Dienstag, 15. Juli 2014

Bootcamp: Per Script von OSX in Windows booten und zurück

Wer als Mac-Besitzer häufiger noch auf Windows angewiesen ist, hat eine Reihe von Möglichkeiten, um Windows zu betreiben. Die gängigste Methoden sind dabei Virtualisierung oder eine Boot-Camp-Installation.

Virtualisierung ist die einfachste Methode, um ein Windows-Gastbetriebssystem, etwa mittels Parallels (Klassenprimus), VMWare (meine Empfehlung) oder VirtualBox (kostenlos) zu betreiben.
Wer allerdings die Hardware exklusiv für ein Betriebssystem nutzen möchte (etwa für PC-Spiele) oder mit Software arbeitet, die sich nicht richtig virtualisieren lässt (Stichwort Hyper-V/SLAT), der kann auf eine parallele Installation von Windows ausweichen. Um ein solches Dual-Boot-Szenario zu erleichtern, stellt Apple den Bootcamp-Assistenen zur Verfügung. Der Assistent hilft bei den nötigen Handgriffen (insb. Umpartitionieren & Installation) und – ganz wichtig – stellt die benötigten Windows-Treiber für die eigene Apple-Hardware bereit. (Wer noch zwischen Virtualisierung und Dual-Boot schwankt, dem sei gesagt: Auch wenn man mit dem Bootcamp-Assistenten eine gewisse Hilfe bekommt, ist die parallele Installation von Windows doch aufwändiger.)

Wie der Titel schon sagt, möchte ich hier zeigen, wie man per Script einfach und schnell von OSX in Windows bootet und umgekehrt. 

1. Reboot von Mac OSX in Windows: per AppleScript

do shell script "bless -mount /Volumes/BOOTCAMP -legacy -setBoot -nextonly" with administrator privileges
do shell script "shutdown -r now" with administrator privileges 

Am Terminal:

sudo bless -mount /Volumes/BOOTCAMP -legacy -setBoot -nextonly
sudo shutdown -r now

Damit wird der Rechner ohne weitere Vorwarnung heruntergefahren und die Windows-Partition gestartet.

Man muss im Applescript bzw. beim Terminalbefehl ggf. den Namen der Windowspartition anpassen.
Der Name sollte sich am Bootcamp-Laufwerksamen auf dem Desktop bzw. im Finder ablesen lassen.
Mann kann den Laufwerksnamen auch direkt im Terminal nachgeschlagen:

ls /Volumes

Terminal  bash  80×24  (bei mir heißt die Windowspartition es eben BOOTCAMP)

Insbesondere das AppleScript lässt sich problemlos per Launcher starten oder direkt in Quicksilver, Alfred & Co einbinden. Siehe hier.
Ein kleiner Nachteil an dem Skript ist, dass man stets das Admin-Passwort eingeben muss.
Wem es nicht zu unsicher ist, der findet hier eine Anleitung, wie man sein Passwort im Script mit angibt. 

2. Wer statt eines Scripts lieber kleines Tool verwendet findet in BootChamp einen Freund:

BootChampInSystemMenu

Nützlich und zudem kostenlos – wer also noch Platz in seinem Menü hat, wird hier bedient. :-)

3. Schließlich gibt es hier noch ein Batch-Skript, um von Windows nach Windows zu rebooten:

@echo off
c:\progra~1\Bootca~1\bootcamp.exe -StartupDisk "Windows"
Shutdown /r /t 0 

4. Per Alt-Taste beim Booten

Nicht unerwähnt bleiben soll schließlich auch die Standardmethode zum Wählen des gewünschten Betriebssystems beim Hochfahren:
Gleich nach dem Einschalten des Rechners die ⌥-Taste halten, bis ein Boot-Menü erscheint.

Frohes Schaffen.

Mittwoch, 2. Juli 2014

Wie bekomme ich eine kleinere .WAV-Datei - Convert Audio to GSM6.10, G.711

Es gibt tatsächlich immer noch Situationen, in denen man darauf angewiesen ist, einen Sound als wave-Datei vorliegen zu haben. Dies ist heute teilweise noch in Computerspielen und in Mobile Apps der Fall und alten bzw. eingeschränkten Programmierschnittstellen (APIs) geschuldet.

Da es sich bei WAV um ein unkomprimiertes Format handelt, sind die Dateien leider schnell ziemlich groß (file size). Für Mobile Apps (iOS, Android, Windows Phone, etc) ist das allerdings nicht so schön, da ein kleines App aufgrund eines einzigen Musiksstücks im Wave-Format schnell um 20Mb anschwellen kann.

Am gängisten sind 44kHz 16bit PCM .wav-Dateien. Und die sind groß. Ein Beispiel: Ein 1:35 Minuten Musikstück in diesem Format belegt schlappe 18Mb.
Wenn man jedoch an der Bit-Tiefe, der Sample Rate und den verfügbaren Kanälen (Stereo, Mono) schraubt, kann man auch sehr viel kleinere Wave-Dateien produzieren.

Dabei muss  allerdings immer sichergestellt sein, dass die verwendete .wav auch auf dem Gerät abgespielt werden kann. Hierzu muss man freilich die Dokumentation des Gerätes bzw. der verwendeten API konsultieren. Wenn sie den vorhanden ist.. was leider nicht immer der Fall ist. Und natürlich testen, testen...

Unten finden sich beispielhaft Angaben aus der MSDN-Dokumentation zu Windows Phone 8. Ich hatte auf die schnelle keine andere Zusammenstellung gefunden. Die Angaben können nach meinen Tests aber auch für andere Geräte übertragen werden.

Die kleinstmögliche Datei bekommt man mit der Formatspezifikation WAV GSM6.10.
Das besagte Hintergrund-Musikstück belegt damit statt 18Mb nur 900kb! Der Klang ist noch erträglich, für Mono eigentlich sogar gut.

 Auf dem iPhone kommt dagegen G.711 .wav (a-law, µ-law) für möglichst kleine Wave-Dateien in Frage.

Um Die Dateien zu kodieren (bzw. resamplen), empfehle ich die Audio-Allzweckwaffe XLD oder bei Audacity das entsprechende Export-Format: GSM6.10
(Um die Sample-Rate in Audacity zu senken, sollte man: Tracks->Resample.. wählen, statt im Projekt-Pan: Set sample rate, da dies auch das Tempo ändert.)
 

The following table lists WAV audio formats that are supported starting with Windows Phone 8.

Feature

LPCM

MS ADPCM

IMA ADPCM

GSM 6.10

G.711 (A-Law, µ-law)

Containers

WAV

WAV

WAV

WAV

WAV

Bit depth

16

16

16

8

8

Max bit rate (per second)

1500 kbits

64 kbits

64 kbits

13 kbits

64 kbits

Max sample rate

96 kHz

8 kHz

8 kHz

8 kHz

8 kHz

Channels support

1, 2

1, 2

1, 2

1, 2

1, 2

Streaming support

Yes

Yes

Yes

Yes

Yes

Emulator support

Yes

Yes

Yes

Yes

Yes

Dienstag, 1. Juli 2014

Papierkorb kann nicht vollständig entleert werden: Datei-Objekt ist in Verwendung

Ein Papierkorb ist eine praktische Sache, da man hier so manche Datei wieder herausfischen kann, die man aus versehen oder absichtlich gelöscht hat, aber dann doch noch braucht.
Irgendwann muss das Zeug im Papierkorb auch mal weg; schwupps wird der Papierkorb entleert.

Leider kommt es dabei häufiger vor, dass sich einzelne Dateien nicht löschen lassen. Mac OS X meldet schlicht: Die Datei bzw. das Objekt ist in Verwendung – und kann deshalb nicht gelöscht werden, auch wenn man "trotzdem löschen" bzw. "fortfahren" wählt.

