 kHz

8 kHz

8 kHz

8 kHz

8 kHz

Channels support

1, 2

1, 2

1, 2

1, 2

1, 2

Streaming support

Yes

Yes

Yes

Yes

Yes

Emulator support

Yes

Yes

Yes

Yes

Yes

Dienstag, 1. Juli 2014

Papierkorb kann nicht vollständig entleert werden: Datei-Objekt ist in Verwendung

Ein Papierkorb ist eine praktische Sache, da man hier so manche Datei wieder herausfischen kann, die man aus versehen oder absichtlich gelöscht hat, aber dann doch noch braucht.
Irgendwann muss das Zeug im Papierkorb auch mal weg; schwupps wird der Papierkorb entleert.

Leider kommt es dabei häufiger vor, dass sich einzelne Dateien nicht löschen lassen. Mac OS X meldet schlicht: Die Datei bzw. das Objekt ist in Verwendung – und kann deshalb nicht gelöscht werden, auch wenn man "trotzdem löschen" bzw. "fortfahren" wählt.

Teilweise sind die Dateien tatsächlich noch von irgendwelchen Programmen geöffnet, die dann blockieren.

a) Abhilfe schafft hier häufig:

- sich von OSX ab- und wieder anmelden
- einmal neu Booten bitte – und dann den Papierkorb entleeren
- das Programm, in dem die Datei geöffnet ist, schließen
 
  Falls man nicht weiß, welches Programm bzw. welcher Prozess blockiert,
  1. öffnet man den Terminalund gibt: lsof und ein Leerzeichen ein; 
  2. Dann zieht man die blockierte Datei per Drag & Drop mit der Maus ins Terminalfenster.
  3. Der Pfad zur Datei erscheint daraufhin im Terminal; nun kann man Enter drücken. 
      Man bekommt bei Erfolg einen Programmnamen & eine PID genannt, nach der man im Aktivitätsmonitor.app sucht, um den Prozess zu beenden

b) Wenn auch das nichts hilft:

- Im Finder->Finder-Menü->Papierkorb sicher entleeren
 
(Alternativ kann man beim Entleeren des Papierkorbs Alt+Shift halten) 

c) Sollte dies auch helfen, wird teilweise empfohlen, den Prozess Locum und/oder quicklookd zu beenden:

- Aktivitätsanzeige öffnen (ggf. per Spotlight suchen); und den Locum-Prozess stoppen; danach den Papierkorb normal entleeren
- Aktivitätsanzeige öffnen; quicklookd-Prozess stoppen; danach den Papierkorb normal entleeren 

d) Wer die Datei immer noch nicht los wird, der kann das kostenlose Hilfsprogramm Trash It! probieren.

e) Sollte die Datei im Papierkorb durch den Admin-Account gesperrt sein, hilft folgender Terminal-Befehl (Admin-Passwort notwendig):

sudo rm -rf ~/.Trash/*

f) Noch mehr Tipps findet sich im zugehörigen Knowledge Base Artikel von Apple "Der Papierkorb lässt sich nicht entleeren oder eine Datei lässt sich nicht in den Papierkorb verschieben"

Freitag, 27. Juni 2014

Neue Best of Mac OSX Tipps-Kategorie anlässlich des 201 Posts

Mittlerweile hat dieses Blog einen stattlichen Umfang erreicht. Der Zähler bei den Posts sagt, wird sind nun bei 201 angelangt. Hip hip hurra!

Da im Zuge dessen aber so mancher immer noch nützlicher Artikel in der Masse verschütt zu gehen droht oder schon so weit nach hinten gerutscht ist, dass man ihn kaum mehr findet, habe ich mich entschieden ein neues Tag bzw. Kategorien-Label für die besten Artikel einzuführen. Diese Artikel werden mit BestOfTips gekennzeichnet.

