Freitag, 10. Mai 2013

Do-it-yourself: Take five Script für iTunes

Hier wieder ein kleiner Beitrag aus der Rubrik DIY (gesprochen: dē-i-ˈwi – als Lerneinheit des Tages).

Der ein oder andere ist vielleicht schon auf die nützliche App Take Five für iOS und mittlerweile auch OSX gestoßen, mit der sich die Musikwiedergabe auf Wunsch eine gewisse Zeit pausiert lässt und dann wieder von alleine anspringt. Eine Comic-Illustration auf der Webseite macht das Problem sehr schön deutlich: 

NewImage

Keine schlechte Idee, wird nun derjenige sagen, der es gewohnt ist, mit Musik zu arbeiten oder zu lernen (wobei die moderne Lernpsychologie nicht all zu viel davon hält beim Lernen / Arbeiten ständiger Musik zu hören; aber es kommt auch etwas auf die Musik und die individuellen Gewohnheiten an). 

Takefive

(C) Take Five Logo 

Das schöne an der App ist, dass es mit praktisch allen gängigen Musikapps, von iTunes über Radium bishin zu Spotify und Rdio, arbeitet. Wer das beschriebene Problem kennt und nicht nur mit iTunes hört, dem sei dieses wirklich schön designte App ans Herz gelegt; zumal es fast nichts kostet.

Wer aber sich aber von iTunes unterhalten lässt und vielleicht auch ein LauncherApp wie Alfred oder Quicksilver installiert hat, der kann sich das Geld sparen und eine DIY-Lösung basteln. Besonders für diejenigen, die keine tolle Oberfläche brauchen, sondern nur die Pause/Auto-Resume Funktion benötigen eine praktische (ergänzende) Sache, wie ich meine.

Ich mache es kurz und beschreibe, wie ich es gemacht habe: 

In Alfred in den Einstellungen unter Extensions eine Applescript-Erweiterung hinzugefügt und folgenden Quelltext eingefügt:

on alfred_script(q)
tell application "System Events" if (name of processes) contains "iTunes" then tell application "iTunes" if player state is playing then pause delay q*60 play end if end tell end if end tell
end alfred_script

Als Schlüsselword habe ich itake verwendet und damit das Skript nicht die Eingabe (von Alfred) blockiert, die Option Background, sowie die Parametereinstellung: Required.
Das Logo hier auf der Seite oder eines aus der Google-Bildersuche lässt sich zudem bei der Erstellung der Extension per Drag&Drop als Icon verwenden.

Alfred Extension iTake Preferences

Und fertig ist die Laube.

Im Launcher lässt sich der Befehl mit der gewünschten Pausenzeit nun ganz einfach aufrufen: Beispielsweise 6 Minuten.

Launch itake 6

 

 

 

 

 

 

Auch ohne speziellen Launcher lässt sich Ähnliches mit AppleScript und Spotlight erzielen.

Hierzu den (angepassten) Quelltext in den AppleScript-Editor einfügen, übersetzen und als "Programm" unter einem sinnigen Namen (wie Take Five) speichern. :)
Statt fünf Minuten bzw. 300 Sekunden lässt sich auch jede andere Zeit verwenden. Aber anders als beim AlfredScript, bei dem wir die Zeit direkt eingeben können, muss man sich hier beim Übersetzen / Speichern für ein festes Zeitintervall entscheiden. Man kann sich natürlich mehrere solche Apps anlegen, z. B. Take 5, Take 10, etc.

tell application "System Events"

if (name of processes) contains "iTunes" then

tell application "iTunes"

if player state is playing then

pause

delay 300

play

end if

end tell

end if

end tell

Have fun.

Montag, 25. März 2013

AppleScript zur automatisierten PDF-Bearbeitung mit pdfsam

Hier noch ein Skripting-Tipp:

Für einige Aufgaben verwende ich lieber Kommandozeilenwerkzeuge oder Skript statt einer GUI.
Bei dem Trennen von PDFs hilft mir beispielsweise die praktische App pdfsam [1] (ehemals PDF Split & Merge) weiter.
Die Applikation stellt neben der absolut hässlichen und unhandlichen Java-Benutzeroberfläche auch Kommandozeilenwerkzeuge im Applikaitonsbundle zur Verfügung.

Hier ein kleines Beispiel wie man Hilfe einer AppleScript-Extension für Alfred das aktuell im Finder ausgewählte PDF an einer bestimmten Seite (Parameter q im Quelltext) in zwei Teile trennen lässt:

on alfred_script(q)
tell app "Finder"
set theFile to selection as alias
set fileName to the quoted form of the POSIX path of theFile
set thePath to container of item theFile as alias
set pathName to the quoted form of the POSIX path of thePath
do shell script "/Applications/pdfsam.app/Contents/Resources/Java/bin/run-console.sh -f " & fileName & " -o " & pathName & " -s SPLIT -n "& q &" split "
end tell
end alfred_script

 

So sieht der Aufruf dann aus: Die aktuell im Finder ausgewählte Datei wird an daraufhin an der gewünschten Stelle getrennt.

Alfred Split

Natürlich kann man auf die beschriebene Art und Weise auch andere Manipulationen an PDFs durchführen. Die Kommandozeilen-Version von pdfsam lässt kaum Wünsche offen.

[1] http://www.pdfsam.org/

Safari Einstellungen per AppleScript setzten

Die Möglichkeiten in Mac OSX zur Automatisierung von Apps via AppleScript, Automator-Workflows, Shell-Skripten, usw. sind wahrlich enorm.

Hier ein kleines Beispiel zur AppleScript-gesteuerten Änderung von Safari-Einstellungen, speziell der De-/Aktivierung des Ladens von Bildern.
Die wenigsten werden wohl heute wohl noch aufgrund geringer Bandbreite die Bilder beim Surfen deaktivieren, allerdings kann dies trotzdem ab und an ganz hilfreich sein, wenn man sich etwa auf die Inhalte konzentrieren will, und soll letztlich ja nur als Beispiel dienen.

Hier mein AppleScript:

activateapplication "Safari"
tell application "System Events"
tell process "Safari"
click menu item "Einstellungen …" of menu 1 of menu bar item "Safari" of menu bar 1
click button "Erscheinungsbild" of tool bar 1 of window 1
tell checkbox 1 of group 1 of group 1 of window "Erscheinungsbild"
click
delay 1
--tell application "System Events"
--if (name of processes) contains "Safari" then tell application "Safari" to quit
--end tell
--or
tell application "System Events"
if (name of processes) contains "Safari" then tell application "Safari" to close window "Erscheinungsbild"
end tell
end tell
end tell
end tell 

Wie man sieht, müssen zur GUI-Automatisierung die deutschen Menütitel und Bezeichnungen verwenden werden ("Einstellungen ...", "Erscheinungsbild"), während der eigentliche AppleScript-Code in Pseudo-Englisch steht.  

Das (nach den persönlichen Bedürfnissen) angepasste AppleScript speichert man im AppleScript-Editor am besten als ausführbare App, so kann man sie bequem via Spotlight, o. Ä. aufrufen – oder fügt den Code als Extension zu einem Launch-Manager wie Alfred [1] oder Qucksilver [2] hinzu.

[1] http://www.alfredapp.com/

[2] http://qsapp.com/

Freitag, 9. November 2012

(Netzwerk-) Drucker am Mac einrichten, vergleich zu Windows

Gestern habe ich Ersatz für meinen bisherigen Drucker bekommen. Und heute habe ich mich daran gemacht, meinen neuen netzwerkfähigen Drucker unter Mac OS und Windows einzurichten.
Das ist lästig, aber bot die Gelegenheit für mich beide Systeme zu vergleichen: Welches OS macht mir das Leben leichter beim Einrichten, wie gut sind die Ergebnisse, und wie intuitiv kann der Endanwender schließlich drucken?

1. Die Installation und Mac OS X

Unter Mac OS X musste mein neuer Drucker, ein HP P3005x, in der Systemsteuerung unter Drucken & Faxen nur hinzugefügt werden (1).
In meinen Fall musste ich das Protokoll HP Jetdirekt Socket wählen; wahrscheinlich hätte aber auch Internet Printing Protokoll IPP funktioniert (wie bei jedem Ethernet-Drucker). Daraufhin habe ich noch die von mir zuvor eingestellte IP-Adresse des Druckers (2) und einen frei wählbaren Namen (3) vergeben. Im vorerst letzten Schritt musste ich noch eine geeignete Druckersoftware in einem Unterfenster aus: Nach Eingabe der ersten Ziffern erschien auch schon ein passender Treiber - in meinem Fall sogar zwei. (Beim Gutenprint-Treibern handelt es sich um Alternativtreiber, die teilweise nicht alle Funktionen unterstützen / andere Funktionen bieten und vor allem für ältere Drucker relevant sind. So steht es zumindest auf Wikipedia) Noch auf Ok und Hinzufügen geklickt und schon konnte ich drucken. Sehr simpel, wie ich finde.

Drucker hinzufügen Druckersoftware 1 1

Die Einrichtung unter Windows beschreibe ich nicht im Detail. Für mich gestaltete sich diese jedoch um einiges schwieriger. Zunächst muss man einen passenden Treiber von der Hersteller-Seite laden; das hatte ich erwartet. Den Netzwerkdrucker als "lokalen Drucker" über IPP unter Windows hinzuzufügen, war für mich jedoch sehr unintuitiv; und zog sich entsprechend hin. Der Punkt geht klar an den Mac.

2. Beim ersten Drucken stellte ich fest, dass unter Windows mit dem HP-Drucktreiber gleich einige sinnvolle Drucker-Voreinstellungen (Duplex, Broschüre) mit installiert wurden. Am Mac gab es dies nicht. Ebenso störte mich am Mac, dass die Standardeinstellungen des Druckers auf eine Auflösung von  600dpi gesetzt waren und es scheinbar keinen Weg gab dies zu ändern. Um solche tiefliegende Änderungen vorzunehmen, muss man, wie ich herausgefunden habe, schließlich (doch noch) ins CUPS-Basissystem einsteigen. Folgender Artikel hat mir auf die Sprünge geholfen. Grundlegend muss das Webinterface unter der Adresse http://localhost:631/printers aufgerufen werden, um Einstellungen vorzunehmen und im Dropdown "Set Default Options" (siehe Link) die Einstellung "Image Resolution" anpassen (die Einstellungsseite ist Englisch). Dieser Punkt geht wohl relativ klar an Windows. 
UPDATE: Nach einer der in regelmäßigen abständen eintrudelnden HP-Drucker & Scannerupdates für Mac OS spricht die CUPS-Einstellungsseite nun auch Deutsch. Allerdings wurde mir bei mir durch das Update auch meine Voreinstellungen überbügelt, was nicht so nett ist! Ob die CUPS-Einstelllungen bei jedem (Druckertreiber-) Update platt gemacht werden, kann ich jetzt noch nicht sagen – ich hoffe aber mal schwer, dass dem nicht so ist.
UPDATE: Nach dem mittlerweile dritten Update kann ich sagen, dass die CUPS-Einstellungen tatsächlich auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt werden – das ist wirklich sehr unschön und gibt deutliche Abzüge in der B-Note, muss ich doch nach jedem Update hinterherräumen.