Teilweise sind die Dateien tatsächlich noch von irgendwelchen Programmen geöffnet, die dann blockieren.

a) Abhilfe schafft hier häufig:

- sich von OSX ab- und wieder anmelden
- einmal neu Booten bitte – und dann den Papierkorb entleeren
- das Programm, in dem die Datei geöffnet ist, schließen
 
  Falls man nicht weiß, welches Programm bzw. welcher Prozess blockiert,
  1. öffnet man den Terminalund gibt: lsof und ein Leerzeichen ein; 
  2. Dann zieht man die blockierte Datei per Drag & Drop mit der Maus ins Terminalfenster.
  3. Der Pfad zur Datei erscheint daraufhin im Terminal; nun kann man Enter drücken. 
      Man bekommt bei Erfolg einen Programmnamen & eine PID genannt, nach der man im Aktivitätsmonitor.app sucht, um den Prozess zu beenden

b) Wenn auch das nichts hilft:

- Im Finder->Finder-Menü->Papierkorb sicher entleeren
 
(Alternativ kann man beim Entleeren des Papierkorbs Alt+Shift halten) 

c) Sollte dies auch helfen, wird teilweise empfohlen, den Prozess Locum und/oder quicklookd zu beenden:

- Aktivitätsanzeige öffnen (ggf. per Spotlight suchen); und den Locum-Prozess stoppen; danach den Papierkorb normal entleeren
- Aktivitätsanzeige öffnen; quicklookd-Prozess stoppen; danach den Papierkorb normal entleeren 

d) Wer die Datei immer noch nicht los wird, der kann das kostenlose Hilfsprogramm Trash It! probieren.

e) Sollte die Datei im Papierkorb durch den Admin-Account gesperrt sein, hilft folgender Terminal-Befehl (Admin-Passwort notwendig):

sudo rm -rf ~/.Trash/*

f) Noch mehr Tipps findet sich im zugehörigen Knowledge Base Artikel von Apple "Der Papierkorb lässt sich nicht entleeren oder eine Datei lässt sich nicht in den Papierkorb verschieben"

Freitag, 27. Juni 2014

Neue Best of Mac OSX Tipps-Kategorie anlässlich des 201 Posts

Mittlerweile hat dieses Blog einen stattlichen Umfang erreicht. Der Zähler bei den Posts sagt, wird sind nun bei 201 angelangt. Hip hip hurra!

Da im Zuge dessen aber so mancher immer noch nützlicher Artikel in der Masse verschütt zu gehen droht oder schon so weit nach hinten gerutscht ist, dass man ihn kaum mehr findet, habe ich mich entschieden ein neues Tag bzw. Kategorien-Label für die besten Artikel einzuführen. Diese Artikel werden mit BestOfTips gekennzeichnet.

Donnerstag, 26. Juni 2014

Ordner & Dateien auf dem HFS-Laufwerk von OSX unter Windows Bootcamp "nicht verfügbar"

Wer eine Bootcamp Windows-Installation hat, kann mit Hilfe der Apple-Treiber auch von Windows auf seine Mac-Partition lesend zugreifen. Das ist natürlich praktisch.
Leider klappt dies nicht immer. Des Öfteren wird hat man auf bestimmte Dateien oder ganze Ordner keinen Zugriff, was mit eine Fehlermeldung der Art "nicht verfügbar", "Element nicht gefunden", o. Ä. kundgetan wird.

Das Problem scheint in den nicht ganz perfekten HFS-Treibern von Apple, die für den Zugriff auf die Mac-Partition zuständig sind, zu liegen (tatsächlich werden diese als experimentell eingestuft). Eine Abhilfe gibt es ohne verbesserte Treiber wohl nicht.

Die einzige Möglichkeit besteht darin, alternative HFS-Treiber zu installieren. Leider kostet dies in der Regel teuer Geld:
Ein Mehrwert dieser Treiber besteht darin, dass sie auch den (mehr oder weniger sicheren) Schreibzugriff auf die OSX-Partition erlauben; kann man ggf. aber auch deaktivieren, falls es einem zu heikel ist.

Tja, falls ich nicht irgendwann die HFS-Treiber von Paragon günstig bekomme, werde ich wohl weiterhin hin und her booten müssen oder "Arbeitsdateien" auf ein FAT-formatiertes Laufwerk / USB-Stick bereit halten. Denn mit FAT können beide Betriebssysteme gut.

Dienstag, 24. Juni 2014

Welche Verzeichnisse sollten ggf. von TimeMachine-Backups ausgeschlossen werden

Time Machine ist eine nützliche und einfach zu nutzende Backuplösung für den Alltag. Wer jedoch viel Daten produziert, umkopiert, usw. wird leider auch bei einer großen Backup-Platte feststellen müssen, dass diese zusehends vollläuft.

Man muss jedoch nicht alles auf seinem Rechner mit TM sichern lassen. Schließt man einige Verzeichnisse vom Backup aus, geht das Backup schneller und verbraucht wesentlich weniger Platz. Da der Inhalt von ausgeschlossenen Verzeichnissen nicht gesichert wird, besteht allerdings die Gefahr, dass bei einem Festplattencrash o. Ä. Daten verloren gehen. Es kommen daher vor allem jene Verzeichnisse zum Ausschließen in Frage, die aus anderen Quellen (Internet, Installationsmedium, etc.) leicht wieder hergestellt werden können. Wichtige Dinge, die sonst nicht gesichert sind, sollten freilich nicht ausgeschlossen werden (außer Datenschutzbestimmungen verlangen dies explizit, aber das ist ein Spezialproblem.).

Was soll oder könnte m aber ausschließen? Hier eine Liste der interessantesten Ordner mit einem kurzen Kommentar dazu:

/Applications – der Anwendungsordner ist wahrscheinlich ein ziemlich dicker Fisch. Falls man für die Installationspakete von allen Programmen sowieso gespeichert hat, kann man auf vielleicht auf die Sicherung des Ordners verzichten. Ich würde es allerdings nicht empfehlen, da so manches (automatische) Update unliebsame Überraschungen bereithält und man lieber wieder die alte Version wiederherstellt.

~/Downloads – je nach Fleiß liegen in diesem Ordner Tonnen von Dateien. Vieles lohnt wahrscheinlich nicht der Sicherung und bläht das Backup nur unnötig auf. Alle Downloads mag ich allerdings auch nicht ausschließen; ich verwende daher für tendenziell unwichtige Downloads einen (bzw. mehrere) Exclude-Ordner, die ich explizit aus dem Backup ausschließe.

/Users/[user]/Library/Caches & /Library/Caches – Caches können sehr viel Platz beleben und brauchen nicht gesichert werden, da es sich (in aller Regel) nur um Vorgangsdaten, wie etwa dem Browser-Cache, handelt.
Selbst wer sehr vorsichtig ist, sollte trotzdem die dicksten Brocken in den Cache-Ordnern (Browser, Converter & Telefon-Software, etc.) ausschließen.

/Users/[user]/.Trash & /.Trashes
 – Hier scheiden sich die Geister. Manche Leute finden es sinnvoll den Papierkorb zu sichern, manche finden es gerade zu bedenklich. Ich sichere.

Hier noch einige weitere Kandidaten:

/Library/Audio – Hier kann sich auch sehr viel Müll verbergern, insbesondere wenn man GarageBand samples erstellt.

/Users/[user]/Music/iTunes/iTunes Music/Podcasts – Wer Podcasts nicht für die Nachwelt aufbewahrt, sondern nur einmal durchhört, kann hier wahrscheinlich einiges sparen; die Podcasts können zudem bei Bedarf neu geladen werden (wer keine schnelle Internet-Verbindung hat, kann über eine Sicherung nachdenken).

Schließlich währen noch einige Apps zu benennen, die eine Menge (unnötigen) Platz im Backup belegen können.

Virtualisierungssoftware

Parallels (/Users/[user]/Library/Parallels) VMware (/Users/[user]/Documents/Virtual Machines) – die Images virtueller Maschinen sind mittlerweile häufig so groß (25GB+), dass diese sich nicht mehr sinnvoll einfach mal so sichern lassen, ohne Gefahr zu laufen, ständig mit einem vollen Backup-Drive kämpfen zu  müssen. Ich sichere meine Images daher in regelmäßigen Abständen in einem Zug, und nicht inkrementell mit Time Machine.

Wer ein fleißiger Schreiber ist (oder fauler Sortierer) hat wahrscheinlich auch so manches Päckchen in seinem Email-Datenordner liegen. Die Emails sollten auf jeden Fall gesichert werden, allerdings braucht man den Download-Ordern für geöffnete Anhänge nicht mit sichern; das ist nur doppelt gemoppelt. Man kann den Ordner auch öfter mal ausmisten.
/Users/[user]/Library/Mail Downloads

Negativ aufgefallen sind mir auch die Desktop-Suits von verschiedenen Handys (Windows Phone Connector, Nokia-Suite, etc in ~/Library/Application Support/...). Diese erstellen oftmals Kopien der übertragenen Dateien und legen bei Updates teilweise Backup-Images der Phone-Installationen an. Da sind schnell einige Gigabyte zusammen.