Donnerstag, 26. Juni 2014

Ordner & Dateien auf dem HFS-Laufwerk von OSX unter Windows Bootcamp "nicht verfügbar"

Wer eine Bootcamp Windows-Installation hat, kann mit Hilfe der Apple-Treiber auch von Windows auf seine Mac-Partition lesend zugreifen. Das ist zwar praktisch, klappt aber leider nicht immer. Des Öfteren bekommt man auf bestimmte Dateien oder Ordner keinen Zugriff, bzw. sie nicht öffnen, was mit einer Fehlermeldung der Art "nicht verfügbar", "Element nicht gefunden", o. Ä. kundgetan wird – oder die betreffenden Daten und Ordner werden einfach nicht angezeigt.

Das Problem liegt unter andrem in den nicht ganz perfekten HFS-Treibern von Apple, die für den Zugriff auf die Mac-Partition zuständig sind (tatsächlich werden diese als experimentell eingestuft). Teilweise sind wohl die MAC-Dateinamen nicht mit Windows kompatibel (länge, Sonderzeichen, etc.), teilweise sind diese auch in einem  nicht gesyncten Zustand (dzau unten mehr).

Eine Abhilfe gibt es hier ohne verbesserte Treiber wohl nicht.

Die einzige Möglichkeit selbst etwas zu tun besteht darin, alternative HFS-Treiber für Windows zu installieren. Leider kostet dies in der Regel teuer Geld:

Ein Mehrwert dieser Treiber besteht darin, dass sie auch den (mehr oder weniger sicheren) Schreibzugriff auf die OSX-Partition erlauben; dies kann man ggf. aber auch deaktivieren, falls dies einem doch zu heikel ist.

Mein Fazit: Falls ich nicht irgendwann die HFS-Treiber von Paragon günstig bekomme, werde ich wohl weiterhin hin und her booten müssen und/oder "Arbeitsdateien" auf einem FAT32-formatiertem Laufwerk, z. B.. einem USB-Stick, bereit halten. Denn mit FAT können beide Betriebssysteme gut.

Update:
Eine weitere Ursache nicht sichtbarer, nicht öffenbarer Dateien können inkonsistente Dateisysteme bei Dualboot-Systemen sein, wenn das eine Betriebssysteme nicht richtig heruntergefahren wurde bzw. das andere Betriebssystem zwischenzeitlich gestartet wurde, während das andere nur einen Ruhezustand versetzt wurde. Hier ein Artikel auf Heise zu einem Problem mit Linux & Windows; ähnlich gilt dies aber auch für Mac. Wer also auf Nummer sicher gehen will, der fährt Mac OS bzw. Windows herunter bevor das andere Betriebssystem benutzt wird.

 

Dienstag, 24. Juni 2014

Welche Verzeichnisse sollten ggf. von TimeMachine-Backups ausgeschlossen werden

Time Machine ist eine nützliche und einfach zu nutzende Backuplösung für den Alltag. Wer jedoch viel Daten produziert, umkopiert, usw. wird leider auch bei einer großen Backup-Platte feststellen müssen, dass diese zusehends vollläuft.

Man muss jedoch nicht alles auf seinem Rechner mit TM sichern lassen. Schließt man einige Verzeichnisse vom Backup aus, geht das Backup schneller und verbraucht wesentlich weniger Platz. Da der Inhalt von ausgeschlossenen Verzeichnissen nicht gesichert wird, besteht allerdings die Gefahr, dass bei einem Festplattencrash o. Ä. Daten verloren gehen. Es kommen daher vor allem jene Verzeichnisse zum Ausschließen in Frage, die aus anderen Quellen (Internet, Installationsmedium, etc.) leicht wieder hergestellt werden können. Wichtige Dinge, die sonst nicht gesichert sind, sollten freilich nicht ausgeschlossen werden (außer Datenschutzbestimmungen verlangen dies explizit, aber das ist ein Spezialproblem.).

Was soll oder könnte m aber ausschließen? Hier eine Liste der interessantesten Ordner mit einem kurzen Kommentar dazu:

/Applications – der Anwendungsordner ist wahrscheinlich ein ziemlich dicker Fisch. Falls man für die Installationspakete von allen Programmen sowieso gespeichert hat, kann man auf vielleicht auf die Sicherung des Ordners verzichten. Ich würde es allerdings nicht empfehlen, da so manches (automatische) Update unliebsame Überraschungen bereithält und man lieber wieder die alte Version wiederherstellt.