3. Die Druckqualität fällt, nach dem alles wie gewünscht voreingestellt ist, bei beiden Systemen für mich gleich aus. Was ich aber vom vorherigen Drucker, ein HP 2300dn, sagen kann: das   MAC OS (von Unix geerbte CUPS) Druckmodul ist stabiler als der Windowsdrucktreiber und verursachte bei mir weniger Papierstau, fehlerhafte Ausdrucke, etc. Insofern hier eher ein Punkt für den Mac.

Das Ergebnis fällt also nicht ganz eindeutig aus, mit 2:1 gewinn zwar der Mac, was auch meiner gefühlsmäßigen Wahrnehmung entspricht. So drucke ich weiterhin lieber am Mac, da ich, wenn alles läuft, mehr Kontrolle habe und seltener Fehler passieren. Der zusätzliche Wartungsaufwand bei Updates unter Mac OS schlägt sich allerdings negativ nieder.

Montag, 8. Oktober 2012

Kleiner Tipp für Umsteiger: Cursor-Position beim Blätter mit Page Up / Page Down verschieben

Unter Windows ist man es gewohnt, dass der Cursor bzw. die Positionsmarke beim Blättern mit Bild auf / Bild ab mitwechselt.

Am Mac ist dies leider nicht so: In den meisten OS X Programmen, wie beispielsweise TextEdit, bleibt der Cursor beim Blättern an der bisherigen Stelle.
Das Bild- bzw. Scroll-Position wird zwar verschoben, aber sobald man die Pfeiltasten benutzt oder Text eingibt, wird zur vorherigen Cursor-Position zurückgesprungen...

Zum Glück gibt es eine schlichte Abhilfe: Man hält einfach die Alt-Taste, während man mit den Bild auf / ab Tasten blättert; schon springt der Cursor, wie gewünscht, an die neue Stelle.
Wenn man zusätzlich noch Shift hält, kann man so auch Text markieren.

Besonders praktisch finde ich diesen Trick im Lexikon, das sonst eigentlich nur mit der Maus sinnvoll bedient werden kann.

 

PS: In jedem Programm scheint der beschriebene Trick jedoch nicht zu funktionieren.

 

Sonntag, 16. September 2012

Dockutil: Administrationswerkzeug für's Dock

Vor Kurzem bin ich über ein geniales Administrationswerkzeug gestoßen, mit dem das Mac OS X Dock von der Kommandozeile aus bearbeitet werden kann: dockutil.

"A command line utility for managing Mac OS X dock items. Written in Python. Makes use of plistlib module included in Mac OS X. Compatible with Mac OS X Tiger and Leopard. Add, List, Move, Find, Remove Dock Items. Supports Applications, Folders, Stacks, URLs. Can act on a specific dock plist or every dock plist in a folder of home directories."

Das Tool erweist sch für mich besonders nützlich um das stets neu im Dock auftauchende App Store Symbol oder andere Apps, die sich automatisch im Dock hinzufügen, zu entfernen.
Da ich mein Dock gegen Veränderungen gesperrt habe, musste ich davor das Dock zuerst immer entsperren; das betreffende App aus dem Dock schmeißen, und dann wieder sperren. Das ist lästig und hat teilweise auch dazu geführt, dass mein Dock am Ende nicht wieder gesperrt wurde; (Ich mache dass, da ich mir keines Falls bestimmte Stacks aus dem Dock ziehen will, in denen die Dateien in der Reihenfolge des Hinzufüngens gelistet sind. Lege ich den Stack neu an, ist die vormalige Sortierung dahin. Ja, man darf auch mal eigen sein.)

Wie dem auch sei. Mit dockutil lassen sich auch ohne entsperren des Docks lästige Zeitgenossen schnell im Terminal entfernen (man beachte den Backslash zum Escapen des Leerzeichens, alternativ kann man auch Anführungszeichen verwenden):

$ dockutil --remove App\ Store
$ dockutil --remove "Dramatic Black & White" 

HairRemoval

Samstag, 21. Juli 2012

Verbreitung von Mac OS X Versionen (10.7, 10.6, etc.)

Wie ich gerade gesehen habe, bietet NetMarketShare bietet mittlerweile differenziertere Statistiken zur Verbreitung Mac OS X im Internet an.

Konnte vor ein paar Monaten noch berichtet werden, dass Snow Leopard die am weitesten verbreitete OSX-Version ist, hat sich dies mittlerweile geändert.

Wie an der Grafik unten zu erkennen ist, surfen aktuell ca. 47 % mit Mac OS Lion, während nur noch 38 % bei Snow Leopard geblieben sind.
Immerhin noch fast 12 % nutzen Mac OS 10.5.

Vor etwa einem halben Jahr lag 10.6 noch bei 50 % und 10.7 bei erst knapp 30 %.

 MacOSXVersionShare

Sonntag, 24. Juni 2012

Mikrophone Ausgabe hören

Wenn man unter Windows ein Mikro, Headset, o. Ä. ansteckt und hineinspricht, bekommt man die Ausgabe auch gleich in den Kopfhörern oder Boxen zu hören.

Beim Mac ist das nicht so. Auch wenn man sein Mikro angeschlossen und aktiviert hat, bleibt die Tonwiedergabe stumm.

Um das eigene gesprochene Wort auch gleich, verstärkt durch die Boxen hören zu können, muss der Audio-Input am Mac zum Audio-Output durchgeschleift ("playthru") werden.

Um dies zu erreichen, stehen zwei Ansätze zur Verfügung:

- entweder über das eingebaute Audio-Midi-Setup.app im Dienstprogramme-Verzeichnis: Beim jeweiligen Eingabegerät die Option "Direkt" ("Thru") aktivieren; klappt bei mir nur leider nicht.

- die bessere Lösung stellt das kostenlose App LineIn von Rogue Amoeba dar. "LineIn is a simple application for OS X to enable the soft playthru of audio from input devices. In simpler terms, you can use LineIn to play sound coming in through a microphone or any other device plugged in to your Sound In port".

Gefunden via superuser.com

Sonntag, 8. April 2012

Java 1.5 wieder (einmal) herstellen

Die Tage veröffenltiche Apple (dankenswerterweise) wieder einmal ein Update der Java-Runtime (1.6.0_31) für Mac OS X.

Damit wurde bei allerdings, wie seit Snow Leopard üblich, wieder einmal Java 1.5 deaktiviert; auf das ich nach wie vor aufgrund bestimmter Programme nicht verzichten kann (bei mir konkret: SPSS 16).

Mit folgenden Terminal-Befehlen wird aber alles schnell und einfach wieder heil gemacht:

cd /System/Library/Frameworks/JavaVM.framework/Versions/

sudo rm 1.5 1.5.0 1.5.1

sudo mv disabled/1.5.0/ .

sudo ln -s 1.5.0 1.5

sudo ln -s 1.5.0 1.5.1

Danach muss nur noch in den Java-Einstellungen (einfach in Spotlight eingeben) J2SE 5.0 (Java 1.5.0_19) reaktiviert werden.

Gegebenenfalls muss der Pfad der Zeile sudo mv disabled/1.5.0/ angepasst werden. Weite Worte spare ich mir. Wie üblich: Nur auf eigene Verantwortung.

Montag, 19. März 2012

Shazam für Mac und darüber hinaus: MusicBrainz Picard & Tunatic

Wer die "Magie" von Shazam vom iPhone oder iPod her kennt, der möchte diesen Service vielleicht auch auf seinem Mac haben.

Man hört einen Song im Radio oder im Supermarkt und will umgehend wissen, wie er heißt und wer da singt. Kurz Shazam an die Soundquelle gehalten und prompt wird die Frage beantwortet. Die Zuverlässigkeit ist dabei durchaus beeindruckend.

Leider bietet der Hersteller aber bislang keine Mac-Version an, sodass man sich anderweitig bedienen muss.

Ich kann hier drei Alternativen nennen:

i) Ein Programm, das es ebenso für Windows gibt, und analog zu Shazam arbeitet ist Tunatic. Die Ergebnisse können sich auch hier sehen lassen.
Nachteil der Sache: Man benötigt zwingend ein Mikrophone, damit Tunatic funktioniert.

Tunatic free music identification software

ii) Eine andere Alternative stellt die Opensource App MusicBrainz Picard dar, siehe auch Wikipedia. Dabei handelt es sich grundlegend um einen ID3-Tag Editor, der allerdings Musiktitel auch selbstständig erkennen kann. Dies funktioniert nicht durch vorspielen der Soundquelle, sondern per Verarbeitung des Datei-Fingerabdrucks des Musikstücks und den Vergleich mit einer Datenbank (der MusicBrainz Open Music Encyclopedia). Die Bedienung ist zwar nicht ganz intuitiv, aber gut beschrieben.

MusicBrainz Picard

iii) Wer nur mal eine einzelne Musikdatei auf seinem Rechner findet, die weder Dateinamen noch ID3-Informationen trägt, der kann auch den Online-Dienst Audiotag.info verwenden. Der Dienst arbeitet von der Technik ähnlich wie Musicbrainz und liefert meiner Meinung nach sehr gute Ergebnisse bei der Identifikation von Musikdateien.

AudioTag info  your music recognition robot

Happy ID3-Tagging!

Samstag, 17. März 2012

MacUpdate Spring Bundle 2012

Mit dem MacUpdate Spring 2012 Bundle werden 11 aktuelle Apps für den Mac zum Preis von umgerechnet etwa 38 € unters Volk gebracht.

MacUpdate Spring 2012 Bundle  11 Apps for only $49 99

Hier geht's zum MacUpdate Spring 2012 Bundle für 49 $.

