Montag, 14. April 2014

Magic Trackpad Test: Ergonomie-Booster

Das Magic Trackpad ist nun schon einige Jahre bei mir im Einsatz. Da ich es bislang nicht geschafft hatte ein ausführliches Review zu schreiben, mache ich dies jetzt.

Bevor Apple auch die Desktopnutzer mit dem Magic Trackpad beglückte, hatte ich mir schon ein günstigeres Wacom Bamboo Touch Tablett (2. Generation) gekauft. Obwohl dieses Gerät auch Multi-Touch-Steuerung sowie einige nette Zusatzfunktionen verspricht (u. a. Hardware-Maustasten, Stylus-Option, etc), hat es sich für mich im Alltag nicht bewährt. Dies lag vor allem daran, dass die Eingabe einfach zu zäh und ungenau war. Statt einer Erleichterung für die Hände stand beim Bamboo für mich Mehrarbeit und Treiber-Frustration.

Mit dem Magic Trackpad hilt am Desktop Einzug, was für die mobilen Geräte von Apple schon lange Standard ist: ein Multi-Touch-Pad. Das Magic Trackpad war für mich vom ersten Tag an wie das Gelobte Land. Wo Licht ist, ist aber bekanntlich auch Schatten. Hiervon will ich nun berichten.

Holt man das Gerät aus der (wie üblich winzigen) Packung, findet man ein schickes nur leicht schräg stehendes quadratisches "Brettchen" im Aluminium-Glas-Design vor. Ein Kabel sucht man vergeblich, da das Gerät per Bluetooth mit dem Mac spricht. Zwei AA-Batterien sind (glaube ich) dabei; man kann also gleich loslegen. (Ich verwende Akku-Batterien und lade je nach Typ alle zwei bis vier Wochen). Auf der rechten Seite des Magic Trackpads befindet sich ein Einschalter, auf der anderen Seite ein Drehknopf, der dem Weg zum Batterienfach öffnet. Auf und in der Verpackung findet sich eine Kurzanleitung. Das Design wirkte mittlerweile vielleicht nicht mehr so frisch, überzeugt mich aber bis heute.

Apple Magic Trackpad Aluminium Glas

Nicht all zu lange vor dem Trackpad beglückte Apple die Mac-Welt mit der Magic Mouse. Für mich ist diese Maus jedoch nichts. Sie ist mir zu schwer und verlangt eine unnatürliche Greifposition, die bei mir schon nach kurzer Benutzung zu Handschmerzen führt. Das Magic Trackpad scheint mir dagegen wie gemacht für RSI-Geplagte wie mich.

Scrollen, wischen, zoomen, drehen per Fingerstreich. Die Mausbewegung wird per Finger intuitiv auf der Glasoberfläche ausgeführt. Einfacher geht es kaum.
Eine kleine Übersicht der Gestensteuerung findet sich hier: Multi-Touch à la Mac: Klicken, Doppelklick, Sekundärklick, Mit zwei Fingern scrollen, Streich mit zwei Fingern in alle Richtungen, Auf- und Zuziehen (Pinch to Zoom), Drehen, vier Finger für Exposé Streich, Navigieren mit drei Fingern. Ich selbst verwende allerdings nur die einfachen Gesten (Doppel/Sekundär/Klick, Scrollen, etwas Zoom und Vor/Zurück-Streichen). Die Fingerakrobatiken hat für mich wenig nutzen, strängt auf Dauer an und verlangt wiederum seltsame Fingerhaltungen, die ich gerade vermeiden will.

Klicken kann man auf zwei Arten: Entweder durch leichtes Antippen ("tap") oder durch Herunterdrücken der gesamten Bedienfläche. Letzteres ist leider Standard. Ich ändere diese Einstellung stets als Erstes. Falls man aber den Mac mit den Boot-DVD/USB-Stick startet oder ein anderes Betriebssystem installiert, etc. wird auf diesen Standardmodus zurückgegriffen, was bei mir regelmäßig zu Irritationen führt; bis mir das "Klicken" wieder einfällt. Es gibt auch ganz wenige Programme, ca. 1% würde ich schätzen, bei denen der emulierte Klick nicht funktioniert. Es handelt sich dabei in der Regel um nicht-native Anwendungen, die mit irgendwelchen obskuren Frameworks geschustert wurden. Die meisten Nutzer werden mit solcher Software wahrscheinlich nie in Kontakt kommen.

Das Magic Trackpad ist für mich ein 99prozentiger Mausersatz. Manches geht damit nur schlecht, auch wenn vieles Gewöhnungssache ist. Damit sei auch gesagt, dass nicht alle mit einem Trackpad glücklich werden. Insbesondere Gamer werden um eine reguläre Maus nicht herumkommen.

Ich selbst verwende deshalb das Trackpad zusammen mit einer Logitech Trackman Marble Mouse für die linke Hand. Damit kann ich zwischen beiden Händen zur Entlastung wechseln und die Vorteile von (Multi-)Touch, konventioneller Mausklicks und eines Trackballs nutzen. Zusammen mit dem Apple Wireless Keyboard für mich DAS "Input Device Dream Team".
Vielleicht stelle ich mal ein Bild von meinem Aufbau ein… 

Das Magic Trackpad ist ziemlich robust. Ich habe es auch schon mehrfach auf Reisen einfach in den Koffer gesteckt ohne, dass etwas passiert wäre. Einmal ist mir allerdings eine Flasche auf die Oberfläche gefallen. Es zeigte sich zwar keinerlei oberflächliche Wirkung, aber die Funkverbindung fiel daraufhin erst mal aus, nach mehrmaligem Einschalten lief die Verbindung nur wieder stotternd an. Ich hatte zunächst den Verdacht, die Bluetooth-Einheit des Trackpads hätte Schaden genommen, aber nach kurzer Zeit lief wieder alles wie gewohnt.

Für das Magic Trackpad gibt es bekanntlich eine Reihe von Zubehör und Software. Dazu gehört die beliebten Verbinder zum Apple Wireless Keyboard (z. B. MagicWand, MagicConnector, Henge Docks, etc) oder etwa ein Akku-Ladekabel.

Softwareseitig gibt es etwa zahlreiche Programme, um dem Touchpad noch mehr Gesten beizubringen (z. B. Tools wie MagicPrefs, BetterTouchTool oder Jitouch) oder Dinge das wie Magic Numpad, mit dem das Trackpad bei Bedarf in einen Ziffernblock verwandelt lässt, Programme zum Eingeben von Unterschriften, Malprogramme und vieles mehr. Manches davon ist praktisch, ob man die Sachen aber braucht, muss man selbst entscheiden bzw. ausprobieren. Ich selbst verwende das Trackpad mit den Standardtreibern und Standardeinstellungen, siehe oben.

Das Magic Trackpad lässt sich auch mit aktuellen Bootcamp-Treibern auch unter Windows verwenden. Die offiziellen Treiber bieten allerdings einen etwas beschränkten Funktionsumfang. Als Ersatz gibt zwar auch inoffizielle Treiber (Trackpad++), diese laufen m.M. allerdings nicht immer zuverlässig und lassen sich unter 64bit-Windows nur mit Bauchschmerzen installieren.

Das Trackpad ist im Internet neu schon für ca. 60,- € zu haben, was die Kaufentscheidung erleichtern sollte. Gebraucht ist es in der Bucht auch für weniger zu haben.