~/Downloads – je nach Fleiß liegen in diesem Ordner Tonnen von Dateien. Vieles lohnt wahrscheinlich nicht der Sicherung und bläht das Backup nur unnötig auf. Alle Downloads mag ich allerdings auch nicht ausschließen; ich verwende daher für tendenziell unwichtige Downloads einen (bzw. mehrere) Exclude-Ordner, die ich explizit aus dem Backup ausschließe.

/Users/[user]/Library/Caches & /Library/Caches – Caches können sehr viel Platz beleben und brauchen nicht gesichert werden, da es sich (in aller Regel) nur um Vorgangsdaten, wie etwa dem Browser-Cache, handelt.
Selbst wer sehr vorsichtig ist, sollte trotzdem die dicksten Brocken in den Cache-Ordnern (Browser, Converter & Telefon-Software, etc.) ausschließen.

/Users/[user]/.Trash & /.Trashes
 – Hier scheiden sich die Geister. Manche Leute finden es sinnvoll den Papierkorb zu sichern, manche finden es gerade zu bedenklich. Ich sichere.

Hier noch einige weitere Kandidaten:

/Library/Audio – Hier kann sich auch sehr viel Müll verbergern, insbesondere wenn man GarageBand samples erstellt.

/Users/[user]/Music/iTunes/iTunes Music/Podcasts – Wer Podcasts nicht für die Nachwelt aufbewahrt, sondern nur einmal durchhört, kann hier wahrscheinlich einiges sparen; die Podcasts können zudem bei Bedarf neu geladen werden (wer keine schnelle Internet-Verbindung hat, kann über eine Sicherung nachdenken).

Schließlich währen noch einige Apps zu benennen, die eine Menge (unnötigen) Platz im Backup belegen können.

Virtualisierungssoftware

Parallels (/Users/[user]/Library/Parallels) VMware (/Users/[user]/Documents/Virtual Machines) – die Images virtueller Maschinen sind mittlerweile häufig so groß (25GB+), dass diese sich nicht mehr sinnvoll einfach mal so sichern lassen, ohne Gefahr zu laufen, ständig mit einem vollen Backup-Drive kämpfen zu  müssen. Ich sichere meine Images daher in regelmäßigen Abständen in einem Zug, und nicht inkrementell mit Time Machine.

Wer ein fleißiger Schreiber ist (oder fauler Sortierer) hat wahrscheinlich auch so manches Päckchen in seinem Email-Datenordner liegen. Die Emails sollten auf jeden Fall gesichert werden, allerdings braucht man den Download-Ordern für geöffnete Anhänge nicht mit sichern; das ist nur doppelt gemoppelt. Man kann den Ordner auch öfter mal ausmisten.
/Users/[user]/Library/Mail Downloads

Negativ aufgefallen sind mir auch die Desktop-Suits von verschiedenen Handys (Windows Phone Connector, Nokia-Suite, etc in ~/Library/Application Support/...). Diese erstellen oftmals Kopien der übertragenen Dateien und legen bei Updates teilweise Backup-Images der Phone-Installationen an. Da sind schnell einige Gigabyte zusammen.

Es gäbe noch einige System-Ordner mit temporären Dateien, aber hier kann man in der Regel nicht viel Einsparen, sodass der Aufwand m.M. nicht lohnt.

Noch ein Wort der Warnung: Wer nicht genau weiß was er tut, sollte lieber keiner Änderungen vornehmen und Time Machine einfach machen lassen.