Es gäbe noch einige System-Ordner mit temporären Dateien, aber hier kann man in der Regel nicht viel Einsparen, sodass der Aufwand m.M. nicht lohnt.

Noch ein Wort der Warnung: Wer nicht genau weiß was er tut, sollte lieber keiner Änderungen vornehmen und Time Machine einfach machen lassen.

Montag, 23. Juni 2014

Macroblocks beim Spulen in VLC: MPlayerX comes to rescue

Im Internet findet man immer häufiger Video-Dateien im MKV-Format. Dabei handelt es sich um das opensource Multimedia-Containerformat Matroska (rus. Matrjoschka). Das Video im MKV-Container kann in einer Reihe von Video-Codecs kodiert sein; in der Regel handelt es sich wohl aber um MPEG oder H.264. Als Encoder kommt regelmäßig FFMPEG zum Einsatz. Hier nun zum Problem:

Bei einem in FFMPEG mit dem Lavf55.10.3 Encoder erstellten MKV-v2 Film (MPEG4/AVC-Video und AAC-Audio) zeigten sich in VLC 2.1.3 beim vorwärts/rückwärts Spulen Macroblocks. Auf dem MKVToolNix bug tracker hatte ich ein passendes Ticket gefunden: macroblocks when seeking in remuxed video with VC1. Ob der Bug auch mit einem aktuelleren Encoder auftritt, kann ich nicht sagen; ABER: In MPlayerX kann ich die Datei irgendwelche Fehler vor- und zurück Spulen. Ich vermute, MPlayerX hat einen neueren Encoder für MKV/Lavf55-Dateien oder behandelt die so codierten Dateien irgendwie anders. Ob der Fehler auch auftreten würde, wenn eine neuere Version des Lavf-Encoders verwendet wird, weiß ich nicht. In Quicktime mit Perian-Erweiterungen konnte ich die Datei zwar einwandfrei abspielen, beim Spulen gibt es zwar keine Macroblocks, es ruckelt aber. Perian wird aber leider nicht mehr weiterentwickelt.

Damals, vor etwa zwei Jahren, hatte ich MPlayerX (bzw. eine MPlayer-Variante) als einzigen Mediaplayer verwendet. Um VLC kommt man aber letztlich nicht herum, da auch so manche andere OSX-Applikation auf eine installierte VLC.app besteht. VLC ist für mich irgendwann am MPlayer vorbeigezogen, hinsichtlich der Abspielqualität, Usability, etc. Im Moment gibt es aber bei VLC wieder einige Rückschritte, wie etwa die Entfernung der LUA-Schnittstelle, und neuerliche Qualitätsprobleme, wie die gerade beschriebenen.

Fazit: Einfach MPlayerX als zweiten (oder ersten ^_^) Media-Player bereithalten, und gut ist.

#Nachtrag:
Ich habe mir den Spaß erlaubt und den MKV-Dateicontainer in ein MP4-Container per direct-copy geremuxt (dauert weniger als einer Minute); beim MP4-Container traten seltsamerweise keine Fehler auf, egal bei welchem Player – obwohl es sich um die gleichen Rohdaten handelt. Der Support für MKV ist scheinbar nicht so gut, wie für MP4. :(

Donnerstag, 19. Juni 2014

Firefox: Ziel speichern unter per Alt-Taste-Shortcut wie bei Safari

Um verlinkte Dateien ohne den umständlichen Dialog "Ziel speichern unter..." herunterzuladen, hält man in Safari einfach die ALT-Taste und klickt dann au den gewünschten Link. Das ist superpraktisch und spart viel Zeit.

In Firefox geht das sicher auch – dachte ich. Diese Funktionalität wurde allerdings in irgendeinem früheren Update abgestellt. *kopfschüttel*
Man kann sie aber (wie sollte es anders sein) in den erweiterten Einstellungen von Firefox wieder einschalten:

1. about:config  in die Adresszeile eingeben, Enter drücken,
2. nach browser.altClickSave suchen; 
3. und den gefundenen Wert auf true setzen (auf die Zeile doppelklicken), fertig!

About config browser altClickSave 1

Schon flutscht der Download mit Alt+Klick auch in Firefox wieder. :-)

Die wichtigsten Tastaturkurzbefehle für Microsoft Excel 2011, 2008 & 2004

Wenn ich mir MS Office unter Mac OSX und Windows anschaue, beschleicht mich stets ein zwiespältiges Gefühl. Die Windows-Version bietet in  manchen Punkten nach wie vor mehr Funktionen, ist dafür aber enorm unübersichtlich (hier drängt sich der Eindruck der "eierlegenden Wollmilchsau" auf). Insgesamt arbeite ich lieber mit der Mac OSX Version von Office.

Leider verhält sich die Mac-Version teilweise jedoch etwas anders als die (gewohnte) Windows-Version. Dies gilt besonders bei Tastaturkurzbefehlen bzw. Hotkeys. Jeder hat freilich andere Bedürfnisse, aber folgende Shortcuts wird sicher kein Excel-Benutzer missen wollen:

 Befehl

Windows

Mac OSX (Excel 2004/2008/2011)

Zelle bearbeiten

F2


⌃ + u  

(CTRL + u)

Zeilenumbruch innerhalb einer Zelle

ALT + Enter


 +  + 

(CTRL + CMD + ENTER) 

Zwischen Arbeitsblättern (Sheets)

hin und her wechseln

(wie ALT + TAB bei Programmen)

CTRL + BILD AUF

CTRL + BILD AB


⌃ + [FN] + ↑ (CTRL + FN + Cursor nach oben)

⌃ + [FN] + ↓ (CTRL + FN + Cursor nach unten)

 

[FN+Pfeil entspricht Bild auf/ab beim Apple Wireless Keyboard] 

Zwischen Formel und Ergebnis

in einer Zelle umschalten

CTRL + '


⌃ + ⇧ + ´

CTRL + SHIFT + Accent-Zeichen (zwischen ? und Löschen)

 

Damit sollte die Arbeit nun um  einiges schneller von der Hand gehen. Frohes Schaffen!

Montag, 9. Juni 2014

Warnung vor mycoupon.tv

Sie würden gerne ein Schnäppchen machen, wollen aber nicht über den Tisch gezogen werden? Dann kann ich nur vor mycoupn.tv (auch teilweise schon unter anderen Adressen in Internet unterwegs) warnen. Hier wird mit dem Versprechen geködert, Gutscheine von bekannten und beliebten Anbietern (wie Amazon, iTunes, Aral, usw.) zum halben Preis (50% Rabatt) zu bekommen. Ja, bei so einem Versprechen sollte man skeptisch sein – und zwar zu Recht.

Das Angebot hält nämlich an keiner Stelle das, was es verspricht.

- Das fängt bei der Gutscheinauswahl an: Sie wollten einen Amazon- oder Aral-Gutschein? Den gibt es nur, wenn sie in der richtigen/niedrigsten Preiskategorie, z. B. 10,-, einen Gutschein zum halben Preis erworben haben. Haben Sie also einen Gutschein für 25,-, tja dann müssen sehen, was es in dieser Preisgruppe für Sie gibt – wahrscheinlich nichts Passendes, das neben dem versprochenen Gutschein doch nur weitaus höhere Folgekosten mit sich bring; dazu unten mehr.

- haben Sie doch den richtigen Gutscheinwert ausgesucht, heißt dies noch lange nicht, dass Sie den gewünschten Gutschein bekommen. Denn der Anbieter behält sich hier vor verschiedene Gutschein-Anbieter zu einer Gruppe zusammenzufassen, aus der man dann „nach Verfügbarkeit“ einen Gutschein erhält – dreimal dürfen sie raten, welchen Gutschein sie am Ende bekommen! Bestimmt sind die Amazon & iTunes-Gutscheine immer (sofort) alle und sie bekommen... irgendwas, dass Sie nicht brauchen können. 

- Letztlich kann man dann innerhalb der Wertgruppe für seinen Gutschein einen Anbietergutschein erwerben; dabei finden sich dann so tolle Sachen wie etwa ein Lamborghini-Fahr-Gutschein für 50,- Euro, usw. Leider kostet die tatsächliche Fahrt beim Anbieter dann 250 Euro aufwärts, sodass ihr Gutschein höchstens als "Lockmittel" gesehen werden kann. Und so geht das in einer Tour weiter; es gibt wohl kein Angebot ohne Pferdefuß (Reisegutscheine mit der Verpflichtung besonders teure Zimmer zu nehmen, bei Eintrittsgutschein ist es so, dass der Eintritt vor Ort für jedermann oft zu einem niedrigeren Preis zu haben ist, als mit dem Gutschein, etc, etc...)