Fazit: Man braucht am Anfang etwas Zeit, um sich an die Touch-Bedingung mit einem Finger und die Ruheposition der Hand zu gewöhne, bis man mit dem Magic Trackpad effizient arbeiten kann. Der Kauf lohnt sich allerdings. Nach einiger Zeit ist einem die Eingabe sehr intuitiv und im Vergleich zu einer herkömmlichen Maus vor allem weniger anstrengend.

Inzwischen gibt es auch eine erstaunlich große Anzahl von Alternativprodukten in ganz unterschiedlichen Ausführungen, Größen und Preisklassen: z. B. das Logitech Touchpad (auch speziell für Mac oder Windows 8), das Wacoom Bamboo Pad, das kleine Bamboo Fun 3G (auch in silber und mittlerer Größe), integriert mit Tastatur und viele andere mehr…
Wie die neuste Generation hochwertiger Multi-Touch-Eingabegeräte (insbesondere von Wacoom und Logitech) im Vergleich zum Magic Trackpad Abschneiden kann ich leider nicht beantworten. Ich vermute allerdings, dass sich auch heute noch kein besseres Gerät in seiner Klasse findet. 

Freitag, 14. März 2014

Warnung for Extension: FastestTube Youtube downloader

In meinem letzten Beitrag hatte ich allgemein vor der Browserextension FastestTube Youtube Downloader (die für nahezu jeden Browser zu haben ist) gewarnt.

Nachdem ich einem Artikel über Bad-ons gelesen hatte (für Safari könnte ein entsprechender Neologismus "Badtensions" lauten, *grins*), habe ich noch etwas zur FastestTube-Erweiterung recherchiert. Leider zeigte sich schnell, FastestTube ist:

  • klassische Adware (installiert, wie jedoch zumindest eingeräumt wird, das Werbetool AdLesse)
  • sowie Spyware (sammelt Namen, Emails, Kreditkartennummern!)
  • und insgesamt ein Risiko (lädt beliebigen Code nach, telefoniert nach Hause)

Fazit: Finger weg von FastestTube Youtube Downloader -> nicht installieren unf falls schon geschehen, wieder deinstallieren.
Für Alternativen zum Downloaden von Youtube-Videos siehe meinen vorherigen Beitrag unten.

Aufgrund der aufgeworfenen Problematik mit Bad-ons ist es zu überlegen, ob man Automatische Updates für Extensions im Browser deaktivieren sollte.
Einerseits verliert man damit ein Stück Komfort und verpasst ggf. zeitnahe (kritische) Updates für installierte Erweiterungen. Dafür ist man aber vor der Übernahme von Erweiterungen durch Kriminelle geschützt, wie im Falle der beliebten Chrome-Erweiterungen "Add to Feedly" und "Tweet this Page" geschehen.

 

Samstag, 18. Januar 2014

Hilfe zur Selbsthilfe: Hohe CPU-Last auf Youtube

Gerade hatte ich gestern etwas mit dem Entwickler-Modus von Safari herumgespielt und schon habe ich heute einen (Support-)Anwendungsfall dafür.

Beim Betrachten von Youtube Videos ist mir seit einigen Tagen eine ungewöhnlich hohe CPU-Last aufgefallen.
Zunächst dachte ich natürlich an das Flash-Plugin, da hier vor Kurzem ein Update eingespielt wurde. Es gab auch schon ein weiters Update in der Zwischenzeit – was immer ein Zeichen dafür ist, dass vorher etwas faul war. Aber das half nichts.

Gut dachte ich; eigentlich sollte es mit Flash ja auch nicht viel zu tun haben; werden bei mir Youtube-Videos dank ClickToFlash von Mark Hoyois doch über HTML5 abgespielt.
Stutzig machte mich schließlich der Sachverhalt, dass die hohe CPU-Last auch schon auftrat, wenn Youtube besucht wurde und noch gar kein Video gestartet war.

Hier kommt nun der eingebaute Profiler zur Webentwicklung von Safari ins Spiel.

Hat man unter Safari->Einstellungen->Erweitert -> das Entwicklermenü eingeschaltet, kann man mit Menü->Entwickler->Webinformationen (bzw. ⌘+⌥+i) einen Profiler starten.
Dazu im Register Profiler unten auf den Aufnahme-Button ◉ drücken, einige Sekunden aufnehmen und noch einmal zum Stoppen.

In der Profiler-Ausgabe sortiert man die Spalten nun nach Gesamt-CPU (▾)  und erweitert ▸ die (oberen) Zeilen mit hoher Prozessorlast.
Schon bald fand sich eine Safari-Extension, die scheinbar nicht mit meiner Safari-Version, anderen Extensions, Flash/HTML5, oder weiß-der-Geier-was… kompatibel ist.
Nach dem die betreffende Extension, die Youtube einen Button zum Herunterladen von Videos hinzufügt, deaktiviert / deinstalliert war, ging die CPU-Last sofort zurück.

Mit dem beschriebenen Vorgehen fand sich der Übeltäter schnell.

Hilfreich kann es auch sein, im Benutzerverzeichnis unter ~/Library/Safari/Extensions/ im Findern die Dateien nach Änderungsdatum zu sortieren. So erfährt man leicht, welche Plugins zuletzt mit einem Update – das vielleicht in die Hose ging – versehen wurden.

Da das Ganze doch etwas kompliziert ist, habe ich hier ein kleines Video präpariert.
 

Noch ein kurzes Wort zur betroffenen Extension: Schuldig war in meinem Fall der sog. Fastest Youtube Downloader.
Diese Extension ist nicht auf Apples Safari Extension-Gallerie erhältlich. Wohl aus gutem Grund, wie sich nun zeigt: FastestTube ist mindestens Adware (installiert, wie auch eingeräumt wird, AdLesse), wohl auch Spyware (sammelt Namen, Emails, Kreditkartennummern!), also ein Risiko (lädt beliebigen Code nach, telefoniert nach Hause) -> nicht installieren!

Es gibt neben der Extension-Gallerie von Apple auch inoffizielle Seiten, die Safari Erweiterungen anbieten.
Meiner Erfahrung nach sind gerade professionell aufgemachte Erweiterungen (die nicht von Einmann/frau Opensource-Programmierern stammen) gerne mit Werbung, Toolbars und sonstigen Dreingaben versehen.
Hier ist also Vorsicht geboten. Im Zweifelsfall verzichtet man also lieber auf eine Erweiterung verzichten, v.a. wenn man auch anders an sein Ziel kommt.

Für den Fall, Videos bei Youtube herunterladen, gibt es durchaus zahlreiche Alternativen. Hier eine (nicht ganz aktuelle) Liste.

Für Safari wird die Erweiterung YouTube5 zum laden von Videos empfohlen (finde ich allerdings nicht so toll.)
Von den Online-Diensten ist m.M. SaveFrom & KeepVid via Bookmarklet zu empfehlen (verlangt allerdings aktives Java).
Als Mac Desktop-App kann ich das kostenlose MacTubes empfehlen. Wer lieber ein Programm mit Support haben will, greift zu Airy.
Weiter kann JDownloader (über Linkgrabber aus der Zwischenablage) von Youtube und anderen Quellen Videos laden (in verschiedenen Foramten, nicht gewünschte vorher entfernen).
Wer ganze Chanels oder Playlists laden will, der kann gegen Bezahlung zum 4KVideodownloader oder iTube Studio greifen.

Das sollte fürs Erstes reichen.