Die enthaltenen Apps können sich sehen lassen:

An erster Stelle stehe die Virtualisierungssoftware VMware Fusion 4. Daneben gibt es DriveGenius 3 (Festplatten-Reperatur&Wartungstool), PDFpen 5 (PDF-Editor mit OCR-Funktion), ForkLift 2.5 (Dateimanager & FTP-Client), Typinator 5 (Textersetzungswerkzeug), DesktopShelves 2 (“Bücherregal” für den Desktop), Snapheal (Bildretuschierung), Boom Home Pack (Lautstärkenverstärker & Equalizer), Phone to Mac (Dateitransfer zwischen Mac und iOS-Geräten), sowie zwei Games: Star Wars: The Force Unleashed und Worms Special Edition.

MacUpdate Spring 2012 Bundle  11 Apps for only $49 99 1

Einzelne Programme können beim Kauf auch an eine andere Person übertragen werden; was ich sehr schön finde.

Bezahlen werden kann das Bundle per PayPal oder mit Kreditkarte.

Freitag, 16. März 2012

Favicon per Suchmaschine finden mit duckduckgo

Eine der Folgen von Googles Änderung seiner EULA, lag erstmal in der Nachfrage alternativer Suchmaschinen, insbesondere duckduckgo.com hat es der datenschutzbesorgten (US?) Webgemeinde angetan. Die Suchmaschine ist sicher kein hässliches Entlein, sondern durchaus brauchbar - vorrangig allerdings, wenn man englischsprachige Suchanfragen eingibt.

NewImage

Duckduckgo lässt sich meiner Meinung aber auch sehr schön als Favicon-Suchmaschine verwenden, da in der Ergebnisliste auch gleich das Webseitensymbol dargestellt wird.
Natürlich darf man das Favicon einer anderen Seite nicht einfach übernehmen (wer würden den sowas tun?), aber man kann sich ja anregen lassen. :)

NewImage

Na ja, ganz ernst gemeint ist das Ganze hier nicht; aber duckduckgo ist dennoch ein empfehlenswerte Suchmaschine.

Ansonsten kann ich noch favicon.cc zur Suche empfehlen.

Donnerstag, 1. März 2012

Kostenloser EPUB-Reader für den Mac ohne Schinick-Schnack: iText Express

Manche Dinge sind doch manchmal komplizierter als man denk. Aber um es kurz zu machen: Wer an seinem Mac ebooks im EPUB-Format lesen möchte und kein 150-MB Programm, wie bspw. Calibre, installieren möchte, und sich ärgert, das Stanza nicht mehr läuft, der findet vielleicht auch gefallen an dem im Mac App Store kostenlos erhältlichen iText Express.

Bei iText Express handelt es sich im Prinzip um ein erweitertes Textedit, also ein einfaches Textverarbeitungsprogramm (ähnlich wie Bean). Interessanterweise kann die kleine App aber nicht nur RTFs, usw. bearbeiten, sondern auch EPUB-Dateien. Der Komfort hält sich in Grenzen, reicht aber für meinen beschränkten Bedarf. So lassen sich zwar EPUBs nicht direkt bearbeiten und annotieren. Dies gilt leider auch für die Bookmark-Funktion. Änderungen und eigenen Lesezeichen können nur als als RTF abgespeichert werden. Danach lassen sich aber sowohl farbige Hinterlegungen wie auch eigene Bookmarks anzulegen, um sich bestimmte Stellen zu markieren oder zu merken, wo es beim nächsten Mal weiter geht. Daumen hoch!

Hier noch ein Bild von iText Express mit ausgefahrener Seitenleiste beim Anlegen eines Lesezeichens im EPUB einer H.P. Lovecraft-Büchersammlung.

IText Express 1

Der Vollständigkeit halber: Es gibt auch eine Pro-Version des Apps für 10 Euro, die aber m. M. keiner braucht.

Samstag, 4. Februar 2012

Warnung vor dem Rosetta-Töter: Apple Sicherheitsupdate 2012-001 Version 1.0

Das Securityupdate 2012-001 für Snow Leopard, MAC OS 10.6, hat sich für viele als Danaergeschenk erwiesen.

Aufgrund eines Fehlers im Security-Update Version 1.0 funktionierte alte Anwendungen, die auf Rosetta / PowerPC-Code oder bestimmte APIs zugreifen zuverlässig nicht mehr.
Besonders ältere Versionen von MS Office (2004), Freehand aber auch AppleWorks stürzten entweder sofort ab oder die Speichern / Öffnen / Druck-Dialoge wurden nicht  angezeigt - was natürlich genauso der Super-GAU ist.

Auslöser war scheinbar ein Bug bzw. die Verschärfung von Sicherheitsregeln im ImageIO-Framework, die besagte Probleme zur Folge hatte. Diese Änderungen wurden nun scheinbar wieder entfernt. Was aufgrund von Sicherheitsaspekten vielleicht auch nicht uneingeschränkt positiv zu bewerten ist.

Ich hatte das Update in der verbuggten Version leider schon installiert und dann – aus bedachte, dass Apple vielleicht keinen Fix oder erst nach längerer Zeit bringt – mein System zurückgesetzt, auch wenn ich erst nach einem Tag dem Übeltäter auf die Schliche gekommen bin und damit nicht einfach das neuste Time Machine Backup verwenden konnte. Dazu später mehr.

In der zwischenzeit hatten nämlich auch findige Studenten selbst einen Patch namens RosettaFix geschnürt. Auch bei denjenigen, die diesen Fix oder selbst Hand angelegt haben, scheint laut der Aussage Betroffener in Apple-Supportforen das Sicherheitsupdate 2012-001 in der Version 1.1 alle Probleme zu lösen.

Hier jedoch einige warnende Worte, die ich von Frank_m zitieren möchte (Hervorhebung von mir):

"Think twice before using the solution above. I got it to work, but then I realized that this was altering my OS at the deepest level- and their is no uninstaller provided as of this writing. That could have ramifications when Apple releases a fix of their own: your system will then be left in an uncertain state.
If you can get by a few days without printing from Rosetta apps, or a fix for other issues you are having, it might be best to wait for the official fix."

Das Problem und das ganze Drumherum hat sich nun zwar als harmlos erweisen, allerdings muss ich Frank hier vollkommen recht geben: Ein Quickfix kann schnell nach hinten losgehen - weshalb ich mich, trotz des mehraufwands, für die sichere Variante entschieden habe und mein System per Time Machine zurückgesetzt habe. Da ich nun den gestrigen Abend verbracht habe, ärgere ich mich zwar etwas, dass Apple doch so schnell reagiert hat; aber im Grund freue ich mich doch – für die Apple-Community und für Apple als Unternehmen. So brauche ich mich weniger den quälenden Gedanken fahnenflüchtig zu werden, und das OS-Lager auf kurz oder lang zu wechseln, aussetzen. :)

 

Donnerstag, 19. Januar 2012

Kleine Macs abspecken und beschleunigen

Der folgende Tipp richtet sich vor allem Besitzer von Macs mit langsamen Festplatten. Dies betrifft also sowohl mobile Modelle als auch den Mac Mini.
Trotz der starken Rechenleistung und massig RAM bleibt mein Mini leicht hinter vergleichbar ausgerüsteten Systemen zurück. Als Nadelöhr stellt sich die Festplatte heraus. Bemerkbar macht sich dies vor allem beim Hochfahren und Start größerer Applikationen. Dagegen kann man eigentlich nicht viel machen. Allerdings hilft es, wenn man seine großen Apps etwas abspeckt. Das heißt, wenn man unnötige Binarys nicht benötigter Plattformen und nicht verwendete Sprachen aus den Programmpaketen entfernt.

Das Abspecken macht man nun freilich nicht per Hand, sondern mit Hilfe von netten Tools. Hier stehen verschiedene zur Auswahl.
Ich werde mich im Folgenden vor allem auf Xslimmer und Monolingual und deren Kombination konzentrieren.

NewImage & NewImage

Warum zwei Tools? Zum einen, weil beide Apps nicht genau gleich arbeiten und unterschiedliche Vorteile und Nachteile haben.
Zum anderen, weil Xslimmer im Demo-Modus nur eine begrenzte Anzahl von Speicher freigibt und Monolingual zwar kostenlos ist, aber nicht bei der Auswahl zu verkleinernder Apps hilft.

Fangen wir an: Zuerst werden mit Xslimmer mögliche Kandidaten zum Abspecken ermittelt.

- Man startet Xslimmer und ruft die Genie-Funktion auf. Daraufhin werden eure Programme untersucht, was je nach Anzahl und umfang etwas dauern kann.
Wenn die Aktion fertig ist, wird nach (Datei-) Größe absteigend sortiert.  Man klickt dazu in Xslimmer auf die Titelzeile der Spalte "Größe".
Ich mach dies deshalb, weil es sich kaum lohnt, bei Apps unter 10-20 MB abzuspecken.

Xslimmer

- Nun muss man Programme suchen, bei denen die aktuelle Größe stark von der berechneten (maximal geschrumpften) Größe abweicht. (Auf dem Screenshot wurde bis auf VMware schon alles abgespeckt.)

Hier ein Beispiel: Bei DEVONthink lässt einiges an Speicher sparen, da es sich hier um ein Universal-Binary mit zusätzlichen Lokalisierungen handelt.
Im Vergleich dazu ist bei NiXPS zwar nur eine Sprache eingebaut, aber auch eine nicht-Intel Binary vorhanden.

Xslimmer 1

Der größte Vorteil an der Verwendung von Xslimmer liegt darin, dass bei heiklen Programmen vor dem Abspecken gewarnt wird ("Schwarze Liste") und darauf hingewiesen wird, wenn nichts mehr weiter abgespeckt werden kann (nur noch eine Sprache & Architektur vorhanden).

Unabhängig davon empfehle ich keine Programme abzuspecken, die per Installationspaket auf den Rechner kamen, sondern nur Apps die man einfach per Drag&Drop installieren kann.

Xslimmer 4

- In einem zweiten Schritt wird nun abgespeckt; allerdings mit dem Freeware-App Monolingual

Monolingual ist nicht so einfach wie Xslimmer gehalten. Darum einige Worte zum Umgang mit dem App.

Zuerst muss man auswählen wähle Sprachen man behalten möchte, d. h. welche entfernt werden sollen: Außer Deutsch + Englisch hacke ich hier alle Sprachen an.
Das Ganze muss man leider bei jedem Start von Monolingual neu einstellen...

Die Einstellungen unter Architekturen sind für Intel Macs bereits richtig gesetzt. Bei Tastaturmenü stelle ich nichts ein.

Monolingual Sprachen 2Monolingual Architekturen 3 1

Um die mit Xslimmer identifizierten Apps nun abzuspecken, müssen die Apps nur noch auf das Monolingual Icon im Dock gezogen werden.