- der eigentliche Betrug ist allerdings in den Abwicklungsmodalitäten versteckt. Die AGB unterläuft glatt das Fernabsatzgesetz bezüglich des gesetzlichen Rückgaberechts, indem in einer Klausel "vereinbart" wird, dass das "Widerrufsrecht erlischt vorzeitig, wenn der Vertrag von beiden Seiten auf Ihren ausdrücklichen Wunsch vollständig erfüllt ist, dass heißt der Gutschein an den Beschenkten ausgeliefert wurde, bevor Sie Ihr Widerrufsrecht ausgeübt haben." Da die tollen Gutscheine i.d.R. sofort per Email ausgeliefert werden, gibt es hier kein Rückgaberecht!

- Derartige Zusammenhänge werden bewusst verschleiert. So gibt es auf der Webseite von mycoupon.tv (die zur Yourdays Media AG gehört) eine mehrseitige, vertrauenerweckende "So funktioniert's"-Seite. Die letztlich nur aus bunten Bildern und etwas Text versucht einen "seriösen Eindruck" zu erwecken; aber keine wirklichen Informationen bietet. Auf der besagten Seite findet sich lediglich der unspezifische Hinweis, "Es besteht keinen Anspruch auf einen bestimmten Gutschein."  Wer hier denkt, es bestünde eventuell kein Anspruch auf einen Gutschein in einer bestimmten Farbe oder mit einem bestimmten Motiv (die Gutscheine werden gerne zum Valentinstag o. Ä. unters Volk gebracht, und eher in die Richtung denkt) oder eben von einem bestimmten Anbieter (siehe die beiden ersten Punkte)!

(- Diese Zusammenhänge werden insofern auch mit der zweifachen Bedeutung des Wortes Gutschein verschleiert. Wer Gutschein liest, der denkt an den Gutschein des gewünschten Anbieters (Amazon, Aral, etc.), wenn auf der Seite aber von Gutschein die Rede ist, meinen sie ihre sogenannten „Gutschein“ für den Erhalt eines Anbietergutscheins. So etwas gibt es zwar auch bei anderen Anbietern, aber nicht mit den beschriebenen Einschränkungen, sodass man am Ende hier eben nicht bekommt, was man möchte.)

- Besonders tückisch an der Seite ist, dass auf den ersten Blick ähnlich, wie von bekannten, seriösen Anbietern wirkt (etwa BestChoice).

- Neuerdings lässt die Firma mit der Bestätigung der AGBs auch gleich noch das Abonnement abnicken.

Die Höhe ist schließlich, dass WEB.DE über seine eigenen "Best Price" Angebote auch noch für so unglaublich unseriösen Anbieter auch noch Werbung macht und damit noch die Stange hält! (Ich vermute, dies geschieht auch bei WEB.DE nicht ganz uneigennützig, nimmt man doch für Support-Anrufe, die in so einen Fall fällig werden, richtig Geld. Das ist auch ein Geschäftsmodell.)

Liebe Leute, ich kann auch nur von mycoupon.tv / YOURDAYS Media AG abraten.
Wer seine Lieben oder sich selbst mit einem Gutschein beschenken möchte, sucht vielleicht einen lokalen Anbieter und kauft einen echten Gutschein oder greift direkt auf die Gutscheine betreffenden Online-Anbieter zurück. Es schadet nicht, auch andere zu warnen.

Hier noch einige Links von Leuten, die schon "Probleme" mit der netten Firma hatten:
-  Yourdays Media - Ferrari...Lamborghini fahren für 25EURO
- Mehrere Beschwerden über den Anbieter auf ReclaBox, ohne Anwalt geht hier scheinbar gar nichts.
Web.de (Best Price) wirbt für unseriösen Anbieter: mycoupon.tv
- vor einiger Zeit gab es auch auf myDealz noch einige Warnungen zu dem Anbieter; diese wurden aber gelöscht (Abmahnungen? Tja, ...)

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Quelle: https://www.flickr.com/photos/o5com/4951598106/
Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/ 

Freitag, 6. Juni 2014

Durchschnittspreise und Preistrends bei ebay Testberichte

Ja, das passt jetzt nicht so ganz zum Rest, aber sei's drum.

Wer öfter auf eBay unterwegs ist, möchte natürlich vor dem Einkauf - auch wenn dieser dann ganz wo anders stattfindet - wieviel man den für die Ware seines Begehrens durchschnittlich so abdrücken muss.

Einfach im Marktplatz zu stöbern, ist schon mal nicht schlecht; gibt einem aber kein leider wirklich objektives Preisbild der Ware, da die Preise je nach Tageszeit und Wochentag schwanken.

Ein wesentlich besseres Bild bekommt man, wenn man nach "beendeten" oder "verkauften" Artikeln in der erweiterten Suche bei eBay sucht. Der Nachteil an dieser Methode ist jedoch, dass sich bei den beendeten Artikeln "Kraut und Rüben" finden; da ist mal ein defektes Gerät für Bastler dabei, einer gibt noch 5 Batterien und ein Autogramm von Conchita Wurst mit dazu, usw. Man müsste also idealerweise alle Beschreibungen der beendeten Artikel durchackern, was natürlich etwas anstrengend ist.

Besser Preisauskunft bekommt man zumindest für aktuellere und häufiger gehandelte Produkte über die "Testberichte von eBay-Mitgliedern". Man sucht in den Testberichten nach dem gewünschten Produkt; wird man fündig, erscheinen meist einige Varianten des Produkts (z.B. verschiedene Modelle, Farben, etc.). Man wählt, diejenige nach der man sucht, idealerweise aber diejenige mit den meisten Berichten (ich glaube, es ist stets das erste in der Liste). Im Testbericht findet man nun, wenn man etwas nach oben scrollt, die sehr informativen "Preistrends". Dabei handelt es sich um einen Plot der Durchschnittspreise für dieses Produkt bei eBay. Das sieht dann etwa so aus:

Hier, ein Link zum selbst anschauen.
Die Produkttrends-Grafik zeigt den durchschnittlichen Preis für Auktionen und Sofort-Kauf-Angebote jeweils für Neuware und Gebrauchtware des betreffenden Produkts. Man kann hier auch gleich noch die Beendeten Artikel aufrufen, die glaube ich für diese Statistik herangezogen wurden (in dem Fall sind es 119).

Traue keiner Statistik.. blah, blah. Der Tendenz nach gibt der angezeigte Durchschnittswert aber allemal ein objektiveres Bild, als selbst etwas herum zu stöbern. Interessant an schließlich auch der Preistrend selbst; bewegt sich der Preis auf einem konstanten Niveau oder steigt oder fällt er in letzter Zeit, soll ich gleich kaufen oder gegebenenfalls noch etwas warten?
Tja, die Qualen werden damit nicht weniger, aber zumindest ist man über das Preisbild besser informiert. :)


Montag, 2. Juni 2014

Upgrade auf MacJournal 6: Autorisierung erneuern

Vor kurzem hatte ich ein Upgrade auf MacJorunal 6 erwerben, da ich schon mit Version 5 sehr zu frieden, aber einige neue Features & Updates nutzen wollte.

Kurz zu MacJorunal. Wie der Name schon andeutet, handelt es sich dabei im Kern um eine Journal/Tagebuch-Anwendung. Man kann es aber auch sehr gut zur Wissensverwaltung (ähnlich wie DevonThink oder Evernote) nutzen, aber auch als Offline-Blogging-Software. Das Programm ist wirklich sehr flexibel, aber trotzdem leicht zu bedienen; weshalb ich eine ausdrückliche Empfehlung aussprechen möchte.

Dazu trägt auch bei, dass MacJorunal von fleißigen Programmierern betreut wird (ich hoffe, das bleibt auch so), die schnell auf Anfragen reagieren; jedes Problem lässt sich freilich nicht von vornherein vermeiden. So hatte ich nach dem Upgrade auf MJ6 das das Problem, dass ich bei einem Blog ständig meine Kennung eingeben / MacJournal autorisieren musste, obwohl ich dieses Blog mit der Software schon seit Jahren nutzte. Nach Rücksprache mit dem Entwickler fand sich auch schnell eine Lösung für das Problem: Bei andauernden Anfragen zur Autorisierung der App muss man  in die Schlüsselbundverwaltung gehen, und alle Macjournal Programmkennwörter/Auth-Objekte löschen, die MJ  neu starten und die Verbindungen erneuern (ich glaube, ich hatte nur die Blog-Einstellungen in MacJournal geöffnet, nichts an den Kennwörtern geändert, sondern nur gespeichert und ein neues Post hochgeschickt), schon läuft es auch ohne die störende Autorisierungsanfragen.