Donnerstag, 19. Dezember 2013

(Boot Camp) Partition nicht automatisch mounten

Nachdem ich auf meinem betagtem Mini per Bootcamp mit etwas Mühe Windows 8 installiert hatte, störte mich sogleich die nun ständig auf dem Desktop vorzufindende Windows-Partition. Da ich auf diese vom Mac aus nicht zugreife, wollte ich sie natürlich weg haben - ohne sie jedes mal per Hand auswerfen zu  müssen.

Im Netz hatte ich auch gleich eine Reihe von Tipps gefunden, um diese in die Tat um zu setzen:

- per AppleScript (als App und dann Login-Item):

tell application "Finder"
  if (exists the disk "Windows XP") then
    do shell script ("hdiutil unmount /Volumes/Windows\\ XP -force")
  end if
end tell

- per Shell-Skript: 

#!/bin/sh
/usr/sbin/diskutil unmount /Volumes/BootCamp
exit 0

- per terminal locals: Füge zu /private/etc/rc.local folgende Zeile hinzu

disktool -u disk0s3

- der Klassiker, per /etc/fstab (auf machen Systemen auch /etc/fstab.hd, mehr dazu hier

UIID der Bootcamp-Partition (per Info ⌘+i im Festplatten-Dienstprogramm zu finden) Zeile, nach folgendem Schema eintragen

UUID=FFFFFFFF-FFFF-FFFF-FFFF-FFFFFFFFFFFF none ntfs ro,noauto

davon abweichend habe ich auch folgenden Terminal Befehl gefunden, der im Prinzip zum Selben Ergebnis führen soll:

echo "LABEL=BOOTCAMP none ntfs ro,noauto 0 0" | sudo tee -a /etc/fstab

Am saubersten ist sicher die Methode per /etc/fstab. Dabei kann zwar nicht wirklich viel schief gehen, aber naja...
Am einfachsten ist sicher die Methode per Skript, ich bevorzuge hier ein AppleScript-App zu den Anmeldeobjekten.
Die Methode per rc.local habe ich nicht probiert.

Und wie immer: Tipps gelten auf eigene Gefahr. 

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Soll ich meine MP3-Sammlung nach MP4/M4A/AAC/FLAC/etc konvertieren? Macht das Sinn?

Ich hatte mir nach dem ich nun seit einigen Jahre praktisch nur noch AAC/M4A/MP4-Dateien verwende, die Frage gestellt, ob ich vielleicht auch meine restliche Musik in MP3 in das neuere Format umwandeln soll.

Bislang hat mich ein ehemals heiß geliebter  – zugegeben schon in die Jahre gekommenen – (USB-) MP3-Player davon abgehalten, da dieser MP3 benötigte. Der MP3-Player ist aber mittlerweile in den Ruhestand geschickt und alle neuen Geräte, wie auch Handys können M4A bestens abspielen.

Zur Frage: Ist es sinnvoll MP3-Dateien in neuere, effizientere Audio-Dateiformate zu konvertieren?

Transcode audio3

1. allgemein gilt: Bereits komprimierte Dateiformate weiter zu konvertieren oder rekonvertieren führt insgesamt eher zu einem schlechteren Ergebnis (falls man nicht gerade das Sound-Lab von Lucas Arts zur Verfügung hat… Ein stark komprimiertes JPEG-Bild lässt sich in einer Bildbearbeitung mit Mühe zwar aufbessern, so etwas hat aber nichts mit einer schlichten Konvertierung von Format A zu Format B zu tun.)

2. Ein Gewinn an Tonqualität lässt sich nicht erzielen, so viel sollte klar sein. MP3 etwa in (verlustfreie) FLAC-Dateien zu konvertieren, macht daher keinen Sinn.

3. Der Nutzen ist also, eher in einer verringerten Dateigröße zu sehen. Das heißt, eine Konvertierung von ineffizienten MP3-Dateien zu MP4/M4A/AAC-Dateien. Hier kommen allerdings nur MP3-Dateien mit hoher Qualität in Frage. Ich würde vorschlagen: MP3s mit einer Datenrate von mehr als 250 Kbit/s.

4. Auf einer Seite (leider vom Netz genommen) habe ich zudem gelesen, dass der Unterschied bei hochwertig gemachten MP3s (Lame, VBR) zu AAC  nicht so groß ist. Ein weiteres Argument gegen Umwandlung ist hier nicht nur der Aufwand, auch noch zu prüfen, mit welchem Encoder die MP3 gemacht wurde (≠Lame), ist das subjektive Hörempfinden: oft reicht auch schon MP3 mit 128kbit/s für den Alltagsgebrauch; sosdass man sich Konvertieren auch hier sparen kann.

> Da Festplattenplatz aber heute wohl kein so großes Thema mehr ist, ist die Sache letztlich den Aufwand nicht wirklich wert – insbesondere wenn man vorher erst prüfen muss, ob die alten MP3s nicht (wie früher leider häufig der Fall) nur 128Kbit/s haben und deshalb gar nicht für eine (Weiter-)Verarbeitung in Frage kommen.

Die Antwort auf die Frage im Titel lautet entsprechend: Nein, wenn nur bedingt (bei hochwertigen MP3s).

Die Umwandlung von MP3s lässt sich am Mac direkt in iTunes vornehmen (Rechtsklick auf Datei/en->AAC-Version erstellen; zuvor Einstellungen->Import-Einstellungen…->AAC-Codierer).

Wer etwas mehr Kontrolle über die Umwandlung haben möchte, greift am Besten zur Allzweckwaffe: XLD von tmkk.

Als kleine Ergänzung: AAC-Ecoder Einstellungen von iTunes (kann mann dann so auch in XLD einstellen):

iTunes' standard setting is identical to Quicktime's ABR setting at medium encoding quality at 128kbit/s.
iTunes' VBR setting is identical to Quicktime's VBR constrained setting at medium encoding quality at 128kbit/s.
iTunes Plus is identical to Quicktime's VBR constrained 256kbit/s setting at maximum encoding quality.

via hydrogenaudio

Dienstag, 3. Dezember 2013

heise-stories: Betriebssystemanteile, Surfstats

Unter dem Titel "Anteil von Windows XP an den Betriebssystemen schwindet langsam" berichtet der heise-Verlag online über die Entwicklung der Verbreitung von Betriebssystemen basierend auf Surfstatistiken von Netmarketshare.

Windows XP ist den Zahlen zufolge mit knapp 32 Prozent nach wie vor das am zweit häufigsten verwendete Betriebssystem (hinter Windows 7), hat aber in den vergangenen elf Monaten seit Jahresbeginn 8 Prozent an Marktanteil eingebüßt.

Eine etwas andere, interessantere Lesart findet sich in den Nuzter-Kommentaren von Larise:

Die Überschrift hätte auch lauten können: "Anteil von Windows 8 an den Betriebssystemen schwindet langsam"
Und zwar vom Höchststand im September mit 8,02% um 1,34% auf 6,66%. Finde ich die viel interessantere Zahl.

Oder: "Anteil von Windows am an den Betriebssystemen schwindet langsam"
Der Gesamtmarktanteil von Windows ist seit November 2007 von 95,89% kontinuierlich auf mittlerweile 90,88% gesunken. (-5,01%)
Diese Zahlen korrelieren mit dem OS X-Marktanteil: Im gleichen Zeitraum von 3,44% auf 7,56% (+4,12)
Und Linux legte auch zu: von 0,66% auf 1,56% (+0,9%)
Wohlbemerkt, bei sinkenden PC-Verkäufen. In absoluten Zahlen dürften die Verluste für Windows desaströs sein.