Montag, 23. Juni 2014

Macroblocks beim Spulen in VLC: MPlayerX comes to rescue

Im Internet findet man immer häufiger Video-Dateien im MKV-Format. Dabei handelt es sich um das opensource Multimedia-Containerformat Matroska (rus. Matrjoschka). Das Video im MKV-Container kann in einer Reihe von Video-Codecs kodiert sein; in der Regel handelt es sich wohl aber um MPEG oder H.264. Als Encoder kommt regelmäßig FFMPEG zum Einsatz. Hier nun zum Problem:

Bei einem in FFMPEG mit dem Lavf55.10.3 Encoder erstellten MKV-v2 Film (MPEG4/AVC-Video und AAC-Audio) zeigten sich in VLC 2.1.3 beim vorwärts/rückwärts Spulen Macroblocks. Auf dem MKVToolNix bug tracker hatte ich ein passendes Ticket gefunden: macroblocks when seeking in remuxed video with VC1. Ob der Bug auch mit einem aktuelleren Encoder auftritt, kann ich nicht sagen; ABER: In MPlayerX kann ich die Datei irgendwelche Fehler vor- und zurück Spulen. Ich vermute, MPlayerX hat einen neueren Encoder für MKV/Lavf55-Dateien oder behandelt die so codierten Dateien irgendwie anders. Ob der Fehler auch auftreten würde, wenn eine neuere Version des Lavf-Encoders verwendet wird, weiß ich nicht. In Quicktime mit Perian-Erweiterungen konnte ich die Datei zwar einwandfrei abspielen, beim Spulen gibt es zwar keine Macroblocks, es ruckelt aber. Perian wird aber leider nicht mehr weiterentwickelt.

Damals, vor etwa zwei Jahren, hatte ich MPlayerX (bzw. eine MPlayer-Variante) als einzigen Mediaplayer verwendet. Um VLC kommt man aber letztlich nicht herum, da auch so manche andere OSX-Applikation auf eine installierte VLC.app besteht. VLC ist für mich irgendwann am MPlayer vorbeigezogen, hinsichtlich der Abspielqualität, Usability, etc. Im Moment gibt es aber bei VLC wieder einige Rückschritte, wie etwa die Entfernung der LUA-Schnittstelle, und neuerliche Qualitätsprobleme, wie die gerade beschriebenen.

Fazit: Einfach MPlayerX als zweiten (oder ersten ^_^) Media-Player bereithalten, und gut ist.

#Nachtrag:
Ich habe mir den Spaß erlaubt und den MKV-Dateicontainer in ein MP4-Container per direct-copy geremuxt (dauert weniger als einer Minute); beim MP4-Container traten seltsamerweise keine Fehler auf, egal bei welchem Player – obwohl es sich um die gleichen Rohdaten handelt. Der Support für MKV ist scheinbar nicht so gut, wie für MP4. :(

Donnerstag, 19. Juni 2014

Firefox: Ziel speichern unter per Alt-Taste-Shortcut wie bei Safari

Um verlinkte Dateien ohne den umständlichen Dialog "Ziel speichern unter..." herunterzuladen, hält man in Safari einfach die ALT-Taste und klickt dann au den gewünschten Link. Das ist superpraktisch und spart viel Zeit.

In Firefox geht das sicher auch – dachte ich. Diese Funktionalität wurde allerdings in irgendeinem früheren Update abgestellt. *kopfschüttel*
Man kann sie aber (wie sollte es anders sein) in den erweiterten Einstellungen von Firefox wieder einschalten:

1. about:config  in die Adresszeile eingeben, Enter drücken,
2. nach browser.altClickSave suchen; 
3. und den gefundenen Wert auf true setzen (auf die Zeile doppelklicken), fertig!

About config browser altClickSave 1

Schon flutscht der Download mit Alt+Klick auch in Firefox wieder. :-)

Die wichtigsten Tastaturkurzbefehle für Microsoft Excel 2011, 2008 & 2004

Wenn ich mir MS Office unter Mac OSX und Windows anschaue, beschleicht mich stets ein zwiespältiges Gefühl. Die Windows-Version bietet in  manchen Punkten nach wie vor mehr Funktionen, ist dafür aber enorm unübersichtlich (hier drängt sich der Eindruck der "eierlegenden Wollmilchsau" auf). Insgesamt arbeite ich lieber mit der Mac OSX Version von Office.