Safari 5.x & 6.x auf älteren Macs: Noch hübsch anzusehen – aber veraltet - Ersatzbrowser?

Auf einem älteren Mac surfte ich bis vor Kurzem wie gewohnt mit Safari – 5.1.7 heißt etwa die letzte Version für Snow Leopard. Bei Lion mit Safari 6.x sieht es ähnlich aus.Obwohl diese ältere Safari-Versionen noch immer ihren Dienst tun, muss ich mich zumindest auf dieser Kiste langsam, aber sicher von Safari verabschieden. Vier Gründe sind hierfür entscheidend:

- Es gibt immer mehr Webseiten, die aktiv Nutzer mit Safari 5.x aussperren – und dabei handelt es sich durchaus um relevante Seiten wie Tumblr oder Github. (Das ist teilweise Firmenpoltik, wie bei Google, aber durchaus auch technisch begründet; denn:)

- Es kommt zudem auch bei immer mehr Seiten zu Darstellungsproblemen, etwa bei den Diensten von  Microsoft – mit Firefox & Chrome geht’s. Hier eine Übersicht der HTML5 Kompatibilität verschiedener Browser.

- Weiterhin versagen immer mehr (der eh schon rar gesäten) Safari-Plugins ihre korrekte Funktionsweise mit älteren Versionen.

- Schließlich ist anzumerken, dass es lange keine Updates mehr für den Browser gab – und auch nicht mehr geben wird – sodass man schon allein aus Sicherheitsgründen zu einem aktuellen Browser greifen sollte.

Mittlerweile gibt es zum Glück ja eine reiche Auswahl an Browser für Mac OS X. Ohne jetzt auf Benchmarks zu verweisen (davon hatten wir glaube ich mittlerweile genug, 5% schnelleres Javascript, etc... das Thema ist durch). Neben den üblichen Verdächtigen (Firefox, Opera, Chrome) ist vielleicht noch Torch für Downloadhungrige interessant, OmniWeb (auch für 10.9) ein (zugegeben gewöhnungsbedürftiger) Geheimtip, und Sleipnir (zwar auch nicht mehr ganz frisch) für Abenteuerlustige. Ich persönlich nutzte (wieder) Firefox.

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Auf neueren Systemen würde ich zwar bei einem der großen Browser bleiben, als Zweitbrowser können die drei genannten aber durchaus gefallen. 

Mittwoch, 21. Mai 2014

Die Lösung aller Youtube Probleme: Youtube Center - Autoplay deaktivieren, Lautstärke anpassen, Videos downloaden, uvm.

Wie im letzten Beitrag angedeutet, bin ich nach dem Release der neuen Oberfläche wieder häufiger mit Firefox unterwegs.

Ich hatte in Firefox zwar noch einige Erweiterungen installiert, musste aber feststellen, dass so manche mittlerweile ihren Dienst versagten; das galt vor allem für die Youtube-Erweiterungen die ich hatte. Klar, auf YT tut sich immer viel – eine zuverlässig funktionierendes Add-On muss hier ständig nachbessern. (Kleiner Wink: Spenden & Glückwünsche an die Macher könnten die Motivation steigern, die Herausforderung dieses Hase-Igel-Wettlaufs mit YT aufzunehmen.)

Ich muss sagen, ich hatte tatsächlich etwas Mühe, eine schicke und vor allem funktionierende Firefox-Erweiterung zum Herunterladen von YT-Videos zu finden. Am Positivsten ist mir dabei noch das Add-On Best Video Downloader 2.

Wirklich übel aufgeschlagen ist mir bei YT mit Firefox jedoch, dass Videos sofort anfangen zu laufen und auch in Tabs im Hintergrund lärmen; das Problem lautete also: wie schalte ich Video Autoplay auf Youtube ab?

Seit langem stört mich an YT auch, dass Videos viel zu laut sind im Vergleich zur Tonausgabe anderer Programme auf meinem Mini (sei es aus iTunes, VLC, what ever)…

Die Lösung für diese Probleme, sowie auch das Herunterladen von Videoclips, habe ich schließlich in der für jeden Browser verfügbaren Erweiterungen: YouTube Center gefunden.

Ist die Erweiterung aktiv, findet sich auf YT bei einem Video über den regulären Buttons eine neue Leiste (von mir hier grau eingerahmt), mit der man Videos herunterladen kann, den Hintergrund der Seite dimmen (die Lampe), um Filme ungestört genießen zu können, und Optionen zur Anpassung der Größe und Seitenverhältnisse des Videos.

YouTube Center Interface

 

 

 

 

 

 

 

Das sind allerdings nur die vorgegebenen Optionen und längst nicht alles. Wirklich spannend wird es, wenn man sich zu den Einstellungen von YouTube Center begibt (kleines Zahnrad auf der YT-Seite oben rechts). Hier ein Screenshot.

YouTube Center  Einstellungen 1 1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

- Autoplay von Videos deaktiveren: YTC->Einstellungen->Player->Automatische Wiedergabe: Wiedergabe, Playlists, ... in Tabs verhindern

YouTube Center  Einstellungen  Automatische Wiedergabe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

- Um die Lautstärke anzupassen:  YTC->Einstellungen->Player->Lautstärke:   Anpassung aktivieren, Lautstärke wie gewünscht, z. B. 75%.

YouTube Center  Einstellungen  Lautstärke

 

 

 

 

 

 

Interessant sind auch die Einstellungen unter Auflösung: mit der sich die bevorzugte Auflösung (z. B. 720HD) festlegen lässt. Und vieles mehr. Die Einstellungen scheinen wirklich alles zu bieten, was das Herz begehrt. Man sollte sich aber nicht verlieren und einfach die Dinge anpassen die auf YT stören, und den Rest lassen, wie er ist.

Have Fun.

Dienstag, 13. Mai 2014

Der Fuchs ist wieder da: Firefox 29 mit Australis-Oberfläche für Mac OSX

Den Fuchs länger nicht gesehen? Das soll sich ändern. Bei Firefox für Mac OSX hat sich in der jüngeren Vergangenheit einiges getan. Zuletzt wurde vor allem unter der Haube geschraubt, um den Speicherverbrauch zu reduzieren und die Geschwindigkeit zu erhöhen. Tests haben gezeigt, dass beides sehr gut gelungen ist und der Fuchs wieder ganz oben auf ist.

Nun wurde aber mit der Version 29 endlich auch eine neue Oberfläche namens Australis freigegeben.
Die Reaktionen im Netz auf die neue Oberfläche fielen allerdings recht gemischt aus. Insbesondere Puristen sahen darin eine leidige Annäherung der Optik an den Google Browser. Wie dem aus sei; unter Mac OSX hat sich das Facelifting für mich auf jeden Fall gelohnt und macht sich sehr positiv bemerkbar. Der Browser sieht damit nicht nur frischer aus, sondern passt sich für mich auch besser ins System ein. Daumen hoch. 

FF29

Samstag, 3. Mai 2014

T-mobile Xtra DayFlat als Notnagel

Das liebe Internet von KabelBW geht gerade nicht (seltsam, dass ich hier gerade schreibe, hehe?).
Als Notnagel habe ich heute eine XtraCard DayFlat für 99 cent aus einem Surfstick ins Smartphone gesteckt, um Internet per W-Lan in der Wohnung zu verteilen.
Dies funktioniert erstaunlich gut, weshalb ich die Sache empfehlen möchte. Günstige XtraCards mit 10 bis 15,- Euro Guthaben bekommt man z. B. auf ebay schon für ca. 3,–. Seltsam, aber wahr.

Laut den Vertragsbedingungen wäre eine solche Xtra DayFlat nicht sonderlich interessant, da schon nach geschlagenen 25 MB (!??) das mobile Highspeed-Internet gedrosselt wird.
Allerdings nicht so wie im Vertragsdokument angegeben. Dort heißt es:

"Xtra Handy DayFlat gilt für … Datenverkehr im deutschen Mobilfunknetz der Telekom mit Geschwindigkeiten von bis zu 3,6 Mbit/s im Download und bis zu 384 kbit/s im Upload. … Ab einem Datenvolumen von 25 MB wird für die restliche Dauer der 24-stündigen Nutzungszeit die Bandbreite auf maximal 64 kbit/s im Download und 16 kbit/s im Upload beschränkt (Abrechnung im 100-KB-Datenblock)."