Gut gesprochen. Die Abnahme von Windows 8 ist allerdings wegen des Upgrades auf noch aktuellere Windows-Versionen wohl nicht so aussagekräftig, wie von Larise vermutet wird.
Die Zahlen sind zudem, wie auch vom Redakteur schon angemerkt, nur bedingt aussagekräftig.

Sonntag, 1. Dezember 2013

Kein Ärger mehr mit verschwundenen Login-Items

Wer es schon einmal erlebt hat, kann ein Lied davon singen: Nach dem Hochfahren fühlt sich Mac OSX auf einmal sehr nackt an. Was ist da bloß los? Bis man feststellt: Die Anmeldeobjekte (Login Items, Startup Items) in Systemsteuerung->Benutzer sind verschwunden und wurden entsprechend beim Starten nicht automatisch geladen.

Das Problem liegt wohl darin, dass verschiedene Programme gleichzeitig auf die Konfigurationsdatei der Anmeldeobjekte zugreifen und sie zerschießen.
Es handelt sich dabei um die Datei loginwindow.plist im Ordner ~/Library/Preferences (~ steht für das eigene Nutzerverzeichnis).

Eine Möglichkeit dies zu verhindern zu verhindern, liegt darin, die loginwindow.plist vor Änderungen zu schützen. Dies ist zwar unflexibel, wenn man aber keine neuen Programme installiert, ist dies wohl die schnellste und einfachste Lösung.

Eleganter ist es die Anmeldeobjekte von einem Startup-Programm zu verwalten. Hier kann ich Startupizer wärmstens empfehlen.
(Die Produktseite hält auch ein kurzes Video bereit, in dem alle Funktionen dargestellt werden.) 

NewImageBeim ersten Start werden nach Wunsch alle bisherigen Anmeldeobjekte nach Startupizer übertragen. Bei jedem Neustart von OSX wird überprüft, ob neue Anmeldeobjekte erstellt wurden, welche dann wiederum importiert oder ggf. ignoriert (heißt einfach in den Anmeldeobjekten belassen) werden können.

Somit verbleibt nur Startupizer als Anmeldeobjekt im Benutzerkonto. Sollte hier also etwas schiefgehen, braucht man nur die App wieder hinzufügen.
Seit die das Programm verwende, habe ich keinerlei Probleme mehr mit Anmeldeobjekten. Was will man mehr.
Die besten Programme sind immer noch die, die man gar nicht merkt, dass sie da sind (mal abgesehen von Trojanern & Co.).

Startupizer hat so einige Zusatzfunktionen, wie die Gruppierung von bestimmten Programmen zu Autostart-Sets, die – je nachdem welche Taste man beim Hochfahren hält –  geladen werden. Die interessanteste Zusatzfunktion ist für mich aber die Möglichkeit eine zeitliche Verzögerung zwischen einzelnen Anmeldeobjekten festzulegen. Damit lassen sich beim Hochfahren einige Sekunden herausholen, bis OSX verwendet werden kann. Zugleich kann damit die Reihenfolge der Menubar-Apps wirksam gesteuert werden.

StartupizerDelay

Startupizer hat so viele Funktionen, dass sie sich in der Kürze hier gar nicht alle nennen lassen. Egal was man sucht, es ist da. Das App wurde zurecht von MacLife als Mac Gem gewählt.

Es gibt mit StartupizerLite auch eine kostenlose Version, die sich auf die Verwaltung der Anmeldeobjekte beschränkt. Die Verzögerungsfunktion ist allerdings nicht enthalten. Diese findet sich jedoch in anderen, kostenlosen Alternativen: DelayedLauncher oder Exhaust. Beide Programme erlauben zwar die Verwaltung der Anmeldeobjekte mit Verzögerungen. Man muss allerdings man die Liste der Anmeldeobjekte manuell verwalten, was ich nicht schön finde.

Mein Browser braucht zu viel Ram, was tun?

Jeder bekommt, was er verdient hat. Das gilt natürlich auch für Web Browser und ihren Speicherverbrauch. Trotz 4GB Arbeitsspeicher komme ich leider regelmäßig Speicherprobleme.

Hier eine kurze Liste, um Abhilfe zu schaffen. Ich möchte keine spezifischen Tipps oder tiefgreifenden Einstellungen für diese oder jene Surfmaschine geben, sondern nur allgemeine Hinweise (Sterne-Rating dahinter):

- weniger Tabs gleichzeitig offen halten ***

- Browser häufiger neu starten (die letzte Browsersession lässt sich einfach wiederherstellen in Firefox, Safari & Co) *****

- nur die nötigsten Plugins, Addons, Themes, etc. aktivieren ***

- Browser im 32-Bit Modus betreiben, falls möglich ****
  * Im Finder zur Safari.app navigieren; Datei-Informationen öffnen ⌘+i und im Info-Dialog "32-Bit" anhaken sowie (ab Safari 5.1) auch für Webprocess.app auf die gleiche Art den 32-Mode aktivieren! Die App ist zu finden finden unter /System/Library/StagedFrameworks/Safari/WebKit2.framework/ bzw. /System/Library/PrivateFrameworks/WebKit2.framework/ )

- Bei Safari hilft schließlich, den Webprocess zu entladen, wie's geht steht unten *****
  Einziger Nachteil dabei ist, dass alles Seiten beim ersten erneuten zugriff neu geladen werden 

Eine ähnliche Übersicht von Mozilla gibt es hier: http://kb.mozillazine.org/Reducing_memory_usage_(Firefox)

Gerade für Firefox und Chrome gibt es zahlreiche Stellschrauben unter der Haube, die aber angesichts neuerlichen der Speichereffizienz von Firefox bei hoher Last mir weniger sinnvoll erscheinen. Der Fuchs ist letztlich (wieder) der Browser der Wahl, wenn es darum geht mit möglichst geringer Speicherlast vielen Seiten gleichzeitig offen zu halten. siehe ghacks.com

#Update: Aktualisierte Infos für 32-Modus hinzugefügt
#Update: Link hinzugefügt: http://www.ghacks.net/2014/01/02/chrome-34-firefox-29-internet-explorer-11-memory-use-2014/
#Update: Abschnitt zum Entladen des Safari Webprocess ergänzt

Folgendes Shellscript beendet den Webprocess von Safari, wenn dieser mehr als 6 (LIMIT-Variable) Prozess des systemweit verfügbaren RAMS belegt
Der WebProzess startet daraufhin neu. (Das Skript einfach in eine ausführbare .sh-Datei kopieren, chmod +x und bei Bedarf vom Terminal oder Alfred, etc. aus starten)

 

#!/bin/bash
filename=".tt_0e92309ei2390i209ei9203"
LIMIT=6
ps -eo pmem,pid,args | grep WebProcess.app | grep -v grep | cut -d"/" -f1 > $filename
while read line
do
  mem=`echo "${line}"| awk '{print $1}'`
  mem=$(echo $mem | sed -e 's/,/./g')
  pid=`echo "${line}"| awk '{print $2}'`
  status=$(echo "$mem > $LIMIT" | bc -l)
  if [ "$status" -eq "1" ]
  then
    kill $pid
  fi
done < $filename
rm $filename

Here it is:

#!/bin/bash filename=".tt_0e92309ei2390i209ei9203" LIMIT=6 ps -eo pmem,pid,args | grep WebProcess.app | grep -v grep | cut -d"/" -f1 > $filename while read line do mem=`echo "${line}"| awk '{print $1}'` mem=$(echo $mem | sed -e 's/,/./g') pid=`echo "${line}"| awk '{print $2}'` status=$(echo "$mem > $LIMIT" | bc -l) if [ "$status" -eq "1" ] then kill $pid fi done < $filename rm $filename 

Do not mind the random named filename, nor the weird things ("chunchos") I may have done :P That script basically checks if there is any "Safari Web Content" process consuming more than the $LIMIT percentage of my memory. As I have 8GB of ram, I though 6% would be already too much (Note that before, it sometimes managed to get way past those 6%), so the process should be killed! That verification is made each 1 minute, through that script's execution on my crontab.