Leider verhält sich die Mac-Version teilweise jedoch etwas anders als die (gewohnte) Windows-Version. Dies gilt besonders bei Tastaturkurzbefehlen bzw. Hotkeys. Jeder hat freilich andere Bedürfnisse, aber folgende Shortcuts wird sicher kein Excel-Benutzer missen wollen:

 Befehl

Windows

Mac OSX (Excel 2004/2008/2011)

Zelle bearbeiten

F2


⌃ + u  

(CTRL + u)

Zeilenumbruch innerhalb einer Zelle

ALT + Enter


 +  + 

(CTRL + CMD + ENTER) 

Zwischen Arbeitsblättern (Sheets)

hin und her wechseln

(wie ALT + TAB bei Programmen)

CTRL + BILD AUF

CTRL + BILD AB


⌃ + [FN] + ↑ (CTRL + FN + Cursor nach oben)

⌃ + [FN] + ↓ (CTRL + FN + Cursor nach unten)

 

[FN+Pfeil entspricht Bild auf/ab beim Apple Wireless Keyboard] 

Zwischen Formel und Ergebnis

in einer Zelle umschalten

CTRL + '


⌃ + ⇧ + ´

CTRL + SHIFT + Accent-Zeichen (zwischen ? und Löschen)

 

Damit sollte die Arbeit nun um  einiges schneller von der Hand gehen. Frohes Schaffen!

Montag, 9. Juni 2014

Warnung vor mycoupon.tv

Sie würden gerne ein Schnäppchen machen, wollen aber nicht über den Tisch gezogen werden? Dann kann ich nur vor mycoupn.tv (auch teilweise schon unter anderen Adressen in Internet unterwegs) warnen. Hier wird mit dem Versprechen geködert, Gutscheine von bekannten und beliebten Anbietern (wie Amazon, iTunes, Aral, usw.) zum halben Preis (50% Rabatt) zu bekommen. Ja, bei so einem Versprechen sollte man skeptisch sein – und zwar zu Recht.

Das Angebot hält nämlich an keiner Stelle das, was es verspricht.

- Das fängt bei der Gutscheinauswahl an: Sie wollten einen Amazon- oder Aral-Gutschein? Den gibt es nur, wenn sie in der richtigen/niedrigsten Preiskategorie, z. B. 10,-, einen Gutschein zum halben Preis erworben haben. Haben Sie also einen Gutschein für 25,-, tja dann müssen sehen, was es in dieser Preisgruppe für Sie gibt – wahrscheinlich nichts Passendes, das neben dem versprochenen Gutschein doch nur weitaus höhere Folgekosten mit sich bring; dazu unten mehr.

- haben Sie doch den richtigen Gutscheinwert ausgesucht, heißt dies noch lange nicht, dass Sie den gewünschten Gutschein bekommen. Denn der Anbieter behält sich hier vor verschiedene Gutschein-Anbieter zu einer Gruppe zusammenzufassen, aus der man dann „nach Verfügbarkeit“ einen Gutschein erhält – dreimal dürfen sie raten, welchen Gutschein sie am Ende bekommen! Bestimmt sind die Amazon & iTunes-Gutscheine immer (sofort) alle und sie bekommen... irgendwas, dass Sie nicht brauchen können. 

- Letztlich kann man dann innerhalb der Wertgruppe für seinen Gutschein einen Anbietergutschein erwerben; dabei finden sich dann so tolle Sachen wie etwa ein Lamborghini-Fahr-Gutschein für 50,- Euro, usw. Leider kostet die tatsächliche Fahrt beim Anbieter dann 250 Euro aufwärts, sodass ihr Gutschein höchstens als "Lockmittel" gesehen werden kann. Und so geht das in einer Tour weiter; es gibt wohl kein Angebot ohne Pferdefuß (Reisegutscheine mit der Verpflichtung besonders teure Zimmer zu nehmen, bei Eintrittsgutschein ist es so, dass der Eintritt vor Ort für jedermann oft zu einem niedrigeren Preis zu haben ist, als mit dem Gutschein, etc, etc...)