Schon nach wenigen Minuten bekam ich auch auf das Handy eine SMS mit dem Text: Sie surfen jetzt mit reduzierter Geschwindigkeit…

Sehr viel langsamer kam mir das Netz aber nicht vor, wie folgender Test zeigt.

Speedtest

Ob diese hohe Geschwindigkeit bei mir nun Zufall ist, oder gedrosselte Geschwindigkeit nur "etwas langsamer als Maximalgeschwindigkeit" heißt, weis ich nicht.
Ich kann nur sagen: "Enjoy it while you have it!" 

Hier noch etwas Kleingedrucktes:

- Laufzeit: "Das Abrechnungsintervall für die Xtra Handy DayFlat beginnt mit der Buchung der Option und endet nach 24 Stunden. …  Besteht nach 24 Stunden die Datenverbindung weiter oder wird eine neue Datenverbindung aufgebaut, so wird erneut eine Xtra Handy DayFlat berechnet. "

- Alles interessante Verboten: Erlaubt und Unterstützt ist "das Surfen mittels Internetbrowser sowie das Versenden und Empfangen von E-Mails. … das Datenvolumen darf nur mit einem Handy ohne angeschlossenen oder drahtlos verbundenen Computer genutzt werden. Eine Nutzung mit Data Cards, Data USB Sticks, Surf- Boxen oder Embedded Notebooks, Tablet-Computer sowie die Nutzung von VoIP, Instant Messaging und Peer-to-Peer Verkehr ist nicht Gegenstand des Vertrags."
> Man kann, das Datenvolumen natürlich nutzten, wie man will. Bei manchen Internet-Diensten hatte ich jedoch Einschränkungen festgestellt, das meiste geht aber. 

- Alternativ zur Option Xtra Handy DayFlat können die Optionen Xtra Flat - Daten oder Xtra HandyFlat gebucht werden. Die Daten-Flat ist einen Monat (Highspeed zugesichert bis 50 MB) aktiv und kostet 4,95; Die monatliche HandyFlat kostet 9,95 und ist für 200 MB gut. Klingt alles nach sehr wenig, wenn die Geschwindigkeit wie bei meiner Day Flat aber auch nach diesem Limit weiterhin hoch ist, hat man hier eine günstige Backup-Lösung für kürzere oder längere Internetausfälle.

Update #1: Die hohe Geschwindigkeit gestern war wohl doch ein Ausreißer, den heute läuft es nach den ersten 25 MB tatsächlich in der versprochenen Langsamkeit. Gestern hatte ich noch 100 MB große Dateien in etwas über einer Minute geladen… Ich muss mich also wiederholen: "Enjoy it while you have it!"

 

 

Donnerstag, 1. Mai 2014

Dokumente von issuu.com herunterladen: curl machts möglich

Immer häufiger findet man im Internet interessante Präsentationen und kostenlose Magazine, auf Seiten wie issue.com scribd.com, slideshare.com, etc.
Einige der Inhalte kann man zum offline lesen auch herunterladen. Bei manchen Dokumenten gibt es diese Option allerdings nicht.

Hier hilft uns curl – ein Kommandozeilen-Tool zur Automatisierung von Webaufrufen – und etwas Handarbeit aus der Patsche. Auf Unix-Systemen wie Mac OSX und Linux ist das Tool üblicherweise bereits vorinstalliert.

Als Beispiel möchte ich zeigen, wie man ein Dokument von issuu.com offline verfügbar macht.

1. Bild-URL

Die Dokumente werden i.d.R. mit Hilfe von Flash angezeigt. Das Dokument selbst besteht bei issuu allerdings einfach aus JPG-Bildern.
Den Link zu den Bildern kann man im HTML-Quelltext der Seite finden im Tag:

<link rel="image_src" href="http://image.issuu.com/xxxxxxxxxxxx-xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx/jpg/page_X_xxxxx_xxxxx.jpg">

Um die URL zum (ersten) Bild zu bekommen, schneidet man einfach den letzten Teil ab: _xxxxx_xxxxx.jpg

http://image.issuu.com/xxxxxxxxxxxx-xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx/jpg/page_1.jpg

2. Download mit curl im Terminal

curl "http://image.issuu.com/140117100359-f1d2ccb1b003c64c30a7fd34f89cbe86/jpg/page_[1-32].jpg" -o "#1.jpg"

Erklärung: Man übergibt curl die Bild-URL. In der geschweiften Klammer gibt man die Nummern der zur ladenden Dokumentseiten an. Mit –o wird angegeben, unter wie die geladenen Bilder sequenziell benannt werden. Die Bilder landen im aktuellen Verzeichnis, in dem curl aufgerufen wird.

Nachdem man die Bilder geladen hat, kann man sie natürlich beliebig weiterverarbeiten, in ein PDF stecken, oder einfach betrachten.

PS: Wem das zu kompliziert ist, der kann auch folgende spanische Seite verwenden, welche einem die Bilder automatisch heraussucht.
Man muss dazu die URL zum gewünschten issuu-Dokument und die Gesamt-Seitenzahl eingeben. Beschreibung hier (automatisch übersetzt).


Mittwoch, 30. April 2014

Mac OSX Dienste-Menü leer, was tun?

Selten aber doch einigermaßen regelmäßig muss ich feststellen, dass das praktische Dienste-Münu leer oder unvollständig ist – egal ob unter Snow Leopard, Mountain Lion oder Mavericks.

1. Die Dienste findet man gleich im ersten Menü in jedem Programm oder im Kontext-Menü von Dateien im Finder. Das Dienste-Menü ist kontextspezifisch, d. h. je nachdem was man selektiert hat (Dateityp, Textauswahl, etc.), zeigt es andere Dienste an.

Safari Markierter Text Dienste

Manchmal hilft hier ein Neustart, aber auch nicht immer. Zunächst sollte man prüfen, ob die Dienste-Einträge nicht aus irgendeinem Grund deaktiviert wurden. Siehe Punkt 2 unten.

Sichere Abhilfe für verschwundene Items ohne Neustart bietet – wie so oft – ein Terminalbefehl. Der Befehl ist zur Abwechslung relativ kurz: 

/System/Library/CoreServices/pbs -existing_languages de en

Teilweise habe ich auch die folgende Befehlskombination gefunden. Der zweite Befehl ging bei mir allerdings nicht, Ergebnis war aber scheinbar das gleiche.

/System/Library/CoreServices/pbs -flush
/System/Library/CoreServices/pbs -update

Auf Hilfeseiten wird häufig nur der Aufruf von .../pbs – ohne zusätzliche Argumente angeführt. Dies kann allerdings zur Folge haben, dass man ein plötzlich ein englischsprachiges Dienste-Münu hat (es heißt dann auch Servies… statt Dienste…). Das obere Kommando weist an, die deutsche und englische Service-Liste neu zu laden. Siehe Developer Q&A hier. Infos zu mögliche Sprachen hier.

Hinweis: Laut der offiziellen Dokumentation (ganz unten: Testing) sollte dieser Befehl nur zu Debug-Zwecken eingesetzt werden und nicht manuell aufgerufen werden.
Da ich damit aber noch nie Probleme hatte, kann ich den Ansatz sicheren Gewissens weiterempfehlen.

Bei der Gelegenheit kann man auch gleich sein Dienste-Menü entrümpeln und unnötiges entfernen. So manche Dienste braucht man einfach nicht.

2. Unter Systemeinstellungen -> Tastatur -> Tastaturkurzbefehle: Dienste finden sich alle vorhandenen Dienste gruppiert nach Type.
Alles was man nicht braucht kann man dagegen abhaken. Ebenso lässt sich Fehlendes wieder anhaken.
Vielleicht entdeckt ihre auch das ein oder andere Nützlich dabei, etwa Text Statistics…, Text-Konvertierungen, o. Ä.
Zusätzlich kann man auch Tastenkombinationen für häufig verwendete Dienste vergeben. Leider kommt es dabei leicht zu Konflikten; was aber mit einem Warnschild angemerkt wird. 

Tastaturkurzbefehle Dienste 

Viel Spaß damit.


Montag, 14. April 2014

Magic Trackpad Test: Ergonomie-Booster

Das Magic Trackpad ist nun schon einige Jahre bei mir im Einsatz. Da ich es bislang nicht geschafft hatte ein ausführliches Review zu schreiben, mache ich dies jetzt.