Results? Safari's performance now is way better! :) I do not need to manually reset Safari once every one and a half hour, and that makes me very happy :) (even though, almost the same happens on the background)

Side effects? Weeell. Having your tabs refreshed is not always something wanted. There is one clear side effect I can think of. If your "Safari Web Content" process gets closed while you are in the middle of some important operation, you would lose everything. For instance, if my memory consumption got too high while I am tipping this, and the script killed my content process, I would lose everything.

Gladly, I have been using the script for some days already, and still did not lose anything.

Even though this solution gave me a better experience on browsing up to the moment, and I still did not get annoyed by having some writing lost, I know it is possible. Therefore, I wanted to know if you guys know of how to free a specific region of a process's memory.

I ask this because when I run vmmap on the pid of "Safari Web Content", I notice that the majority of the memory used is allocated in the Malloc Zone "JavaScriptCore FastMalloc_0xaca89d40". That way, I supposed that if I could get that memory dealloced, I could have a better experience on Safari, without the risk of losing too much (of course, that would depend on how Safari would handle that subtle unexpected clearance of memory, but I have faith).

Let's get to the end. Do your think my approach is good, or can you think of any other side effects of doing what I do? Further, do you know if I can clear the memory of that specific region? I do not mind if I would need to have root access (at least for testing purposes). And finally, have you also developed your own way of boosting your browsing experience, when using Safari? If so, please share! :)

Fernando.

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Freitag, 23. August 2013

Startpage & ixquick Suchmaschine in Alfred (Update)

Goolge nicht anonym genug? Hier kann Startpage, die – nach eigener Angabe – diskreteste Suchmaschine der Welt weiterhelfen… ohne auf die Google-Power verzichten zu müssen.

Startpage aboutstartpage Und hier ein kleiner Tipp, um eine angepasste Suche für Startpage zu Alfred (oder Quecksilber) hinzuzufügen.

 Bei Alfred.app geht man Unter Einstellungen (⌘ + Komma):  Web & URL Custom Searches
 Mit dem + unten eine neue Suche hinzufügen

 als Search Url einfügen: https://startpage.com/do/search?language=deutsch&query={query}

 Title: Search with Startpage

 Keyword: sp

… und fertig ist die Laube. (UTF8-Codierung & Leerzeichen als + Codieren ist nicht nötig.)

Via ingvo webblog. Danke.

Das Vorgehen funktioniert sehr ähnlich auch für die zugehörige anonymisierte Meta-Suchmaschine ixquick des Anbieters:

NewImage  Search Url: https://ixquick.com/do/search?language=deutsch&query={query}

  Title: Search with ixquick meta-engine

  Keyword: ixquick

  Option: Encode query UTF-8

 

 

Aktualisierung #1: https statt http für Search Urls verwendet, sicherer ist besser.
Aktualisierung #2: Anleitung für ixquick.com hinzugefügt.

 

 

Montag, 29. Juli 2013

VLC Wiedergabe fortsetzen per Extension

VLC ist für mich seit einiger Zeit der Mediaplayer der Wahl. Insbesondere die Abspielqualität und die Möglichkeit die Abspielgeschwindigkeit ohne Tonverzerrung zu verändern überzeugen mich.

Mir fehlt im Vergleich zu MPlayerX nur noch eine Resume-Funktion für Videos, d. h. Filme sollen nach einer Unterbrechung an der gleichen Stelle weiterlaufen, an der ich beim letzten Mal aufgehört habe.

Auf folgender Seite habe ich ein selbstgestrickte Lua Erweiterung für VLC (1.x, 2.0.7) gefunden.
Leider funktionierte das Script nicht am Mac, zudem war die Beschreibung nur für Linux (und Windows in den Kommentaren) vorhanden.

Da half nur: Selbst ist der Programmierer (DIY).
Ich kann zwar kein Lua, aber der Code sieht wie eine Mischung aus VB und C++ aus – kann also nicht besonders schwer sein, dachte ich. :)

Ich will euch nicht auf die Folter spannen: Hier die Installationsanleitung und der Code 

1. Den Code unten in eine neue Datei kopieren und als mempos.lua

2. in eurem Home-Verzeichnis unter folgendem Pfad speichern: ~/Library/Application Support/org.videolan.vlc/lua/extensions/mempos.lua
    Die Unterverzeichnisse "lua" sowie "extensions" müssen erst angelegt werden.

3. VLC neu starten, Film starten

4. Über das Menü VLC->Erweiterungen->Remember position aktivieren

Wenn ihr nur nach einiger Zeit VLC schließt und später weiterguckt, kann per erneuter Aktivierung VLC->Erweiterungen->Remember position direkt an der letzten Stelle weitergeguckt werden.

Gratz! 

mempos.lua:
 

-- Extension description
function descriptor()
 return { title = "Remember position" ;
  version = "1.1" ;
  author = "August (and Kantorde)" ;
  url = 'http://www.opensubtitles.org/';
  shortdesc = "Remember file pos";
  description = "Remember file position.\n"
    .. "Maintains a database of current play position for all files played." ;
  capabilities = { "input-listener" }
 }
end
 
function serialize (o)
      if type(o) == "number" then
        io.write(string.gsub(o,",","."))
      elseif type(o) == "string" then
        io.write(string.format("%q", o))
      elseif type(o) == "table" then
        io.write("{\n")
        for k,v in pairs(o) do
          io.write("  [\"", k, "\"] = ")
          serialize(v)
          io.write(",\n")
        end
        io.write("}\n")
      else
        error("cannot serialize a " .. type(o))
      end
    end
 
lastsavepos=0
 
function activate()
   vlc.msg.dbg("[remember pos] Welcome")
 
   local input = vlc.object.input()
   if input then
      vlc.var.add_callback(input, "intf-event", input_event_handler, "Hello world!")
   end
   datafile=vlc.misc.userdatadir().."/pos.txt"
   pcall(dofile,datafile)
   if input then input_changed() end 
end
function meta_changed()
end
function deactivate()
 vlc.msg.dbg("[remember pos] deact")
 local input = vlc.object.input()
   if input then
      vlc.var.del_callback(input, "intf-event", input_event_handler, "Hello world!")
   end
end
 
input=0
filelist={}
currentitem=""
function savedb()
-- save position database
 io.output(datafile)
 io.write("filelist=")
 serialize(filelist)
 io.close()
end
 
function input_changed()
 
        if not input== 0 then
    -- Delete old callback
           vlc.var.del_callback(input, "intf-event", input_event_handler, "Hello world!")
        end
 
 savedb()
 vlc.msg.dbg("[remember pos] input changed..!")
 item=vlc.item or vlc.input.item()
 currentitem=item:name()
 input = vlc.object.input()
 
 vlc.var.add_callback(input, "intf-event", input_event_handler, "Hello world!")
 
 local elapsed_time=filelist[currentitem]
 if (elapsed_time) then 
  vlc.var.set(input, "time",elapsed_time)
  vlc.msg.dbg("[remember pos] Found item in db")
 end
 lastsavepos=elapsed_time
 
 return false
end
 
function input_event_handler(var, old, new, data)
 local elapsed_time = vlc.var.get(input, "time")
-- print(input)
 filelist[currentitem]=elapsed_time
 -- catch if lastsavepos is nil
 if not tonumber(lastsavepos) then 
  lastsavepos = 0
 end
 --save file every 10 seconds
 if elapsed_time>lastsavepos+10 or elapsed_time<lastsavepos then
  savedb();
  lastsavepos=elapsed_time;
 end
end

Freitag, 10. Mai 2013

Do-it-yourself: Take five Script für iTunes

Hier wieder ein kleiner Beitrag aus der Rubrik DIY (gesprochen: dē-i-ˈwi – als Lerneinheit des Tages).