Tipp: Etwas einfach geht es, wenn man Monolingual startet, die gewünschten Einstellungen vornimmt und die Apps dann mit Alfred.app (o. Ä.) mittels "öffnen mit" an Monolingual schickt.

Nix 1 -> Alfred OpenWith 1-> Alfred OpenWith Mono 1


Für die einzelnen Entfernungschritte verlangt Monolingual jeweils das Admin-Passwort, was auch nicht sehr komfortabel ist.

Nach dem alle Schritte für ein App von Monolingual durchgeführt wurden, erscheint eine Meldung, die angibt wie viel Speicher im letzten Arbeitsschritt entfernt wurden (also irreführend ist). .. und so geht es nun für alle zu schrumpfenden Programme dahin.

Noch ein paar Worte.

Da das Ganze doch etwas aufwendig ist und auch Fehler passieren können, würde ich eher nur versierten Benutzern zu der beschriebenen Kur raten. Dies gilt auch für Xslimmer und ähnliche Programme. Derartige, an Einsteiger gerichtete Apps (wie bspw. auch CleanMyMac) machen es den Anwendern oft zu einfach, ihren Rechner bzw. ihre Installation zu schrotten. Das übliche Mantra muss auch hier fallen: Backup, Backup, Backup. Da ich aber nur Programme abspecke, die per Drag&Drop aus (rückgesicherten) DMG-Files installiert habe, betreibe ich hier keinen zusätzlichen Aufwand zur Sicherung der original Binaries.

Wie bereits eingangs angedeutet, lohnt sich der Prozess primär bei Rechner mit langsamer Platte, wie ein Mac Mini – es sei den man hat eine SSD-Platte, o. Ä.
Nach dem Abspecken öffnen sich die Programme schneller und wirken für mich zügiger beim Arbeiten.

Wie dem auch sei, wenn ich von Xslimmer nicht nur in einer (unbegrenzt lauffähigen) Demo-Version hätte, würde ich die hier vorgeschlagene Kombination mit Monolingual trotzdem verwenden.

Noch ein Vergleich.

- Monolingual bietet mir mehr Kontrolle, entfernt die Daten im App ohne Probleme und verursacht keine Probleme mit Time Machine

- Bei Xslimmer wird von jedem geschrumpften App eine Kopie angelegt und auch Time Machine erstellt eine komplett neue Kopie des geschrumpften Apps (eher schlecht für Leute mit kleinem TM-Backup-Drive).


Hat jemand mit der beschriebenen Methode seine Mac-Apps geschrumpft oder ist euch dies zu heikel oder aufwendig?

Mittwoch, 18. Januar 2012

XPS-Dateien unter Mac OSX anzeigen: XPS-Viewer NiXPS

Seit einigen Jahren bietet Windows die Möglichkeit in ein eigenständiges Dateiformat namens XPS zu drucken.
Das ist durchaus ab und an praktisch, aber für dieses Problem gibt es eigentlich PDF-Drucktreiber, die am Ende mit einer allseits beliebten und portablen PDF-Datei aufwarten können.

Wie dem ach sei: Wer XPS-Dateien von Kollegen mit Windows am Mac öffnen möchte, braucht zwingenden einen XPS-Viewer, um das Dateiformat von Microsoft zu öffnen.

Wer google bemüht, findet mittlerweile auch den ein oder anderen Anbieter eines solchen Viewers, z. B. Pagemark XpsViewer for Mac und der zu empfehlende NiXPS Viewer.
Beide Programme kosten leider um die 30 Geldeinheiten, bieten aber zumindest auch im Trail Mode die Möglichkeit die XPS-Dateien anzuzeigen.
Beim Drucken und Exportieren bekommt man allerdings dicke Wasserzeichen aufgedruckt, die einem an den Kauf erinnern.

Man bei einzelnen Seiten die angezeigten XPS-Seiten aber einfach per Screenshot erfassen und dann – ohne Wasserzeichen – weiterverarbeiten.

NewImage

Noch eleganter geht’s, wenn man eine ältere Version (v.1.5.x) von NiXPS im Netz auftreiben kann, die mehr Funktionen bietet und keine Restriktionen wie Wasserzeichen enthält.

Freitag, 16. Dezember 2011

Verbreitung von Mac OS Lion (Marktanteil Surfstatistiken)

Gerade hatte ich bei NetMarketShare zahlen zur Verbreitung von Mac OS X gefunden. Ich wollte nicht nur wissen, wie viele Macs es weltweit gibt, sondern vor allem wie hoch die Verbreitung von Mac OS X Lion mittlerweile ist.

Und siehe da: Noch ca. 50 % der Mac-Benutzer setzten Snow Leopard ein. Lion (10.7) wird aktuell schon von 29 % verwendet. Interessant ist, dass noch immer ca. 16 % Mac OS 10.5 einsetzen. Damit kommt die Mac-Gemeinde zwar nicht an die Verbreitung des Uralt Betriebssystems namens Windows XP heran, aber immerhin.

Operation System, Total Market Share November 2011

Weitere interessante Statistiken zur Verbreitung von Mac OS finden sich hier.

Donnerstag, 3. November 2011

Bist du nicht willig … Finder als Root öffnen, um Spotlight-Kommentare, Labels, etc zu bearbeiten (MAS)

In Mac OS X wird zum Wohl und Wehe der Anwender immer mehr abgeriegelt. Seinen Teil trägt hier auch der Mac App Store bei. So können geladene Apps nur mühsam und auf Umwegen dazu gebracht werden, ein neues Icon anzunehmen, einen Spotlight-Kommentar zu akzeptieren, etc.

Viele dieser Probleme lassen sich einfach damit lösen, dass man einen Finder als root öffnet.

Mit folgendem Terminal Befehl öffnet sich nach Eingabe des Passworts ein Root-Finder:

sudo /System/Library/CoreServices/Finder.app/Contents/MacOS/FinderNext

Zuerst scheint sich nichts getan zu haben, aber wenn man einen neuen Finder öffnet (ggf. vorher auf den Desktop klicken, nicht auf ein bestehendes Finder-Fenster), wird das Home-Verzeichnis vom root geöffnet. Von hier aus kann man sich den Weg zu den Apps machen, die man ändern möchte. Hier ist aber stets äußerste Vorsicht geboten, da man unbeschränkte Rechte besitzt (mit denen man auch sein System schrotten kann).

Die Root-Sitzung wird beendet, indem man im Terminal Ctrl-C eingibt.

Einschränkungen im Root-Finder:

- Die auf dem Desktop zu sehenden Dateien können nicht angefasst werden, da sie dem aktuellen und nicht dem root User gehören.

- Screenshots des Root-Users landen selbstverständlich auch im Ordner des roots.

- Dateien die zum Öffnen Root-Rechte verlangen, können nicht geöffnet werden, wenn die Anwendung unter dem aktuellen Benutzer geöffnet wird. Dies lässt sich umgehen, indem man das ausführbare Programm des Apps im /Contents/MacOS als root startet und die Datei dann von der App aus öffnet. (Übersetzung von Pmbuko)

Freitag, 21. Oktober 2011

Firefox Browserstatistik in Deutschland: Aufstieg und Fall

Glaubt man den Statistiken von StatCounter lässt sich in Deutschland für Firefox nach mehreren Jahren des Höhenflugs seit 2011 ein deutlicher Rückgang an Webseitenaufrufen beobachten. Interessant ist, dass nicht nur Chrome (der in den letzten Monaten sogar leicht stagnierte), sondern vor allem der IE wieder mehr Benutzer findet. Opera und Safari zeigen sich im Gesamtbild stabil auf niedrigem Niveau, wobei sich Opera eher nach unten und Safari eher nach oben entwickelt hat. (Für weitere Zeiträume bietet der Dienst leider keine Daten.)

Statcounterglobalstats0811.png

Source: StatCounter Global Stats - Browser Market Share

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Safari 5.1 vs 5.1.1 Peacekeeper Browser Benchmark

Als mir das Apple Softwareupdate nach dem Hochfahren vollmundig eine neue Safari Version 5.1.1 mit satten 13% mehr (Javascript-) Performance versprochen hat, wolle ich es genauer wissen.

Hier die Ergebnisse in Peacekeeper Browser Benchmark vor und nach dem Update von Safari:

Safari 51 vs 511 4996 vs 5664

Da wurde scheinbar durchaus an der Geschwindigkeit gedreht.

Langsam habe ich allerdings den Verdacht, dass die ständige Optimierung bei allen Browserherstellern nicht mehr wirklich zielführend ist und man sich regelrecht zu Tode optimiert.
Firefox scheint mir aktuell durchaus ein Opfer seiner (über-) ambitionierten Verbesserungsbestrebungen zu sein. Als Allzweckwaffe ist für mich Safari inklusive meiner verwendeten Erweiterungen die Waffe der Wahl; in letzter Zeit hatte ich zwar durchaus mit Chrome geliebäugelt – letztlich waren meine Ergebnisse aber gemischt.

Nachtrag:

In meiner aktuellen Browser-Sitzung fällt mir zudem auf, dass der Speicherverbrauch in Safari 5.1.1 massiv zurückgegangen ist.
Ich habe ca. 50+ Seiten / Tabs offen und bin gerade einmal bei über 400 MB Ram (Safari + Webproces). Das kannte ich von der Vorgängerversion aber ganz anders.

Dienstag, 27. September 2011

Ende der Hoffnung: Kein Citavi for Mac auf absehbare Zeit

Heute flatterte die Nachricht offiziell und vom Hersteller persönlich in die Email-Inbox: Es wird keine Mac-Version der Literaturverwaltung Citavi geben.
Die Entwicklungsbemühungen der letzten Jahre wurden abgebrochen (und wahrscheinlich auch ein paar Leute entlassen – irgendjemand muss ja den Kopf hinhalten).

"Nach zweieinhalb Jahren stellen wir die Entwicklung für Citavi Mac ein. Erfahren Sie nachfolgend mehr über die Hintergründe. 

Als wir 2009 die Mac-Entwicklung aufnahmen, haben wir uns drei Ziele gesteckt: Erstens sollte Citavi für Mac das "Look and Feel" eines echten Mac-Programms erhalten und sich völlig in die Mac-Welt einfügen. Zweitens sollten diejenigen Anwender, die bisher Citavi unter Parallels oder einer anderen Virtualisierungslösung auf dem Mac einsetzen, ihre Citavi Projekte unter Citavi Mac weiternutzen können. Drittens sollte Citavi Mac die Kernfunktionen der Windows-Version nutzen, um eine schnellere Weiterentwicklung zu erlauben. 