- der eigentliche Betrug ist allerdings in den Abwicklungsmodalitäten versteckt. Die AGB unterläuft glatt das Fernabsatzgesetz bezüglich des gesetzlichen Rückgaberechts, indem in einer Klausel "vereinbart" wird, dass das "Widerrufsrecht erlischt vorzeitig, wenn der Vertrag von beiden Seiten auf Ihren ausdrücklichen Wunsch vollständig erfüllt ist, dass heißt der Gutschein an den Beschenkten ausgeliefert wurde, bevor Sie Ihr Widerrufsrecht ausgeübt haben." Da die tollen Gutscheine i.d.R. sofort per Email ausgeliefert werden, gibt es hier kein Rückgaberecht!

- Derartige Zusammenhänge werden bewusst verschleiert. So gibt es auf der Webseite von mycoupon.tv (die zur Yourdays Media AG gehört) eine mehrseitige, vertrauenerweckende "So funktioniert's"-Seite. Die letztlich nur aus bunten Bildern und etwas Text versucht einen "seriösen Eindruck" zu erwecken; aber keine wirklichen Informationen bietet. Auf der besagten Seite findet sich lediglich der unspezifische Hinweis, "Es besteht keinen Anspruch auf einen bestimmten Gutschein."  Wer hier denkt, es bestünde eventuell kein Anspruch auf einen Gutschein in einer bestimmten Farbe oder mit einem bestimmten Motiv (die Gutscheine werden gerne zum Valentinstag o. Ä. unters Volk gebracht, und eher in die Richtung denkt) oder eben von einem bestimmten Anbieter (siehe die beiden ersten Punkte)!

(- Diese Zusammenhänge werden insofern auch mit der zweifachen Bedeutung des Wortes Gutschein verschleiert. Wer Gutschein liest, der denkt an den Gutschein des gewünschten Anbieters (Amazon, Aral, etc.), wenn auf der Seite aber von Gutschein die Rede ist, meinen sie ihre sogenannten „Gutschein“ für den Erhalt eines Anbietergutscheins. So etwas gibt es zwar auch bei anderen Anbietern, aber nicht mit den beschriebenen Einschränkungen, sodass man am Ende hier eben nicht bekommt, was man möchte.)

- Besonders tückisch an der Seite ist, dass auf den ersten Blick ähnlich, wie von bekannten, seriösen Anbietern wirkt (etwa BestChoice).

- Neuerdings lässt die Firma mit der Bestätigung der AGBs auch gleich noch das Abonnement abnicken.

Die Höhe ist schließlich, dass WEB.DE über seine eigenen "Best Price" Angebote auch noch für so unglaublich unseriösen Anbieter auch noch Werbung macht und damit noch die Stange hält! (Ich vermute, dies geschieht auch bei WEB.DE nicht ganz uneigennützig, nimmt man doch für Support-Anrufe, die in so einen Fall fällig werden, richtig Geld. Das ist auch ein Geschäftsmodell.)

Liebe Leute, ich kann auch nur von mycoupon.tv / YOURDAYS Media AG abraten.
Wer seine Lieben oder sich selbst mit einem Gutschein beschenken möchte, sucht vielleicht einen lokalen Anbieter und kauft einen echten Gutschein oder greift direkt auf die Gutscheine betreffenden Online-Anbieter zurück. Es schadet nicht, auch andere zu warnen.

Hier noch einige Links von Leuten, die schon "Probleme" mit der netten Firma hatten:
-  Yourdays Media - Ferrari...Lamborghini fahren für 25EURO
- Mehrere Beschwerden über den Anbieter auf ReclaBox, ohne Anwalt geht hier scheinbar gar nichts.
Web.de (Best Price) wirbt für unseriösen Anbieter: mycoupon.tv
- vor einiger Zeit gab es auch auf myDealz noch einige Warnungen zu dem Anbieter; diese wurden aber gelöscht (Abmahnungen? Tja, ...)

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Quelle: https://www.flickr.com/photos/o5com/4951598106/
Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/