Der ein oder andere ist vielleicht schon auf die nützliche App Take Five für iOS und mittlerweile auch OSX gestoßen, mit der sich die Musikwiedergabe auf Wunsch eine gewisse Zeit pausiert lässt und dann wieder von alleine anspringt. Eine Comic-Illustration auf der Webseite macht das Problem sehr schön deutlich: 

NewImage

Keine schlechte Idee, wird nun derjenige sagen, der es gewohnt ist, mit Musik zu arbeiten oder zu lernen (wobei die moderne Lernpsychologie nicht all zu viel davon hält beim Lernen / Arbeiten ständiger Musik zu hören; aber es kommt auch etwas auf die Musik und die individuellen Gewohnheiten an). 

Takefive

(C) Take Five Logo 

Das schöne an der App ist, dass es mit praktisch allen gängigen Musikapps, von iTunes über Radium bishin zu Spotify und Rdio, arbeitet. Wer das beschriebene Problem kennt und nicht nur mit iTunes hört, dem sei dieses wirklich schön designte App ans Herz gelegt; zumal es fast nichts kostet.

Wer aber sich aber von iTunes unterhalten lässt und vielleicht auch ein LauncherApp wie Alfred oder Quicksilver installiert hat, der kann sich das Geld sparen und eine DIY-Lösung basteln. Besonders für diejenigen, die keine tolle Oberfläche brauchen, sondern nur die Pause/Auto-Resume Funktion benötigen eine praktische (ergänzende) Sache, wie ich meine.

Ich mache es kurz und beschreibe, wie ich es gemacht habe: 

In Alfred in den Einstellungen unter Extensions eine Applescript-Erweiterung hinzugefügt und folgenden Quelltext eingefügt:

on alfred_script(q)
tell application "System Events" if (name of processes) contains "iTunes" then tell application "iTunes" if player state is playing then pause delay q*60 play end if end tell end if end tell
end alfred_script

Als Schlüsselword habe ich itake verwendet und damit das Skript nicht die Eingabe (von Alfred) blockiert, die Option Background, sowie die Parametereinstellung: Required.
Das Logo hier auf der Seite oder eines aus der Google-Bildersuche lässt sich zudem bei der Erstellung der Extension per Drag&Drop als Icon verwenden.

Alfred Extension iTake Preferences

Und fertig ist die Laube.

Im Launcher lässt sich der Befehl mit der gewünschten Pausenzeit nun ganz einfach aufrufen: Beispielsweise 6 Minuten.

Launch itake 6

 

 

 

 

 

 

Auch ohne speziellen Launcher lässt sich Ähnliches mit AppleScript und Spotlight erzielen.

Hierzu den (angepassten) Quelltext in den AppleScript-Editor einfügen, übersetzen und als "Programm" unter einem sinnigen Namen (wie Take Five) speichern. :)
Statt fünf Minuten bzw. 300 Sekunden lässt sich auch jede andere Zeit verwenden. Aber anders als beim AlfredScript, bei dem wir die Zeit direkt eingeben können, muss man sich hier beim Übersetzen / Speichern für ein festes Zeitintervall entscheiden. Man kann sich natürlich mehrere solche Apps anlegen, z. B. Take 5, Take 10, etc.

tell application "System Events"

if (name of processes) contains "iTunes" then

tell application "iTunes"

if player state is playing then

pause

delay 300

play

end if

end tell

end if

end tell

Have fun.

Montag, 25. März 2013

AppleScript zur automatisierten PDF-Bearbeitung mit pdfsam

Hier noch ein Skripting-Tipp:

Für einige Aufgaben verwende ich lieber Kommandozeilenwerkzeuge oder Skript statt einer GUI.
Bei dem Trennen von PDFs hilft mir beispielsweise die praktische App pdfsam [1] (ehemals PDF Split & Merge) weiter.
Die Applikation stellt neben der absolut hässlichen und unhandlichen Java-Benutzeroberfläche auch Kommandozeilenwerkzeuge im Applikaitonsbundle zur Verfügung.

Hier ein kleines Beispiel wie man Hilfe einer AppleScript-Extension für Alfred das aktuell im Finder ausgewählte PDF an einer bestimmten Seite (Parameter q im Quelltext) in zwei Teile trennen lässt:

on alfred_script(q)
tell app "Finder"
set theFile to selection as alias
set fileName to the quoted form of the POSIX path of theFile
set thePath to container of item theFile as alias
set pathName to the quoted form of the POSIX path of thePath
do shell script "/Applications/pdfsam.app/Contents/Resources/Java/bin/run-console.sh -f " & fileName & " -o " & pathName & " -s SPLIT -n "& q &" split "
end tell
end alfred_script

 

So sieht der Aufruf dann aus: Die aktuell im Finder ausgewählte Datei wird an daraufhin an der gewünschten Stelle getrennt.

Alfred Split

Natürlich kann man auf die beschriebene Art und Weise auch andere Manipulationen an PDFs durchführen. Die Kommandozeilen-Version von pdfsam lässt kaum Wünsche offen.

[1] http://www.pdfsam.org/

Safari Einstellungen per AppleScript setzten

Die Möglichkeiten in Mac OSX zur Automatisierung von Apps via AppleScript, Automator-Workflows, Shell-Skripten, usw. sind wahrlich enorm.

Hier ein kleines Beispiel zur AppleScript-gesteuerten Änderung von Safari-Einstellungen, speziell der De-/Aktivierung des Ladens von Bildern.
Die wenigsten werden wohl heute wohl noch aufgrund geringer Bandbreite die Bilder beim Surfen deaktivieren, allerdings kann dies trotzdem ab und an ganz hilfreich sein, wenn man sich etwa auf die Inhalte konzentrieren will, und soll letztlich ja nur als Beispiel dienen.

Hier mein AppleScript:

activateapplication "Safari"
tell application "System Events"
tell process "Safari"
click menu item "Einstellungen …" of menu 1 of menu bar item "Safari" of menu bar 1
click button "Erscheinungsbild" of tool bar 1 of window 1
tell checkbox 1 of group 1 of group 1 of window "Erscheinungsbild"
click
delay 1
--tell application "System Events"
--if (name of processes) contains "Safari" then tell application "Safari" to quit
--end tell
--or
tell application "System Events"
if (name of processes) contains "Safari" then tell application "Safari" to close window "Erscheinungsbild"
end tell
end tell
end tell
end tell 

Wie man sieht, müssen zur GUI-Automatisierung die deutschen Menütitel und Bezeichnungen verwenden werden ("Einstellungen ...", "Erscheinungsbild"), während der eigentliche AppleScript-Code in Pseudo-Englisch steht.  