Wir haben große Anstrengungen unternommen, viel Zeit, Kreativität und Geld investiert und Prototypen auf verschiedenen technischen Plattformen entwickelt, um diese Anforderungen zu erfüllen. Schließlich entschieden wir uns für MonoMac, einer vielversprechenden Entwicklung, hinter der die führenden Entwickler von Mono standen. (Mono ist eine Open-Source–Variante des .NET-Frameworks, auf dem Citavi aufsetzt.) Mono wurde von der bekannten Firma Novell finanziert und gepflegt. Vor kurzem wurde Novell jedoch verkauft. Die neue Besitzerin Attachmate entschloss sich, die Mono-Abteilung zu schließen und sämtliche Entwickler zu entlassen. Die Entwickler haben zwar eine neue Firma gegründet, die sich jedoch auf mobile Clients (iOS und Android) konzentriert, so dass MonoMac uns keine langfristig zuverlässige Perspektive mehr bietet. Deshalb sehen wir keine Möglichkeit mehr, die Ziele, die wir uns für Citavi Mac gesetzt haben, in absehbarer Zeit zu erreichen und dauerhaft zu sichern. Wir bedauern, die Interessenten für Citavi Mac jetzt enttäuschen zu müssen."

Traurig, aber wahr.

 

Ich hatte darauf noch einen Versuch unternommen, das aktuelle Citavi 3.1 unter Codeweavers Crossover 10 zu installieren, nachdem meine Ergebnisse mit Wine/WineBootler vor einiger Zeit eher bescheiden waren. Das Ganze war mit aber dann irgendwann zu aufwendig und zu oll.

Ganz nebenbei gesagt, hat mich CrossOver nicht gerade überzeugt; wohl sind einige Dinge damit einfacher, aber dafür dass es doch gewurstele ist und vieles nicht geht, zahle ich nicht die veraschlagte Menge Geld – dann doch lieber Virtualisierung – Vmware Fusion 4 gibt es ja gerade zum Mitnahmepreis für ca. 35,- -> get it!)

Sonntag, 25. September 2011

Mac OS X Lion blame-game

Für viele ist Mac OS X 10.7 (Lion) schon seit einiger Zeit Alltag. An manche Dinge hat man sich nun gewöhnt – gewisse Bauchschmerzen scheine aber (zumindest mittelfristig) zu bleiben.

Aus diesem Anlass möchte ich (besonders) niederschmetternde Einschätzungen und Reviews zu Lion hier sammeln.
Irgendwie muss man sich ja abreagieren.

Und los geht’s:

Mac OS X Lion: This Is Not the Future We Were Hoping For:

“These little things will be reason enough for many to upgrade to Lion. …
But overall, it doesn't feel like a must-have upgrade to me.
I love Mac OS X. I've used it since the very first and painful developer preview, back in September 2000. I love iOS too, because its modal nature simplifies powerful computing, and, at the same time, empowers normal people. I hoped Mac OS X Lion was going to merge both perfectly. Sadly, from a user interface point of view, it has failed to achieve that. And by failing at this task, it has made a mess of what was previously totally acceptable."

Manchmal könnte man sich schon fragen, ob sich OS X sich nicht in eine Anti-Utopie entwickelt und sich Windows als die Zukunft herausstellt. (Am Ende des ersten Kommentars)

 

… to be continued.

 

Kürzlich hatte ich auf MacApper eine Liste von 10 Punkten gefunden, warum man nicht auf Lion upgraden sollte.
Der Artikel ist allerdings ziemlich belanglos – und mir aber nicht einmal einen Link wert …

Letztlich gibt es aber wohl nur wenig ernsthafte Gründe nicht auf Lion upzugraden:

  • man kann tatsächlich nicht auf bestimmte PowerPC-Apps verzichten die ohne Rosetta nicht laufen
  • die eigene Hardware ist schon so alt, dass man entweder Lion gar nicht oder nur sehr zäh zum Laufen bekommen würde
  • und schließlich: Das jetzige System ist perfekt nach den eigenen Wünschen konfiguriert und läuft top … in dieser Situation upzugraden macht einfach keinen Sinn.

Samstag, 24. September 2011

DIY: Grooveshark Desktop Client für Mac OS X GrooveWalrus

Kürzlich bin ich über den ziemlich sehr netten und werbefreien Desktop-Client Groovewalrus für den Musikdienst Grooveshark.com gestolpert.

Allerdings gibt es das gute Stück eigentlich nur für Windows. Jedoch existiert auch eine Anleitung, wie man den (Python) Quelltext auch einfach unter Linux zum Laufen bringt.
Und da Mac OS X eigentlich ein Unix ist, kann man diese Anleitung im Prinzip auch für unter OSX verwenden – auch wenn man ein paar Dinge beachten muss.
Das App läuft zwar nicht perfekt, ist aber frei von Werbung, ressourcensparend und schaufelt einem die Tracks direkt auf die Platte. Bravo.

Wenn Bedarf besteht, werde ich eine entsprechende Anleitung posten.

Hier, als Appetizer, erstmal nur Screenshots von der App unter Lion. :)

Welchen Grooveshark-Client verwendet ihr oder ist nur die Browserversion akzeptabel?

GwLion

GrooveWalrus035

Den Client kann man natürlich auch per Virtualisierung laufen lasen (was ich für den Dauereinsatz nicht so toll finde) oder emulieren, beispielsweise mit WineBollter bzw. CrossOver (das klappt durchaus gut, sieht aber nicht ganz so schön aus...)

#Update

GS ist zwar mittlerweile in Deutschland gesperrt; dennoch möchte ich noch die versprochene Hinweise für die Einrichtung von GrooveWalrus unter MacOS X liefern

- Zunächst braucht man eine Kommandozeilenversion von mplayer. Hierzu gibt es zwei Lösungswege: Entweder einfach das binary aus den Programmpaket eines Mplayer-Apps (z. B. MplayerX oder MPlayer OSX, etc.) nach /usr/local/bin kopieren... oder über MacPorts (eventuell auch Fink, o. Ä.) besorgen. (Oder das Verzeichnis der mplyer-binary in den PATH aufnhemen.)

- Aufgrund 32-bit Limitation von Python  unter (bestimmten) Mac OS X Versionen empfiehlt sich desweiteren ein Shell-Skript zum Starten des Python-Source von GrooveWalrus.

Das sietht dann so aus. 

#! /bin/bash
export VERSIONER_PYTHON_PREFER_32_BIT=yes
python /Applications/Groovewalrus/gw.py

- Leider funktionieren bei mir immer wieder einige Tastaturkurzbefehle der Source-Verson von GW nicht, sodass ich selbst in den Code eingreifen muss, um in den vollen Genuss zu kommen. Insbesondere das Menu "Reverse delete" muss abgeknippst werden, sonst kann man kein A eintippen…

Wer jetzt noch nicht abgeschreckt ist, darf sich mit Fug und Recht Nerd oder wahlweise Geek nennen.

Donnerstag, 22. September 2011

Wenn die Tastatureingabe/Spaces klemmt (Snow Leopard)

Als ich zum ersten Mal hörte, dass Apple im neuen Mac OS X 10.7 (Lion) die bisher bekannten Spaces entfernen bzw. ersetzten will, hatte ich schnell den Verdacht, dass man sich hier von einem Teil des Betriebssystems verabschieden will, der durchaus auch seine Ecken und Kanten hat.

Keine Frage: Spaces sind/waren eine tolle Sache – aber manchmal kommt es unter Snow Leopard (10.6) vor, dass beim Wechseln der Spaces die Tastatur plötzlich keine weiteren Eingaben (außer dem Wechseln der Spaces) annimmt. (Dazu muss ich sagen, dass ich USB-Tastatur, und zwar eine Cherry und nicht von Apple, an meinem Rechner nutzte.)

Das ganze konnte ich nun auch per Video festhalten: http://screencast.com/t/G33WShvhAa0b
(Man kann zwar noch per Hotkey zwischen den Spaces, hier zwei, wechseln, das Overlay bleibt permanent am Bildschirm – und die Tastatur nimmt keine weiteren Eingaben mehr an.)

In der Regel hilft hier ein Neustart weiter – was man natürlich nicht immer will.

Teilweise kommt man aber um den Reboot herum: Es kann auch helfen, das Dock neu zu starten (einfach abschießen unter "Sofort beenden …") oder den Finder (hat bei mir in diesem Fall nichts gebracht).
Das Ganze ist also letztlich ähnlich, wie bei einer klemmenden F2-Taste (und betrifft teilweise auch die F3-Taste…).

 

Montag, 12. September 2011

Aktualisierung mit Nokia Ovi Suite nicht unter Vmware

Gerade hatte ich (irrsinnigerweise) versucht mein Nokia Mobiltelefon mangels OSX Software zum Updaten mit einer Windows Installation unter VMware zu aktualisieren.

Am Anfang sieht ja auch alles noch sehr gut aus: Wenn man das Handy per USB ansteckt und VMware fragt, ob man mit Windows verbinden will ... den Rest erspare ich euch.

Letztlich klappte das Ganze schlicht und einfach nicht. Nach drei Versuchen mit meiner Windows 7-Vm habe ich aufgegeben – nicht zuletzt auch, weil mir die Sache zu  heikel wurde.
 Schließlich kann man sich bei einem solchen Update auch das Handy zerschießen. Deshalb: Probiert es erst gar nicht auf diese Weise! Es klappt höchstwahrscheinlich sowieso nicht und ist obendrein riskant.

MS Office im Klinsch mit Alfred

Leider vertragen sich Office 2011 for Mac und Alfred nicht besonders: Wenn Word, Excel oder Powerpoint aktiv sind und man Alfred aktiviert, um eine Web-Suche oder ein anderes App zu starten, wird nicht korrekt zum gewünschten Fenster gewechselt, sondern das Office-Fenster bleibt im Vordergrund. Tolle Wurst. (Entschuldigung). Wie es mit Office 2008 steht, weiß ich nicht, bei 2004 gab es jedenfalls keine solchen Probleme.

Zum Glück stellt Alfred selbst Abhilfe bereit: In den Einstellungen unter Advance lässt sich ein (experimentelle) Abhilfe aktivieren.
Schön, dass es diese Funktion gibt – nur doof, dass man sie selbst aktiveren muss.