Bevor Apple auch die Desktopnutzer mit dem Magic Trackpad beglückte, hatte ich mir schon ein günstigeres Wacom Bamboo Touch Tablett (2. Generation) gekauft. Obwohl dieses Gerät auch Multi-Touch-Steuerung sowie einige nette Zusatzfunktionen verspricht (u. a. Hardware-Maustasten, Stylus-Option, etc), hat es sich für mich im Alltag nicht bewährt. Dies lag vor allem daran, dass die Eingabe einfach zu zäh und ungenau war. Statt einer Erleichterung für die Hände stand beim Bamboo für mich Mehrarbeit und Treiber-Frustration.

Mit dem Magic Trackpad hilt am Desktop Einzug, was für die mobilen Geräte von Apple schon lange Standard ist: ein Multi-Touch-Pad. Das Magic Trackpad war für mich vom ersten Tag an wie das Gelobte Land. Wo Licht ist, ist aber bekanntlich auch Schatten. Hiervon will ich nun berichten.

Holt man das Gerät aus der (wie üblich winzigen) Packung, findet man ein schickes nur leicht schräg stehendes quadratisches "Brettchen" im Aluminium-Glas-Design vor. Ein Kabel sucht man vergeblich, da das Gerät per Bluetooth mit dem Mac spricht. Zwei AA-Batterien sind (glaube ich) dabei; man kann also gleich loslegen. (Ich verwende Akku-Batterien und lade je nach Typ alle zwei bis vier Wochen). Auf der rechten Seite des Magic Trackpads befindet sich ein Einschalter, auf der anderen Seite ein Drehknopf, der dem Weg zum Batterienfach öffnet. Auf und in der Verpackung findet sich eine Kurzanleitung. Das Design wirkte mittlerweile vielleicht nicht mehr so frisch, überzeugt mich aber bis heute.

Apple Magic Trackpad Aluminium Glas

Nicht all zu lange vor dem Trackpad beglückte Apple die Mac-Welt mit der Magic Mouse. Für mich ist diese Maus jedoch nichts. Sie ist mir zu schwer und verlangt eine unnatürliche Greifposition, die bei mir schon nach kurzer Benutzung zu Handschmerzen führt. Das Magic Trackpad scheint mir dagegen wie gemacht für RSI-Geplagte wie mich.

Scrollen, wischen, zoomen, drehen per Fingerstreich. Die Mausbewegung wird per Finger intuitiv auf der Glasoberfläche ausgeführt. Einfacher geht es kaum.
Eine kleine Übersicht der Gestensteuerung findet sich hier: Multi-Touch à la Mac: Klicken, Doppelklick, Sekundärklick, Mit zwei Fingern scrollen, Streich mit zwei Fingern in alle Richtungen, Auf- und Zuziehen (Pinch to Zoom), Drehen, vier Finger für Exposé Streich, Navigieren mit drei Fingern. Ich selbst verwende allerdings nur die einfachen Gesten (Doppel/Sekundär/Klick, Scrollen, etwas Zoom und Vor/Zurück-Streichen). Die Fingerakrobatiken hat für mich wenig nutzen, strängt auf Dauer an und verlangt wiederum seltsame Fingerhaltungen, die ich gerade vermeiden will.

Klicken kann man auf zwei Arten: Entweder durch leichtes Antippen ("tap") oder durch Herunterdrücken der gesamten Bedienfläche. Letzteres ist leider Standard. Ich ändere diese Einstellung stets als Erstes. Falls man aber den Mac mit den Boot-DVD/USB-Stick startet oder ein anderes Betriebssystem installiert, etc. wird auf diesen Standardmodus zurückgegriffen, was bei mir regelmäßig zu Irritationen führt; bis mir das "Klicken" wieder einfällt. Es gibt auch ganz wenige Programme, ca. 1% würde ich schätzen, bei denen der emulierte Klick nicht funktioniert. Es handelt sich dabei in der Regel um nicht-native Anwendungen, die mit irgendwelchen obskuren Frameworks geschustert wurden. Die meisten Nutzer werden mit solcher Software wahrscheinlich nie in Kontakt kommen.

Das Magic Trackpad ist für mich ein 99prozentiger Mausersatz. Manches geht damit nur schlecht, auch wenn vieles Gewöhnungssache ist. Damit sei auch gesagt, dass nicht alle mit einem Trackpad glücklich werden. Insbesondere Gamer werden um eine reguläre Maus nicht herumkommen.

Ich selbst verwende deshalb das Trackpad zusammen mit einer Logitech Trackman Marble Mouse für die linke Hand. Damit kann ich zwischen beiden Händen zur Entlastung wechseln und die Vorteile von (Multi-)Touch, konventioneller Mausklicks und eines Trackballs nutzen. Zusammen mit dem Apple Wireless Keyboard für mich DAS "Input Device Dream Team".
Vielleicht stelle ich mal ein Bild von meinem Aufbau ein… 

Das Magic Trackpad ist ziemlich robust. Ich habe es auch schon mehrfach auf Reisen einfach in den Koffer gesteckt ohne, dass etwas passiert wäre. Einmal ist mir allerdings eine Flasche auf die Oberfläche gefallen. Es zeigte sich zwar keinerlei oberflächliche Wirkung, aber die Funkverbindung fiel daraufhin erst mal aus, nach mehrmaligem Einschalten lief die Verbindung nur wieder stotternd an. Ich hatte zunächst den Verdacht, die Bluetooth-Einheit des Trackpads hätte Schaden genommen, aber nach kurzer Zeit lief wieder alles wie gewohnt.

Für das Magic Trackpad gibt es bekanntlich eine Reihe von Zubehör und Software. Dazu gehört die beliebten Verbinder zum Apple Wireless Keyboard (z. B. MagicWand, MagicConnector, Henge Docks, etc) oder etwa ein Akku-Ladekabel.

Softwareseitig gibt es etwa zahlreiche Programme, um dem Touchpad noch mehr Gesten beizubringen (z. B. Tools wie MagicPrefs, BetterTouchTool oder Jitouch) oder Dinge das wie Magic Numpad, mit dem das Trackpad bei Bedarf in einen Ziffernblock verwandelt lässt, Programme zum Eingeben von Unterschriften, Malprogramme und vieles mehr. Manches davon ist praktisch, ob man die Sachen aber braucht, muss man selbst entscheiden bzw. ausprobieren. Ich selbst verwende das Trackpad mit den Standardtreibern und Standardeinstellungen, siehe oben.

Das Magic Trackpad lässt sich auch mit aktuellen Bootcamp-Treibern auch unter Windows verwenden. Die offiziellen Treiber bieten allerdings einen etwas beschränkten Funktionsumfang. Als Ersatz gibt zwar auch inoffizielle Treiber (Trackpad++), diese laufen m.M. allerdings nicht immer zuverlässig und lassen sich unter 64bit-Windows nur mit Bauchschmerzen installieren.

Das Trackpad ist im Internet neu schon für ca. 60,- € zu haben, was die Kaufentscheidung erleichtern sollte. Gebraucht ist es in der Bucht auch für weniger zu haben.

Fazit: Man braucht am Anfang etwas Zeit, um sich an die Touch-Bedingung mit einem Finger und die Ruheposition der Hand zu gewöhne, bis man mit dem Magic Trackpad effizient arbeiten kann. Der Kauf lohnt sich allerdings. Nach einiger Zeit ist einem die Eingabe sehr intuitiv und im Vergleich zu einer herkömmlichen Maus vor allem weniger anstrengend.

Inzwischen gibt es auch eine erstaunlich große Anzahl von Alternativprodukten in ganz unterschiedlichen Ausführungen, Größen und Preisklassen: z. B. das Logitech Touchpad (auch speziell für Mac oder Windows 8), das Wacoom Bamboo Pad, das kleine Bamboo Fun 3G (auch in silber und mittlerer Größe), integriert mit Tastatur und viele andere mehr…
Wie die neuste Generation hochwertiger Multi-Touch-Eingabegeräte (insbesondere von Wacoom und Logitech) im Vergleich zum Magic Trackpad Abschneiden kann ich leider nicht beantworten. Ich vermute allerdings, dass sich auch heute noch kein besseres Gerät in seiner Klasse findet. 

Freitag, 14. März 2014

Warnung for Extension: FastestTube Youtube downloader

In meinem letzten Beitrag hatte ich allgemein vor der Browserextension FastestTube Youtube Downloader (die für nahezu jeden Browser zu haben ist) gewarnt.