Das (nach den persönlichen Bedürfnissen) angepasste AppleScript speichert man im AppleScript-Editor am besten als ausführbare App, so kann man sie bequem via Spotlight, o. Ä. aufrufen – oder fügt den Code als Extension zu einem Launch-Manager wie Alfred [1] oder Qucksilver [2] hinzu.

[1] http://www.alfredapp.com/

[2] http://qsapp.com/

Freitag, 9. November 2012

(Netzwerk-) Drucker am Mac einrichten, vergleich zu Windows

Gestern habe ich Ersatz für meinen bisherigen Drucker bekommen. Und heute habe ich mich daran gemacht, meinen neuen netzwerkfähigen Drucker unter Mac OS und Windows einzurichten.
Das ist lästig, aber bot die Gelegenheit für mich beide Systeme zu vergleichen: Welches OS macht mir das Leben leichter beim Einrichten, wie gut sind die Ergebnisse, und wie intuitiv kann der Endanwender schließlich drucken?

1. Die Installation und Mac OS X

Unter Mac OS X musste mein neuer Drucker, ein HP P3005x, in der Systemsteuerung unter Drucken & Faxen nur hinzugefügt werden (1).
In meinen Fall musste ich das Protokoll HP Jetdirekt Socket wählen; wahrscheinlich hätte aber auch Internet Printing Protokoll IPP funktioniert (wie bei jedem Ethernet-Drucker). Daraufhin habe ich noch die von mir zuvor eingestellte IP-Adresse des Druckers (2) und einen frei wählbaren Namen (3) vergeben. Im vorerst letzten Schritt musste ich noch eine geeignete Druckersoftware in einem Unterfenster aus: Nach Eingabe der ersten Ziffern erschien auch schon ein passender Treiber - in meinem Fall sogar zwei. (Beim Gutenprint-Treibern handelt es sich um Alternativtreiber, die teilweise nicht alle Funktionen unterstützen / andere Funktionen bieten und vor allem für ältere Drucker relevant sind. So steht es zumindest auf Wikipedia) Noch auf Ok und Hinzufügen geklickt und schon konnte ich drucken. Sehr simpel, wie ich finde.

Drucker hinzufügen Druckersoftware 1 1

Die Einrichtung unter Windows beschreibe ich nicht im Detail. Für mich gestaltete sich diese jedoch um einiges schwieriger. Zunächst muss man einen passenden Treiber von der Hersteller-Seite laden; das hatte ich erwartet. Den Netzwerkdrucker als "lokalen Drucker" über IPP unter Windows hinzuzufügen, war für mich jedoch sehr unintuitiv; und zog sich entsprechend hin. Der Punkt geht klar an den Mac.

2. Beim ersten Drucken stellte ich fest, dass unter Windows mit dem HP-Drucktreiber gleich einige sinnvolle Drucker-Voreinstellungen (Duplex, Broschüre) mit installiert wurden. Am Mac gab es dies nicht. Ebenso störte mich am Mac, dass die Standardeinstellungen des Druckers auf eine Auflösung von  600dpi gesetzt waren und es scheinbar keinen Weg gab dies zu ändern. Um solche tiefliegende Änderungen vorzunehmen, muss man, wie ich herausgefunden habe, schließlich (doch noch) ins CUPS-Basissystem einsteigen. Folgender Artikel hat mir auf die Sprünge geholfen. Grundlegend muss das Webinterface unter der Adresse http://localhost:631/printers aufgerufen werden, um Einstellungen vorzunehmen und im Dropdown "Set Default Options" (siehe Link) die Einstellung "Image Resolution" anpassen (die Einstellungsseite ist Englisch). Dieser Punkt geht wohl relativ klar an Windows. 
UPDATE: Nach einer der in regelmäßigen abständen eintrudelnden HP-Drucker & Scannerupdates für Mac OS spricht die CUPS-Einstellungsseite nun auch Deutsch. Allerdings wurde mir bei mir durch das Update auch meine Voreinstellungen überbügelt, was nicht so nett ist! Ob die CUPS-Einstelllungen bei jedem (Druckertreiber-) Update platt gemacht werden, kann ich jetzt noch nicht sagen – ich hoffe aber mal schwer, dass dem nicht so ist.
UPDATE: Nach dem mittlerweile dritten Update kann ich sagen, dass die CUPS-Einstellungen tatsächlich auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt werden – das ist wirklich sehr unschön und gibt deutliche Abzüge in der B-Note, muss ich doch nach jedem Update hinterherräumen.

3. Die Druckqualität fällt, nach dem alles wie gewünscht voreingestellt ist, bei beiden Systemen für mich gleich aus. Was ich aber vom vorherigen Drucker, ein HP 2300dn, sagen kann: das   MAC OS (von Unix geerbte CUPS) Druckmodul ist stabiler als der Windowsdrucktreiber und verursachte bei mir weniger Papierstau, fehlerhafte Ausdrucke, etc. Insofern hier eher ein Punkt für den Mac.

Das Ergebnis fällt also nicht ganz eindeutig aus, mit 2:1 gewinn zwar der Mac, was auch meiner gefühlsmäßigen Wahrnehmung entspricht. So drucke ich weiterhin lieber am Mac, da ich, wenn alles läuft, mehr Kontrolle habe und seltener Fehler passieren. Der zusätzliche Wartungsaufwand bei Updates unter Mac OS schlägt sich allerdings negativ nieder.

Montag, 8. Oktober 2012

Kleiner Tipp für Umsteiger: Cursor-Position beim Blätter mit Page Up / Page Down verschieben

Unter Windows ist man es gewohnt, dass der Cursor bzw. die Positionsmarke beim Blättern mit Bild auf / Bild ab mitwechselt.

Am Mac ist dies leider nicht so: In den meisten OS X Programmen, wie beispielsweise TextEdit, bleibt der Cursor beim Blättern an der bisherigen Stelle.
Das Bild- bzw. Scroll-Position wird zwar verschoben, aber sobald man die Pfeiltasten benutzt oder Text eingibt, wird zur vorherigen Cursor-Position zurückgesprungen...

Zum Glück gibt es eine schlichte Abhilfe: Man hält einfach die Alt-Taste, während man mit den Bild auf / ab Tasten blättert; schon springt der Cursor, wie gewünscht, an die neue Stelle.
Wenn man zusätzlich noch Shift hält, kann man so auch Text markieren.

Besonders praktisch finde ich diesen Trick im Lexikon, das sonst eigentlich nur mit der Maus sinnvoll bedient werden kann.

 

PS: In jedem Programm scheint der beschriebene Trick jedoch nicht zu funktionieren.

 

Sonntag, 16. September 2012

Dockutil: Administrationswerkzeug für's Dock

Vor Kurzem bin ich über ein geniales Administrationswerkzeug gestoßen, mit dem das Mac OS X Dock von der Kommandozeile aus bearbeitet werden kann: dockutil.

"A command line utility for managing Mac OS X dock items. Written in Python. Makes use of plistlib module included in Mac OS X. Compatible with Mac OS X Tiger and Leopard. Add, List, Move, Find, Remove Dock Items. Supports Applications, Folders, Stacks, URLs. Can act on a specific dock plist or every dock plist in a folder of home directories."