AlfAdv75

Sonntag, 11. September 2011

Open Terminal here Kontextmenü-Eintrag erstellen

Seit Snow Leopard lassen (OS X 10.6) lassen sich im Finder (64 Bit) zwar keine Kontext-Menü Plug-ins mehr nutzen, aber mit Hilfe des Automators kann man im Menü Dienste eigene Kontext-Einträge hinzuzufügen.

AutormatorDienstMan startet den Automator und wählt Typ "Dienst".

Nun wird angegeben, welchen Input der Dienst empfangen soll: z.B. z.B. Ordner im Finder.

Empfange Ordner im Finder

Nun muss man dem Dienst Aktionen hinzufügen, etwa die Aktion “Ausgewählte Finder-Objekte abfragen” um die im Finder ausgewählten Dateien/Ordner an die darauf folgende Aktion zu übergeben.

Als sehr einfaches, und praktisches Beispiel zum Nachmachen, füge ich einen Dienst zum Öffnen eines Terminals in einem ausgewählten Ordner hinzu.

Als nochmal von vorne: Im Automator den Typ Dienst wählen, als Input Ordner im Finder empfangen einstellen...

... und nun noch eine Aus dem Aktionen-Fenster "Applescript" hinzufügen (kann man suchen) ...

... und folgenden Code eingeben und einmal übersetzten (mit dem Hammer-Symbol):

on run {input, parameters}

tell application "Terminal"

activate

do script ("cd " & quoted form of POSIX path of input)

end tell

return input

end run

Automatrcode75

... nun muss der Dienst nur noch unter einem gefälligen Namen (z.B. "Open Terminal here")
gespeichert werden: Und fertig ist der eigne Kontext-Menü-Eintrag.

Kontextmenu75

Wer will, kann nun noch unter Systemeinstellungen->Tastatur-> Tastaturkurzbefehle-> Dienste einen Hotkey für den Dienst vergeben.

ServiceHotkey75

Donnerstag, 8. September 2011

Starke Worte zu Word 2011

Manche mögen es deftig. Kostprobe?

Hier eine Probe von David Hewson zu Word 2011:

"Office 2011 really is a crime against technology. Word 2011 lacks most of the great new features of Word 2010 on Windows. The Mac version of Outlook is a parody of Outlook 2010 and can’t even sync as well as Entourage which preceded it. Microsoft as a Mac office platform is a joke."

Das liest sich doch ganz anders als etwa das Urteil der Computerworld "Microsoft Office for Mac 2011 goes from clunky to cool".

Prost.

Sonntag, 4. September 2011

Word 2004 ist weg: Wer zeigt meine doc-Dateien am besten an?

Für jeden ist es irgendwann einmal so weit. Es heißt: Abschied nehmen.
Was nach Totenanzeige klingt, soll hier nicht das Ende des Blogs, sondern den Abschied von Word 2004 einleiten.

Selbst der letzte einsame Mohikaner musste im Zuge des Umstiegs auf das aktuelle Mac OS X Lion – mangels Unterstützung von PowerPC-Code – Microsoft Office 2004 for Mac aufgeben und ersetzen. Bei vielen hat sicher mittlerweile die Version 2011 vom selben Hersteller Einzug gehalten. Wie dem auch sei…

Mir ging bei Upgrade von Office die Frage durch den Kopf: Sehen meine mit Word 2004 getippten Texte noch genauso aus, wenn ich sie in einer neueren Office-Version öffne?
Gedacht, getestet: Und? Nein, tun sie nicht immer. Besonders bei langen, aufwändig gesetzten Texten wird Formatierung nicht völlig beibehalten.

Ich mache es kurze: Wer ein altes .doc Word-Dokument (98-2004) möglichst originalgetreu, wie in Word bis 2004, dargestellt haben möchte, der nehme Pages ('09).
Probierte hatte ich daneben:

- Word 2011: Text verrutscht (bei mir i.d.R. kürzer)

- OpenOffice / LibreOffice: nicht erkannte Felder, Einzüge stimmen nicht, Text verrutscht)

- Bean / TextEdit: weitestgehend unbrauchbar

- Pages '09: 1:1 (im Großen und Ganzen), nur seltsamerweise waren die Seitennummerierungen doppelt

Donnerstag, 25. August 2011

Beschädigte Symbole auf dem dem Schreibtisch / im Finder

Als ich heute den Rechner gestartet hatte, wurden die Icons für PDF-Dateien auf dem Schreibtisch nicht mehr richtig dargestellt. Irgendwie waren sie korrumpiert, kaputt oder was weiß ich. Leider habe ich keinen Screenshot gemacht, so dass ich die Sache nicht zeigen kann.
Aber statt dem normalen Preview-Symbol war nur ein halbtransparentes, abgerissnes Blatt zu sehen.

Im Apple Support-Forum hatte ich dazu auch einen Thread gefunden.

Empfohlen wurde unter anderem Folgendes:

Lösche unter /Users/YourName/Library/Preferences folgende Dateien: com.apple.finder.plist, com.apple.desktop.plist, com.apple.dock.plist
Danach Papierkorb leeren und neue starten.

Zusätzlich kam folgender Hinweis: "Run Disk Utility (Applications/Utilities) and Repair Disk Permissions at least once a week and ALWAYS after downloading and installing updates or  any 3rd party software."

Das Problem ließ sich bei mir am Ende aber ganz einfach beheben: Einfach die Größe der Icons auf dem Desktop mehrmals ändern.
Das geht z.B. bei Trackpad, indem man die Zoom-Geste ausführt. Alternativ kann man auf dem Schreibtisch einen Rechtsklick machen und "Darstellungsoptionen einblenden" wählen und den Schieberegler für die Icon-Größe wild hin und her schieben.

Das war ja einfach.. irgendwie

Sonntag, 21. August 2011

Zugriff auf GMX MediaCenter in Mac OSX per WebDAV

Heute gibt es für alles ein App. Manchmal ist aber selbst das nicht nötig, da die nötigen Mittel schon im System vorhanden sind.
So etwa wenn man Zugriff auf das GMX MediaCenter bekommen möchten, um Dateien hochzuladen bzw. herunterzuladen.

Das Zauberwort um Zugriff auf das MediaCenter zu bekommen heißt: WebDAV. Dabei handelt es sich um einen offenen Standard zur Bereitstellung von Dateien im Internet. Benutzer können damit auf ihre Daten wie auf eine Online-Festplatte zugreifen.

Dazu wählt man im Finder im Menü: Gehe zu -> Mit Server verbinden ... (oder drückt ⌘ + K)

und trägt im darauf erscheinenden Dialogfenster die Adresse des GMX Media Centers ein: https://mediacenter.gmx.net

ConnectWithServer

Nun wird man noch nach seinen Logindaten gefragt.
Man gibt seine GMX-Email-Adresse und sein Kennwort ein... und fertig ist die Laube.
Von nun an steht das einem das Media-Center-Laufwerk unter Freigaben im Finder zur Verfügung.

Mediacenter gmx net

 

Montag, 1. August 2011

USB-Stick Problem: Stick wird nicht auf dem Desktop angezeigt / kein Zugriff im Finder

Heute hatte ich zwei verschiede USB-Sticks in meinen Mini gesteckt, ohne dass sich auf dem Desktop wie gewohnt ein Disk-Icon eingestellt hätte.
Ich konnte auf das Laufwerk auf vom Finder aus nicht zugreifen.

Wo das Problem lag, stellte ich fest, als ich Spotlight benutzten wollte:
Spotlight wollte den USB-Stick erst neu indexieren, bevor ich ihn (wieder) verwenden konnte. (Erkennbar an dem Punkt in der Spotlight-Icon, siehe kleines Video.)

Woran dieses Verhalten genau lag, kann ich nicht sagen. Entweder es lag daran, dass ich den Stick kürzlich als Wechseldatenträger unter Windows angeklemmt hatte und alte Daten gelöscht hatte, oder es lag am kürzlichen Mac OS X Update (10.6.8). Oder hat jemand eine bessere These? :)

Montag, 4. Juli 2011

Firefox 5 und Safari 5.0.5: Gleichauf

Gerade habe ich mir die aktuelle Version 5.0 von Firefox installiert und auch gleich auf die Teststrecke gegen Safari geschickt.
Laut dem Browser Benchmark von Peacekeeper sind beide praktisch gleich auf.

BrowserbenchFFS

Gefühlt kommt mir Firefox sogar etwas schneller vor als, das kann aber auch an der Unzahl von Safari-Extensions liegen, die ich verwende.
Dies mag aber auch daran liegen, dass viele Webseiten aus dem deutschsprachigen Raum auf Firefox optimiert sind.
Wie auch immer: ein gelungenes Update.

Donnerstag, 26. Mai 2011

Wenn der Ctrl-F2 Hotkey für die Menüleiste klemmt...

Mac OS X bietet wahrlich für fast alles einen Keyboard Shortcut an – und das ist gut so. Besonders nützlich sind die Hotkeys zum Anspringen der Menubar (Ctrl+F2) und des Docks (Ctrl+F3) und der Extras Menubar / Menulet-Leiste (Ctrl+F8).

Leider setzt bei mir – aber auch bei anderen – der Hotkey zum Anspringen der Menüleiste gerne aus. Das nervt gewaltig (Memo: Zu meiner Liste "Warum ich meinen Mac manchmal hasse ..." hinzufügen.)

Was dieses Phänomen verursacht, kann ich nicht genau sagen. Ich glaube das Problem tritt dann auf, wenn im Hintergrund irgendwo ein unbeantworteter Dateidialog im Finder wartet und dann die Eingabe blockiert. Denn wenn man den Finder neu

Eine echte Lösung kann ich nicht anbieten, aber zumindest (*update*) drei Behelfslösungen:

- Erstens kann man vor der Verwendung Ctrl-F1 oder Ctrl+F3 drücken – und dann erst Ctrl+F2.
Ctrl+1 funktioniert zwar häufig nicht, aber hat keine Seiteneffekte. Deshalb würde ich damit anfangen.
Ctrl+3 dagegen klappt zumeist. Damit wird zuerst das Dock angesprungen, was stören kann.

- Zweitens kann man den Finder neue starten: dazu muss man jedoch anders als bei normalen Programmen einen Umweg nehmen.
(Um-) Wege, um den Finder neu zu starten, gibt es viele. Am Einfachsten ist vielleicht diese: Cmd+Opt halten und mit Sekundärklick auf das Finder-Icon im Dock klicken: Neu starten wählen.