Nachdem ich einem Artikel über Bad-ons gelesen hatte (für Safari könnte ein entsprechender Neologismus "Badtensions" lauten, *grins*), habe ich noch etwas zur FastestTube-Erweiterung recherchiert. Leider zeigte sich schnell, FastestTube ist:

  • klassische Adware (installiert, wie jedoch zumindest eingeräumt wird, das Werbetool AdLesse)
  • sowie Spyware (sammelt Namen, Emails, Kreditkartennummern!)
  • und insgesamt ein Risiko (lädt beliebigen Code nach, telefoniert nach Hause)

Fazit: Finger weg von FastestTube Youtube Downloader -> nicht installieren unf falls schon geschehen, wieder deinstallieren.
Für Alternativen zum Downloaden von Youtube-Videos siehe meinen vorherigen Beitrag unten.

Aufgrund der aufgeworfenen Problematik mit Bad-ons ist es zu überlegen, ob man Automatische Updates für Extensions im Browser deaktivieren sollte.
Einerseits verliert man damit ein Stück Komfort und verpasst ggf. zeitnahe (kritische) Updates für installierte Erweiterungen. Dafür ist man aber vor der Übernahme von Erweiterungen durch Kriminelle geschützt, wie im Falle der beliebten Chrome-Erweiterungen "Add to Feedly" und "Tweet this Page" geschehen.

 

Samstag, 18. Januar 2014

Hilfe zur Selbsthilfe: Hohe CPU-Last auf Youtube

Gerade hatte ich gestern etwas mit dem Entwickler-Modus von Safari herumgespielt und schon habe ich heute einen (Support-)Anwendungsfall dafür.

Beim Betrachten von Youtube Videos ist mir seit einigen Tagen eine ungewöhnlich hohe CPU-Last aufgefallen.
Zunächst dachte ich natürlich an das Flash-Plugin, da hier vor Kurzem ein Update eingespielt wurde. Es gab auch schon ein weiters Update in der Zwischenzeit – was immer ein Zeichen dafür ist, dass vorher etwas faul war. Aber das half nichts.

Gut dachte ich; eigentlich sollte es mit Flash ja auch nicht viel zu tun haben; werden bei mir Youtube-Videos dank ClickToFlash von Mark Hoyois doch über HTML5 abgespielt.
Stutzig machte mich schließlich der Sachverhalt, dass die hohe CPU-Last auch schon auftrat, wenn Youtube besucht wurde und noch gar kein Video gestartet war.

Hier kommt nun der eingebaute Profiler zur Webentwicklung von Safari ins Spiel.

Hat man unter Safari->Einstellungen->Erweitert das Entwicklermenü eingeschaltet, kann man mit Menü->Entwickler->Webinformationen ( bzw. ⌘+⌥+i ) einen Profiler starten.


Um ein CPU-Profil zu erstellen, wechselt man ins Register Profiler klickt unten rechts in der Statusleiste auf den Aufnahme-Button ◉. Man lässt einige Sekunden aufnehmen und stoppt dann wieder.

Safari Profiler Record 3

In der Profiler-Ausgabe sortiert man die Spalten nun nach Gesamt-CPU (▾)  und erweitert ▸ die (oberen) Zeilen mit hoher Prozessorlast.

Safari Profiler Output 2

Schon bald fand sich eine Safari-Extension, die scheinbar nicht mit meiner Safari-Version, anderen Extensions, Flash/HTML5, oder weiß-der-Geier-was… kompatibel ist.
Nach dem die betreffende Extension, die Youtube einen Button zum Herunterladen von Videos hinzufügt, deaktiviert / deinstalliert war, ging die CPU-Last sofort zurück.

Mit dem beschriebenen Vorgehen fand sich der Übeltäter schnell.

Hilfreich kann es auch sein, im Benutzerverzeichnis unter ~/Library/Safari/Extensions/ im Findern die Dateien nach Änderungsdatum zu sortieren. So erfährt man leicht, welche Plugins zuletzt mit einem Update – das vielleicht in die Hose ging – versehen wurden.

Da das Ganze doch etwas kompliziert ist, habe ich hier ein kleines Video präpariert.
 

Noch ein kurzes Wort zur betroffenen Extension: Schuldig war in meinem Fall der sog. Fastest Youtube Downloader (vor dem ich nun ausdrücklich warne).
Diese Extension ist nicht auf Apples Safari Extension-Gallerie erhältlich. Wohl aus gutem Grund, wie sich nun zeigt: FastestTube ist mindestens Adware (installiert, wie auch eingeräumt wird, AdLesse), wohl auch Spyware (sammelt Namen, Emails, Kreditkartennummern!), also ein Risiko (lädt beliebigen Code nach, telefoniert nach Hause) -> nicht installieren!

Es gibt neben der Extension-Gallerie von Apple auch inoffizielle Seiten, die Safari Erweiterungen anbieten.
Meiner Erfahrung nach sind gerade professionell aufgemachte Erweiterungen (die nicht von Einmann/frau Opensource-Programmierern stammen) gerne mit Werbung, Toolbars und sonstigen Dreingaben versehen.
Hier ist also Vorsicht geboten. Im Zweifelsfall verzichtet man also lieber auf eine Erweiterung verzichten, v.a. wenn man auch anders an sein Ziel kommt.

Für den Fall, Videos bei Youtube herunterladen, gibt es durchaus zahlreiche Alternativen. Hier eine (nicht ganz aktuelle) Liste.

Für Safari wird die Erweiterung YouTube5 zum Laden von Videos empfohlen (finde ich allerdings nicht so toll.)
Von den Online-Diensten ist m.M. SaveFrom & KeepVid via Bookmarklet zu empfehlen (verlangt allerdings aktives Java).
Als Mac Desktop-App kann ich das kostenlose MacTubes empfehlen. Wer lieber ein Programm mit Support haben will, greift zu Airy.
Weiter kann JDownloader (über Linkgrabber aus der Zwischenablage) von Youtube und anderen Quellen Videos laden (in verschiedenen Foramten, nicht gewünschte vorher entfernen).
Wer ganze Chanels oder Playlists laden will, der kann gegen Bezahlung zum 4KVideodownloader oder iTube Studio greifen.

Update: Mittlerweile ist mir noch Browser-Erweiterung YouTube Central untergekommen. Damit lassen sich nicht nur  zuverlässig und komfortabel YT-Videos laden, sondern zugleich zahlreiche andere Schönheitsfehler und Problem abstellen und anpassen. Empfehlung!

Das sollte erstmal reichen.


Donnerstag, 19. Dezember 2013

(Boot Camp) Partition nicht automatisch mounten

Nachdem ich auf meinem betagtem Mini per Bootcamp mit etwas Mühe Windows 8 installiert hatte, störte mich sogleich die nun ständig auf dem Desktop vorzufindende Windows-Partition. Da ich auf diese vom Mac aus nicht zugreife, wollte ich sie natürlich weg haben - ohne sie jedes mal per Hand auswerfen zu  müssen.

Im Netz hatte ich auch gleich eine Reihe von Tipps gefunden, um diese in die Tat um zu setzen:

- per AppleScript (als App und dann Login-Item):

tell application "Finder"
  if (exists the disk "Windows XP") then
    do shell script ("hdiutil unmount /Volumes/Windows\\ XP -force")
  end if
end tell

- per Shell-Skript: 

#!/bin/sh
/usr/sbin/diskutil unmount /Volumes/BootCamp
exit 0

- per terminal locals: Füge zu /private/etc/rc.local folgende Zeile hinzu

disktool -u disk0s3

- der Klassiker, per /etc/fstab (auf machen Systemen auch /etc/fstab.hd, mehr dazu hier

UIID der Bootcamp-Partition (per Info ⌘+i im Festplatten-Dienstprogramm zu finden) Zeile, nach folgendem Schema eintragen

UUID=FFFFFFFF-FFFF-FFFF-FFFF-FFFFFFFFFFFF none ntfs ro,noauto

davon abweichend habe ich auch folgenden Terminal Befehl gefunden, der im Prinzip zum Selben Ergebnis führen soll:

echo "LABEL=BOOTCAMP none ntfs ro,noauto 0 0" | sudo tee -a /etc/fstab

Am saubersten ist sicher die Methode per /etc/fstab. Dabei kann zwar nicht wirklich viel schief gehen, aber naja...
Am einfachsten ist sicher die Methode per Skript, ich bevorzuge hier ein AppleScript-App zu den Anmeldeobjekten.
Die Methode per rc.local habe ich nicht probiert.

Und wie immer: Tipps gelten auf eigene Gefahr.