Das Tool erweist sch für mich besonders nützlich um das stets neu im Dock auftauchende App Store Symbol oder andere Apps, die sich automatisch im Dock hinzufügen, zu entfernen.
Da ich mein Dock gegen Veränderungen gesperrt habe, musste ich davor das Dock zuerst immer entsperren; das betreffende App aus dem Dock schmeißen, und dann wieder sperren. Das ist lästig und hat teilweise auch dazu geführt, dass mein Dock am Ende nicht wieder gesperrt wurde; (Ich mache dass, da ich mir keines Falls bestimmte Stacks aus dem Dock ziehen will, in denen die Dateien in der Reihenfolge des Hinzufüngens gelistet sind. Lege ich den Stack neu an, ist die vormalige Sortierung dahin. Ja, man darf auch mal eigen sein.)

Wie dem auch sei. Mit dockutil lassen sich auch ohne entsperren des Docks lästige Zeitgenossen schnell im Terminal entfernen (man beachte den Backslash zum Escapen des Leerzeichens, alternativ kann man auch Anführungszeichen verwenden):

$ dockutil --remove App\ Store
$ dockutil --remove "Dramatic Black & White" 

HairRemoval

Samstag, 21. Juli 2012

Verbreitung von Mac OS X Versionen (10.7, 10.6, etc.)

Wie ich gerade gesehen habe, bietet NetMarketShare bietet mittlerweile differenziertere Statistiken zur Verbreitung Mac OS X im Internet an.

Konnte vor ein paar Monaten noch berichtet werden, dass Snow Leopard die am weitesten verbreitete OSX-Version ist, hat sich dies mittlerweile geändert.

Wie an der Grafik unten zu erkennen ist, surfen aktuell ca. 47 % mit Mac OS Lion, während nur noch 38 % bei Snow Leopard geblieben sind.
Immerhin noch fast 12 % nutzen Mac OS 10.5.

Vor etwa einem halben Jahr lag 10.6 noch bei 50 % und 10.7 bei erst knapp 30 %.

 MacOSXVersionShare

Sonntag, 24. Juni 2012

Mikrophone Ausgabe hören

Wenn man unter Windows ein Mikro, Headset, o. Ä. ansteckt und hineinspricht, bekommt man die Ausgabe auch gleich in den Kopfhörern oder Boxen zu hören.

Beim Mac ist das nicht so. Auch wenn man sein Mikro angeschlossen und aktiviert hat, bleibt die Tonwiedergabe stumm.

Um das eigene gesprochene Wort auch gleich, verstärkt durch die Boxen hören zu können, muss der Audio-Input am Mac zum Audio-Output durchgeschleift ("playthru") werden.

Um dies zu erreichen, stehen zwei Ansätze zur Verfügung:

- entweder über das eingebaute Audio-Midi-Setup.app im Dienstprogramme-Verzeichnis: Beim jeweiligen Eingabegerät die Option "Direkt" ("Thru") aktivieren; klappt bei mir nur leider nicht.

- die bessere Lösung stellt das kostenlose App LineIn von Rogue Amoeba dar. "LineIn is a simple application for OS X to enable the soft playthru of audio from input devices. In simpler terms, you can use LineIn to play sound coming in through a microphone or any other device plugged in to your Sound In port".

Gefunden via superuser.com

Sonntag, 8. April 2012

Java 1.5 wieder (einmal) herstellen

Die Tage veröffenltiche Apple (dankenswerterweise) wieder einmal ein Update der Java-Runtime (1.6.0_31) für Mac OS X.

Damit wurde bei allerdings, wie seit Snow Leopard üblich, wieder einmal Java 1.5 deaktiviert; auf das ich nach wie vor aufgrund bestimmter Programme nicht verzichten kann (bei mir konkret: SPSS 16).

Mit folgenden Terminal-Befehlen wird aber alles schnell und einfach wieder heil gemacht:

cd /System/Library/Frameworks/JavaVM.framework/Versions/

sudo rm 1.5 1.5.0 1.5.1

sudo mv disabled/1.5.0/ .

sudo ln -s 1.5.0 1.5

sudo ln -s 1.5.0 1.5.1

Danach muss nur noch in den Java-Einstellungen (einfach in Spotlight eingeben) J2SE 5.0 (Java 1.5.0_19) reaktiviert werden.

Gegebenenfalls muss der Pfad der Zeile sudo mv disabled/1.5.0/ angepasst werden. Weite Worte spare ich mir. Wie üblich: Nur auf eigene Verantwortung.

Montag, 19. März 2012

Shazam für Mac und darüber hinaus: MusicBrainz Picard & Tunatic

Wer die "Magie" von Shazam vom iPhone oder iPod her kennt, der möchte diesen Service vielleicht auch auf seinem Mac haben.

Man hört einen Song im Radio oder im Supermarkt und will umgehend wissen, wie er heißt und wer da singt. Kurz Shazam an die Soundquelle gehalten und prompt wird die Frage beantwortet. Die Zuverlässigkeit ist dabei durchaus beeindruckend.

Leider bietet der Hersteller aber bislang keine Mac-Version an, sodass man sich anderweitig bedienen muss.

Ich kann hier drei Alternativen nennen:

i) Ein Programm, das es ebenso für Windows gibt, und analog zu Shazam arbeitet, ist Tunatic. Die Ergebnisse können sich auch hier sehen lassen.
Nachteil der Sache: Man benötigt zwingend ein Mikrophone, damit Tunatic funktioniert.

Tunatic free music identification software

ii) Eine andere Alternative stellt die Opensource App MusicBrainz Picard dar, siehe auch Wikipedia. Dabei handelt es sich grundlegend um einen ID3-Tag Editor, der allerdings Musiktitel auch selbstständig erkennen kann. Dies funktioniert nicht durch vorspielen der Soundquelle, sondern per Verarbeitung des Datei-Fingerabdrucks des Musikstücks und den Vergleich mit einer Datenbank (der MusicBrainz Open Music Encyclopedia). Die Bedienung ist zwar nicht ganz intuitiv, aber gut beschrieben.

MusicBrainz Picard

iii) Wer nur mal eine einzelne Musikdatei auf seinem Rechner findet, die weder Dateinamen noch ID3-Informationen trägt, der kann auch den Online-Dienst Audiotag.info verwenden. Der Dienst arbeitet von der Technik ähnlich wie Musicbrainz und liefert meiner Meinung nach sehr gute Ergebnisse bei der Identifikation von Musikdateien.

AudioTag info  your music recognition robot

Happy ID3-Tagging!

Samstag, 17. März 2012

MacUpdate Spring Bundle 2012

Mit dem MacUpdate Spring 2012 Bundle werden 11 aktuelle Apps für den Mac zum Preis von umgerechnet etwa 38 € unters Volk gebracht.

Hier geht's zum MacUpdate Spring 2012 Bundle für 49 $.

Die enthaltenen Apps können sich sehen lassen:

An erster Stelle stehe die Virtualisierungssoftware VMware Fusion 4. Daneben gibt es DriveGenius 3 (Festplatten-Reperatur&Wartungstool), PDFpen 5 (PDF-Editor mit OCR-Funktion), ForkLift 2.5 (Dateimanager & FTP-Client), Typinator 5 (Textersetzungswerkzeug), DesktopShelves 2 (“Bücherregal” für den Desktop), Snapheal (Bildretuschierung), Boom Home Pack (Lautstärkenverstärker & Equalizer), Phone to Mac (Dateitransfer zwischen Mac und iOS-Geräten), sowie zwei Games: Star Wars: The Force Unleashed und Worms Special Edition.

Einzelne Programme können beim Kauf auch an eine andere Person übertragen werden; was ich sehr schön finde.

Bezahlen werden kann das Bundle per PayPal oder mit Kreditkarte.