- Als zweite Alternative kann ich MenuPop empfehlen.
MenuPop ist nicht nur als Fallback Menu, für das man einen eigenen Shortcut vergeben kann, zu sehen, sondern hat noch einige andere nette Features.
Das App kostet regulär 5,- €, ist aber im Mac App Store öfter auch mal für kleines Geld zu haben.

Mittwoch, 11. Mai 2011

Openoffice.org Calc: Sprache für einzelne Spalten oder Zellen anpassen

Immer wieder einmal möchte ich in OpenOffice Calc für einzelne Spalten oder Zellen eine andere Sprache festlegen. Dies ist etwa bei Vokabellisten und dergleichen der Fall.
Nur finde ich manchmal die nötige Einstellung dafür nicht.

Eigentlich ganz einfach: Man markiert die Zeile oder Spalte und wähle Format -> Zellen ... (Hotkey Cmd+1) im Register Schrift die gewünschte Sprache aus.
Zu schnell? Hier ein Video von mir, dass die nötige Einstellung noch einmal zeigt.

Freitag, 15. April 2011

Zum Wohle der Ohren: Lautstärkebegrenzung

Wer wie ich die Tonausgabe seines Macs zumeist über In-Ear-Kopfhörer genießt bzw. genießen muss, der ist vielleicht auch mit dem Problem konfrontiert, dass der Ton manchmal verdammt laut aus den Kopfhörern kommt. Das kann schon mal so laut sein, dass es die Ohren schädigt. Mir ist dies nun zweimal passiert – und das war nun auch das letzte Mal!

Entgegen dem Wunsch vieler Mac-Nutzer die Lautstärkenbegrenzung des Macs zu auszuhebeln (sei es für Video oder Audio) beschreibe ich hier im Folgenden, wie man die Lautstärke des Macs zusätzlich begrenzt.

- Der Artikel ist noch nicht ganz rund, die Hinweise unten sollten aber von versierteren Benutzern dennoch umsetzbar sein. Ich wollte den Artikel aber schon mal hochladen, da er vielleicht manchen, verzweifelt Suchenden, die richtigen Stichworte gibt.

Zwei Dinge vorweg.

Die Lautstärke der Tonausgabe ist natürlich nicht nur von der eingestellten Lautstärke am Mac abhängig, sondern auch vom Programm und letztlich – ganz wichtig – auch von den Lautsprechern bzw. Kopfhörern. Ich hatte zuvor Sennheiser In-Earkopfhörer (CX300) verwendet. Diese haben aber am Mac nicht nur deutlich gerauscht, sondern sind letztlich viel zu laut und druckvoll in Ausgabe. Hände weg! Um schon bei der Hardware auf Nummer sicher zu gehen und ein Knalltrauma grundlegend zu verhindern, verwende ich nun Loud Enough 100 Kopfhörer, die von sich aus schon auf 88 dB begrenzt sind. Die Klangqualität damit ist für mich ausreichend, allerdings für Audiophile wohl ungenügend.

OS X merkt sich je nach Ausgabegerät die jeweils eingestellte Lautstärke. Das ist eigentlich praktisch, kann aber tückisch sein. Wenn man etwa seine Kopfhörer abstecken will, um die Musik von Boxen wiedergeben zu lassen oder von den eingebauten Lautsprechern, ändert sich die Lautstärkeneinstellung auf das zuvor mit dieser Ausgabequelle verwendete Niveau. Manchmal verschusselt man dabei aber etwas und stellt sich die Lautstärke hoch, stöpselt dann ab und später wieder an, ohne zu bedenken, dass zuletzt voll aufgedreht war. Hier ist also durchaus Vorsicht geboten.

Bei manchen Multimedia-Tastaturen mit speziellen Tasten für die Regulierung der Lautstärke hatte ich auch schon den merkwürdigen Effekt, dass beim Drücken der lauter bzw. leiser Tasten plötzlich die Lautstärke ganz nach unten bzw. nach oben gerutscht ist – was zu einem bösen Erwachen führen kann. Ob es diesen Effekt auch mit  Apple Tastatur oder an Apple Notebooks gibt, weiß ich nicht.

Ein Blick auf das Lautsprechersymbol in der Menubar kann zumindest grundlegende Sicherheit verschaffen. Allerdings springt die Lautstärke, ausgelöst durch bestimmte Programme, Ereignisse oder einfach weil man mit der Maus 'abgerutscht' ist, ab und an plötzlich hoch. Nicht zuletzt wegen solchen Unwägbarkeiten, hab ich mir eine Lautstärkenbegrenzung  eingerichtet!

Grafiken hier: 1 2 3

Nun jedoch zu meiner Do-It-Yourself Lautstärkebegrenzung

Wir benötigen zunächst ein kleines Opensource-Programm names Volimiter von Konstantin Anoshkin.
Dabei handelt es sich um einen Systemdienst (Daemon), der im Hintergrund die Lautstärke auf ein bestimmtes Maximum überwacht und begrenzt.


Das gewünschte maximale Maß an Lautstärke wird beim Starten des Dienstes als Parameter festgelegt: volimiter 0.5
Der Parameter wird als Kommazahl (mit Punkt als Dezimalzeichen) festgelegt: 1 = 100% - 0 = 0%
So legt 0.5 die Ausgabelautstärke auf ein Viertel bzw. 0,25 der maximalen Leistung fest. Weiter Details dazu sind in der Downloaddatei enthalten.

Das Programm kann vom Terminal aus gestartet werden. Wenn der Terminal aber geschlossen würde, schließt sich auch der Dienst. Was natürlich nicht im Sinne des Erfinders ist.

Damit das Programm seinen Dienst tun kann, muss es natürlich ständig laufen. Idealerweise starte man es also beim Hochfahren des Rechners.
Nur ist dies in diesem Fall nicht ganz so einfach zu erreichen, da es sich um kein reguläre App, sondern eben um einen Dienst, handelt.
Man kann Volimiter nicht als zu den Anmeldeobjekten hinzufügen, sondern muss es als LaunchAgent anlegen.

Aber das ist halb so wild. Man muss letztlich nur eine plist-Datei in Library/LaunchAgents des Home-Verzeichnis mit folgendem Inhalt anlegen:

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<!DOCTYPE plist PUBLIC "-//Apple//DTD PLIST 1.0//EN" "http://www.apple.com/DTDs/PropertyList-1.0.dtd">
<plist version="1.0">
<dict> <key>Label</key> <string>volimiter66</string> <key>OnDemand</key> <false/> <key>Program</key> <string>/usr/local/bin/volimiter</string> <key>ProgramArguments</key> <array> <string>/usr/local/bin/volimiter</string> <string>0.66</string> </array> <key>RunAtLoad</key> <true/> <key>ServiceDescription</key> <string>start volimiter at max 0.66 (2/3)</string></dict>
</plist>

Wenn der Dateiinhalt aus dem Browser nicht verwendbar ist, kann meine plist-Datei hier laden.

Hier ein Video von mir das den volimiter-Deamon in Aktion zeigt: 
Egal was man macht, die Lautstärke kann über das eingestellte Maximum nicht erhöht werden und springt immer wieder zurück.

 

Die Lautsprecher bzw. Kopfhörer müssen dabei nicht! schon beim Booten angesteckt sein, d.h. die  volimiter-Einstellung wirkt auch auf die Kopfhörer wenn diese später angesteckt werden und nicht auf die eingebauten Lautsprecher – wie vielleicht zu erwarten wäre. (Warum das so ist, prüfe ich noch..)

Sonntag, 10. April 2011

Itunes: Geräte deaktivieren, die man nicht mehr besitzt

Ich hatte mir vergangenen Herbst einen neuen Mac Mini zugelegt und das zuvor erstandene Modell weiterverkauft.
Leider hatte ich vergessen, meinen alten Mini bei iTunes zu deaktivieren. In so einem Fall muss man den Apple bzw. iTunes Support um Hilfe bitten.

Der Support hat in so einem Fall leider nicht die Möglichkeit einzelne Computer zu deaktivieren, werden alle mit dem eigenen iTunes Store Account verbundenen Computer deaktiviert. Man kann / muss im Anschluss die Computer und Geräte, die man verwenden möchten, erneut aktivieren.

Eine genaue Anleitung zum Aktivieren und Deaktivieren von Computern für die Wiedergabe Ihrer iTunes Einkäufe findet man in folgenden Support-Artikel.

Wenn man einen Komputer repariert oder ersetzt, sollten man den Computer vorher wenn möglich deaktivieren. Näheres in folgenden Support-Artikel.

Einmal im Jahr kann man, wenn die fünf Aktivierungen erreicht sind, den Aktivierungszähler zurücksetzen. Dazu klickt man in iTunes auf dem Bildschirm mit den Account-Informationen auf "Alle deaktivieren". Die Taste "Alle deaktivieren" wird nicht angezeigt, wenn weniger als 5 Computer aktiviert sind oder falls die Option bereits in den letzten 12 Monaten verwendet wurde.

Ich hatte meinen neuen Mini einfach per Timemachine-Backup wiederhergestellt und gar nicht gemerkt, dass die iTunes Aktivierung verloren ging. Aufgefallen ist mir dies erst als ständig die Meldung: ''Verbindung zum iTunes Store wird hergestellt ...''

Abgeriegelte Webseiten entsperren: gesperrter Rechtsklick, Copy & Paste, etc

Im Netz gibt es einige Seiten auf denen Browser-Funktionen, wie Rechtsklick, Quelltext anzeigen, Bilder speichern oder sogar kopieren & einfügen, gesperrt sind.
Teilweise wird dies aus Sicherheitsgründen gemacht (z.B. auf Seiten zum Online-Banking) oder aber auch gerne, um das Kopieren von Inhalten zu verhindern. Wie's geht steht beispielsweise hier.

Wie dem auch sei, manchmal nerven diese Beschränkungen enorm.
Zum Glück lässt sich das meiste was sich sperren lässt auch wieder entsperren. Hier einige Tricks:

Wenn (nur) der Rechtsklick komplett gesperrt kann man dies oft ohne großen Aufwand umgehen.

- in die Adresszeile folgenden Code (statt der URL) einfügen und bestätigt: javascript:void(document.oncontextmenu=null)
- Falls eine "Kopieren verboten" Popup erscheint, hilft manchmal auch: rechte Maustaste halten, Hinweisdialog mit Eingabe bestätigen, dann erst rechte Maustaste wieder loslassen. Mehr dazu hier, mit Beispielen.

- Alternativ kann man sich spezielle Bookmarklets holen, die derartige Ärgernisse entfernen. Hier eine nette Sammlung von Jesse "Zap Annoyances".

Noch ein kleiner Tipp von mir gegen die Sperrung von Einfügen: Statt Cmd+V (Paste) einfach Paste match Style (Einfügen und an Stil anpassen): Cmd+Opt+Shift+V
Mit dieser Mehtode kann man zumindest in Safari aus sienem Passwortmanager der Wahl gesicherte Kennwörter auch auf doofeschlaufen, sicheren Anmeldeseiten einfügen.
(Funktioinert
bei mir nur mit Safari 5.04, sodass das Ganze wohl eher ein Bug als ein Feature ist.)

 

Die umfassendste Waffe gegen protektionistische Webseiten gibt es für Firefox (wie sollte es anders sein) als Addon: RightToClick.
Damit lassen sich die meisten Sperrmaßnahmen auf einen Klick wieder aufheben.

RightToClick options

Sonntag, 3. April 2011

Magic Trackpad

Seit gestern bin ich nun stolzer Besitzer eines Magic Trackpads. Und was soll ich sagen, für mich ist es wie das Gelobte Land – wenn auch noch nicht Milch und Honig fließt. :)

Schon im Winter vergangenen Jahres wollte ich es mir zulegen, hatte dann aber – auch um etwas zu sparen – ein Wacom Bamboo Touch Tablett gekauft. Das Gerät von Apple kostet sicher einiges mehr, aber ist letztlich sein Geld wert.

Im Moment verwende ich das Trackpad mit den Standardtreibern und Standardeinstellungen, um mich einerseits an den regulären Umgang damit zu gewöhnen (der nicht sehr viel anders ist als mit dem Bamboo Touch) und, um auch überhaupt eine Vergleichsreferenz zu haben, zur Verwendung von Tools wie MagicPrefs, BetterTouchTool oder Jitouch.

Ausführlichere Berichte mit Vergleichen folgen.

Donnerstag, 31. März 2011

Unlesbarer Zeichensalat aus PDFs beim Kopieren

Immer mal wieder bekommt man ein PDF, aus dem man zwar grundsätzlich Text kopieren kann, allerdings erhält man beim Einfügen des kopierten Textes nur ein unlesbares Wirrwarr aus Zeichen und Symbolen (garbled text, gibberish). Das sieht dann gerne so aus:

0/+$!6/9! -#/-! &,$4/-5'8! 090-$+! 1$2$)&,$40! .*5)1!1$25%$! 1452$40! 
/'1! &-#$4! 090-$+! 0&(-6/4$! %&+,&'$'-0! *0$1! .9! /,,) [Beispieldatei für Experimente]

Für dieses Phänomen kann es verschiedene Ursachen geben. Meist liegt es daran, dass:

  • entweder das PDF kaputt oder zumindest teilweise beschädigt ist oder
  • es fehlt etwas, z.B. eingebettete Schriften
  • bzw. der Text ist falsch oder inkompatibel kodiert (hier noch etwas mehr Informationen)

Um den Text doch noch aus einem solchen PDF zu bekommen, gibt es natürlich wiederum eine Reihe von Ansätzen, die unterschiedlich schwierig, zeitaufwendig und v.a. auch unterschiedlich erfolgreich sind. Man kann:

  • einen anderen PDF-Betrachter versuchen (bringt fast nie etwas – auch nicht auf einem anderen System)
  • man kann versuchen das PDF als Text aus dem Viewer zu speichern (klappt i.d.R. genauso wenig)
  • oder das PDF bei einem Online-Datei-Konverterdienst, wie Zamzar, Media-Converter, etc. (auch damit hatte i.d.R. wenig Erfolg)
  • man versucht das PDF mit OpenOffice mit der PDF-Import-Erweiterung zu laden (bei mir hat's nicht wirklich geklappt)
  • das PDF mit einem Tool wie pdftotext selbst in Text konvertieren [2] (wird wärmer, aber klappt auch oft nicht)
  • Einen generischen Druckertreiber verwenden, der statt einem Ausdruck eine Textdatei erstellt (schon deutlich wärmer, klappt aber auch längst nicht immer [1]))
  • das PDF erneut durch den Adobe Distiller jagen und Schriften neu einbetten lassen (das ist ein wirklich guter, erfolgversprechender Weg, aber: man braucht Adobe Pro, etwas Know-how und ggf. die betreffenden Schriften/Kodierungen...)
  • und letztlich, wenn gar nichts geht: das PDF in Bilder umwandeln / drucken und per OCR neu einlesen (klappt eigentlich immer, nur kann die Qualität des Ergebnis stark variieren. Je nach Software und Korrekturbedarf braucht man teilweise auch einiges an Zeit. [3])
  • am Einfachsten geht die Texterkennung mit Google Docs, man braucht einzig ein kostenloses Googlekonto und kann das betreffende PDF, auch ohne es zu Drucken / in Bilder umzuwanden, hochladen und in Text konvertieren lassen!

    Google DocsUploadOCR

Insgesamtwürde ich den letzten Lösungsansatz als den besten bezeichnen, der auch von jedermann durchzuführen ist. Eine eigene (teuere) OCR-Software ist Dank Google Docs nämlich nicht mehr nötig.

Wem noch weitere Tipps einfallen: Immer her damit. Und Lob kann auch nicht schaden. :)

Fußnoten:
[1] Anders als bei Windows, ist es am Mac m.M. recht schwer, einen Text-only Datei-Drucker einzurichten (Beschreibung für die Einrichtung eines Generic Text Printers unter XP hier - Als Hersteller muss in einem deutschen XP allerdings statt "Generic" nach "Standard" suchen.) Eine rudimentäre Anleitung für den Mac, die sich eher an Computerspezialisten richtet, habe ich hier gefunden. Diese Methode mit dem Geniric Text Printer lässt sich auch verwenden, um verschlüsselte PDFs zu drucken. Am Mac bietet sich aber als bessere Alternative die von mir beschriebene Lösung mit mupdf an.

[2] Am Mac kann man Text auch per Automator-Workflow aus PDFs extrahieren. Für unser Problem hilft dies zwar in der Regel auch nicht weiter, die Methode kann aber für verschiedene Aufgaben ab und an sehr praktisch sein.

[3] Wer selbst eine Leistungsfähige Texterkennungssoftware hat und damit bessere Ergebnisse erzielt, braucht natürlich nicht unbedingt Google Docs verwenden.
Da der Teufel bekanntlich im Detail steckt, noch einige Worte zum Schritt vor der eigentlichen Texterkennung per OCR-Software, dem Umwandeln eines PDFs in Bilder:

Es gibt mehr als genug Möglichkeiten eine PDF-Seite in ein Bild umzuwandeln. Wenn es aber um mehr als ein Bild geht, sollte man mit einer Stapelverarbeitung arbeiten.
Hier kann der Automator weiterhelfen. Eine Beschreibung des nötigen Workflows findet sich hier.
Wem damit nichts anfangen kann, der kann auch mit PDF2Image oder ImagesFromPdf, die im Prinzip auch nichts anderes machen:

Darauf folgt der lästige Schritt: Man muss die Bilder mit einem OCR-Programm seiner Wahl erkennen und korrigieren.
Wie gut das Ergebnis dann schließlich ist, hängt dann natürlich auch von der verwendeten Software ab.

Wer keine OCR-Software hat, und nur einzelne Bilder umwandeln möchte, dem kann ich noch newocr.com empfehlen.

Dienstag, 29. März 2011

Unpaginierte PDFs erstellen

PDFs sind sicher nicht schlecht, da man sie auf praktisch jedem System lesen kann.
Im Vergleich zu HTML beispielsweise stört aber manchmal, dass PDFs paginiert sind. Da man aber aus manchen Programmen, wie etwa DEVONthink, unpaginierte PDFs sichern lassen kann, wollte ich wissen, wie dies zu erreichen ist.

SaveNonPaginatedPDF

Hier ein kleines Video von mir, dass zeigt, wie man unter Verwendung eigener Papierformate unpaginierte PDFs erstellt.

Montag, 28. März 2011

Dock per Applescript sperren / entsperren

Aus Dusseligkeit habe ich mir schon des Öfteren den Downloads-Stack oder wahlweise auch den Dokumente-Stack mit der Maus aus dem Dock gezogen. Zwar ist kann man die Ordner schnell wieder ins Dock ziehen, aber zum einen muss man diese dann erstmal wieder so einstellen, wie man es gerne hätte bzw. gewohnt ist (habe ich hier schon mal zusammengeschrieben) – und zum anderen ist die Reihenfolge der Objekte nach einer solchen Wiederherstellungsaktion meist nicht mehr so wie vorher.

Gerade deswegen möchte ich unbedingt vermeiden, meine Stacks aus Versehen in eine Rauchwolke zu verwandeln. Aus diesem Grund schütze ich mein Dock vor Änderungen (siehe oben). Die Sperre lässt sich per Terminal setzten, oder unter Zuhilfenahme von verschieden Apps, wie Docker, TinkerTool und vielen mehr.

Bisher hatte ich mein Dock nur selten verändert, so dass ich die Sperre einfach gesetzt lassen konnte. Allerdings hat sich durch den neuen Mac App Store die Situation geändert. Frisch geladene Apps landen gleich im Dock. Das ist zwar schick, aber bei der Anzahl und Wesen vieler Programme aus dem MAS nicht gerade der rechte Ort. Zudem wäre das Dock so auch sehr schnell massiv überfrachtet. Nach dem ich also ein App aus dem MAS geladen habe, entsperre ich nun i. d. R. mein Dock per Terminal, entferne das App aus dem Dock, und sperre wieder. Da mir das Ganze nun etwas zu mühsam geworden ist, habe ich mich für folgendes selbstgebastelte Applescript-Progrämmchen entschieden, mit dem sich das Dock schnell entsperren und wieder gegen Veränderungen schützen lässt (hier gefunden).

 

display dialog "Lock the Dock..." buttons {"Lock", "Unlock", "Cancel"} default button 3

copy the result as list to {buttonpressed}

if the buttonpressed is "Lock" then

try

tell application "Dock" to quit

do shell script "defaults write com.apple.dock contents-immutable -bool true"

delay 1

tell application "Dock" to activate

end try

else if the buttonpressed is "Unlock" then

try

tell application "Dock" to quit

do shell script "defaults write com.apple.dock contents-immutable -bool false"

delay 1

tell application "Dock" to activate

end try

end if

 

Einfach in den Applescript-Editor einfügen, übersetzen und als Programm abspeichern, z.B. unter "UnLock the Dock". Lässt sich prima aus Spotlight oder einem Applauncher aufrufen.

Have fun.